Heijo & Barbara's Mobilreisen

Florenz Bozen England-Fähre

Wir können

nicht verhindern,

dass wir älter werden,

aber wir können verhindern,

dass wir uns dabei langweilen.

 (unsere Heckbeschriftung)

 

 

Sonntag, 27.April 2014    -  Italien  -

Um 11:00h sind wir endlich unterwegs, strömender Regen und 13°C.  Die Erste Station ist Gersbach (Coburg) um ganz liebe Menschen zu besuchen. Zu 17:00h fahren wir mit Herzklopfen auf den Hof aber Horst und Lotti sind leider nicht da. Auch Toni und Liz mit den beiden Jungen (Moritz und Lukas) sind unterwegs. Mhh - wir haben ja die Kaffeemaschine an Bord und somit sind wir best versorgt und warten...  Plötzlich schaut Moritz durch das Fahrerfenster und hat einen Gesichtsausdruck wie ein Fragezeichen. Inzwischen sind für uns unbemerkt auch alle anderen Familienmitglieder eingetroffen, so dass es eine heitere Begrüßung und Hallo gibt. Erst wurde bei Horst und Lotti viel "gequatscht" und zu späterer Stunde bei Liz und Toni. Am anderen Morgen Frühstück bei Horst & Lotti mit Lukas - später kam Liz auch dazu. Eine wunderbar gemütliche Runde.  Wir wollten zu 11:00h wieder unterwegs sein um irgendwo am Chiemsee zu übernachten. Ach du Sche.. , auf dem Standplatz direkt unterm Motor ist ein großer Ölfleck - wir verlieren Öl. Die nächste Fiat-Werkstatt ist in Scheuerfeld (3Km entfernt) und somit war unser Fahrzeug zu 13:00h auf der Hebebühne. Das sah gar nicht gut aus, der Motor und die Aggregate waren mit einem Ölfilm überzogen. Von unten war die Ursache nicht feststellbar, also das Fahrzeug wieder runter setzen und die Motorhaube öffnen. Der Mechaniker machte nur einen Handgriff und sagt im breitesten fränkisch: "i hobs". Der Deckel zum Öleinfüllen war verkantet aufgesetzt und somit konnte bei Motordruck immer etwas Öl entweichen. Die Maßnahme war nun eine Motorwäsche und 1/4 Liter Öl für insgesamt 42,-- EUR.  Jetzt konnten wir beruhigt Richtung Chiemsee starten. Um 18:00h waren wir in Prien auf dem CP "Harras" - schön am Ufer des See gelegen. Der Platz eignet sich für mehr als eine Nacht - es gibt sehr viel zu entdecken. Um 22:30h lagen wir in den Federn und wurden zu 08:15h von Landregen geweckt.  Dienstag, 29. April  Nach dem Frühstück fahren wir in den Ort, Barbara kauft Lebensmittel und ich versorge uns mit Diesel. Knoten Villach Unterwegs in den Alpen viel Regen und Temperaturen  zwischen 23,0°C  und 9,0°C.                                                                                               

Die Tunnelfahrten sind für Barbara der reinste Horror - also ist es im Fahrzeug wieder absolut still...   Aber jeder Tunnel hat Licht am Ende und somit sieht die Welt wieder besser aus. 

 

 

 

In Italien erwartete uns ein heftiges Gewitter mit Hagel, so das wir nur noch 50 - 60 Kmh fahren konnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Fahrtziel war der CP  "Marina di Venezia".

                                            Die Patzbelegung lag bei 20 / 30%, so dass wir uns einen Stellplatz in einem bestimmten Areal aussuchen konnten