Heijo & Barbara's Mobilreisen

Florenz Bozen England-Fähre

Wir können

nicht verhindern,

dass wir älter werden,

aber wir können verhindern,

dass wir uns dabei langweilen.

 (unsere Heckbeschriftung)

 

Montag, 14.Oktober 2013 Tacho: 7510 Km    -  Toskana  -

Um 09:30h wollten wir los, 10:30h sind wir endlich unterwegs, es soll für dieses Jahr die Abschlusstour werden. - Toskana -  Das Wetter ist hier herbstlich 9°C - regnerisch. Auf dem Weg nach Bad Bellingen haben wir Pausen eingelegt, so dass wir ca. 18:00h auf dem SP vor der Therme ankommen. Auf den 31 Stellplätzen haben auch "Dickschiffe" Platz. Mit der Anmeldung in der Thermenkasse bekommt man auch einen Gutschein, so dass der Eintritt in die Therme sich angenehm verbilligt.  Zu 20:00h sind wir in die Therme und haben die Wärme genossen, auch das Dampfbad war klein aber fein - Solebad mit 34°C Wassertemperatur löst jede Erkältung.  Am nächsten Morgen, nach einer absolut ruhigen Nacht fix die Kaffeemaschine eingestellt, beim REWE die Brötchen geholt. Als Barbara sich aus dem Bett bewegte, war der Frühstückstisch fertig gedeckt und der Kaffee dampfte.  In Bad Bellingen noch Diesel tanken für 1,46 9 EUR  und dann über  die A5 zur Schweizer Grenze. Eine neue Vignette ziert jetzt die Scheibe. Die Tunneldurchfahrt ist für Barbara der absolute Horror, es ist absolut still zwischen uns. Die Außentemperatur bei der Tunneldurchfahrt steigt kontinuierlich auf 32°C.  Am Ende des Tunnel ist bekanntlich wieder Tageslicht und dann ist die Aussicht in die Bergwelt der Alpen phantastisch. Am Rand der Fahrbahn liegt noch haufenweise zusammengeschobener Schnee.  Die Strecke hat allerdings ihren Preis:  35,-EUR.  Die nächste Nacht haben wir in "La Specia" in Hafennähe gestanden. Der SP ist für die Durchreise Ok, VE ist möglich, man steht sicher aber man sollte bei dem Preis nicht zu viel erwartenfrische Khaki - MhhhhAutobahngebühren: Mailand /  La Spezia = 21,20 EUR .  Nach einem ausgiebigen Frühstück ( das muss sein, denn Rentner kommt nicht von rennen) Weiterfahrt nach Carrara. Die Küstenstraße führt durch schöne Landschaften und somit sind wir zu 13:00h in Carrara. Die Straßen der Innenstadt sind typisch italienisch (eng und zu geparkt) und ein Parkplatz nicht zu finden. Als Hobby- Steinmetz wollte ich eigentlich vom Ort und dem Carrara-Marmor etwas er sehen. Auch gut, fahren wir nach einer kurzen Standtbesichtigung weiter die Küstenstraße entlang. Im Hafen liegen Blöcke dieser weißen Steine von mehr als 30 - 40 Tonnen Gewicht - nix für mich. Einen Block von 30 - 40 Kg hätte ich mitgenommen.  

Unser nächstes Ziel ist über Viareggio durch die Berge nach Luca. Es ist eine landschaftlich ausgezeichnete Straße. Der Stellplatz in Luca öffnet zu 14:30h und ist 12 Min. Fußweg von der Altstadt entfernt.  Mit einem Stadtplan in der Tasche wurde die Altstadt erkundet, das ist ein absolutes MUSS, italienisch, mittelalter- lich schön. Eine Kleinigkeit gegessen, getrunken und kleine Lädchen durchstöbert. Auf dem Rückweg zum SP beim Metzger noch frischen Schinken (direkt vom Schweinebein geschnitten) und andere Spezialitäten gekauft. Das Abendessen mit Rotwein vor unserem Reisemobil war ein typisch italienischer Genuss. 

Am Donnerstag, 17. Oktober haben wir morgens die Fahrräder aus der Bordgarage geholt und sind zur Stadtmauer gefahren. Es gibt an der Stadtmauer breite Auffahrten, so dass man den gesamten Ort oberhalb des breiten Stadtmauer-Wall mit dem Fahrrad umfahren kann. Vor 500 Jahren wurde die Mauer gebaut und vor ca. 100 Jahren zur Parkanlage für die Bürger von Luca  ausgebaut. Mit den Rädern noch kreuz und quer durch die Altstadt mit seinen engen und verwinkelten Gassen und dann zurück zum SP.  Zu 17:00h noch mit den Rädern zum LIDL denn die Vorräte müssen wieder ergänzt werden. 

Freitag, 18. Oktober

Eine schöne kurze Fahrt nach Pisa zum großen ProMobil Stellplatz in der Nähe des Zentrum. Hier wurde uns aber von der Dame am Kassenhäuschen gesagt: "hier nix sicher - lieber fahren weiter". Nach einem kurzen Rund-umblick war mir klar was sie meinte. Es handelt sich hier um einen Busparkplatz mit angrenzendem Wohnmobilstellplatz. Zwischen den Bussen waren mehrere Straßenverkäufer und anderes "undurchsichtiges" Volk. Also auf zum SP an der  Piazza dei Miracoli Genügend Stellplätze sind noch frei,  kein WC aber dafür mit Schranke und Bewachung.  Für 2 Nächte 24,- EUR .   Die Innenstadt mit seinen Sehenswürdigkeiten ist Fußläufig in 20 Min. zu erreichen. Feststellung: in der Piazza Garibaldi in einem kleinen Eiscafe gibt es das beste Speiseeis, einfach nur - Mmmhhh.  Bapisterium, Dom, schiefer Turm und - und - gehörten selbstverständlich zur Besichtigungs- tour.  Am Samstag sind wir noch einmal in die Stadt, um auch die "Nebensächlichkeiten" zu erkunden. Eine kleine Bäckerei bietet italienischen Kuchen, Brot und sonstige Backwaren mit Zuckerguss und Marzipan. Somit sind wir für die nächsten Tage komplett eingedeckt. Über die Arno-Brücke musste natürlich auch die andere Seite von Pisa erkundet werden.  Hier sind die Geschäfte - besonders Textilgeschäfte- in Qualität und Preis absolute Spitzenklasse, (ich bin doch meinem Geld nicht böse). Die Müllabfuhr weckt uns in der Nacht zum Sonntag um 2:00h mit typischen Geräuschen, also umdrehen und weiter träumen bis 8:30h. 

Heute soll das nächste Ziel: "Florenz" erreicht werden. Über Landstraßen benötigen wir für 93 Km fahrt ca. 2 Std. Trotzdem haben wir auch diese Fahrt, mit all den kleinen Dörfern und engen Alleen genossen. Der CP "Viale Michelangelo 80 50125 Firenze Italia" ist einfach und ohne Umwege zu finden. Meine Barbara wollte immer schon einen größeren Olivenbaum haben, bitte schön, jetzt stehen wir mit dem Reisemobil darunter...  Der Platz ist in Terrassen angelegt mit großen Olivenbäumen. (siehe Bild oben links)

Nach der Einrichtung und Nivellierung des Fahrzeug haben wir uns mit dem Stadtplan von der Rezeption auf den Weg gemacht. Für den Besuch Florenz ist ein guter Reiseführer zu empfehlen, daher werde ich nicht weiter darauf ein gehen.   Wir waren zu 20:00h wieder zurück am Reisemobil und haben draußen bei 20° C  gegessen.  In der Nacht gab es mehrere gewaltige Gewitter und die Oliven prasselten aus den Bäumen auf das Reisemobildach. 

Montag, 21. Oktober 

Am anderen Morgen war alles heil geblieben und die Fußmatte unter der Treppe war vom Schlamm überspült. Ein Zipfel war noch sichtbar, also heraus ziehen, reinigen und gut is. Nach dem Frühstück wurde die Stadtbesichtigung fortgesetzt.  Sightseeing geht in die Füße und verursacht manchmal auch ein Loch in der Geldbörse.  Am Dienstag waren wir um 76,- EUR leichter und um 10:30h vom Platz. Der CP ist zum Florenzbesuch optimal aber nicht billig.  Genug Kultur, wir fahren zum Gardasee in die Therme. Über die Autobahn Richtung Modena und dann weiter nach Verona. An der Landstraßen nach Lazise-Cola` ist der CP  "Agrotourismo La-Vigna". Hier ist Platz für ca. 15 WoMo's, jetzt sind aber nur zwei Plätze belegt. Das ist hier ein absolut ruhiger Platz mit sauberen San-Anlagen. Mit den Rädern wurde der Ort und die Umgebung erkundet, Lebensmittel und Obst im Dorf eingekauft und dann draußen gegessen - so kann es weiter gehen...            

Mittwoch, 23. Oktober  Wir schaffen es nicht vor 11:00h (Langschläfer), dass wir mit den Badetaschen zu Fuß zum Thermalpark  kommen. Der Eintritt: 22,- EUR ist recht ordentlich, aber dafür ist diese Therme ein super Erlebnis. Unter freiem Himmel, ein See von Bäumen umstanden mit Naturkies und 34° - 38°C warmen Thermalwasser, und gläserne Ruheräumen vom Feinsten.  Die Preis / Leistung passt.  Am Donnerstag wurden die Räder genutzt, um den Gardasee zu erkunden. Mal sehen, wo wir im nächsten Jahr ein Reiseziel finden. Nach der Rückkehr zum CP haben wir uns auch mit den neuen Nachbarn unterhalten. Die waren auf der Durchreise nach Sizilien und sagten uns: "... auf der Heimreise müsst ihr unbedingt den Platz in Botzen besuchen, der hat was ...". Am Freitag haben wir auf der Rückfahrt von Garda mit den Fahrrädern in Lazise einen kleinen Umweg gemacht und eine Gärtnerei gefunden ( meine Sorge - das wird teuer).   

Samstag, 26. Oktober  Um 09:00h waren alles verstaut, gesichert und startklar. Erst einmal zur Gärtnerei und einige "kleine" Gehölze gekauft. (wir haben ja Platz in der Heckgarage) Wir sind dann am Gardasee entlang bis Torbole und dann weiter nach Bozen. Unser Navi zeigte uns auch den CP "Moosbauer". Die San-Anlagen sind absolut sauber, vollständig und die Bilder und Geschichten an den Wänden einmalig - sehenswert. Der CP liegt wunderschön in einer Obstplantage - tolle Berge - 20° bis 22°C wärme - geht's uns gut.

Am Sonntag wurde Bozen und die nähere Umgebung erkundet.  Am späten Nachmittag auf dem Etschradweg wurde es ohne Sonne doch schon recht kühl und somit ging es zurück zum Reisemobil. Es war ein schöner Aufenthalt, der wiederholt werden sollte. Nach zwei Übernachtungen und der Rechnung  63,80 EUR Weiterfahrt in Richtung Brenner.  Die Fahrt Italien - Österreich kostet noch einmal 23,20 EUR an Gebühren. Auf der Europabrücke hatten wir ordentlich Seitenwind, so dass wir uns ganz demütig in die LKW-Spur eingereiht haben.

Unser Tagesziel: "Rothenburg ob der Tauber" war zu 17:00h erreicht. Vom Parkplatz  P2  ist man Fußläufig in 5 Min. in der alten Stadt. Ich wollte in Rothenburg ob der Tauber unbedingt noch einmal in das Lokal "Zur Glocke", denn hier war ich 1971 schon einmal mit meinen Eltern. Damals fuhren wir einen blauen  RENAULT 16TS  - Sehnsucht - seufz.    Hier im Lokal sieht alles noch genau so wie damals aus, auch die Bedienung ist immer noch sehr hübsch...   Natürlich wurde der Ort erkundet und am Dienstag, 29. Oktober war dann bei der Heimfahrt unser erstes "Reisemobil-Jahr" endgültig beendet.  Wir haben in diesem Jahr viel schönes gesehen, nette Menschen kennen gelernt und viel erfahren.

Fazit zur Toskana

Das war nur der Erste Streich ...  wir kommen wieder und erfahren weitere Orte und Regionen.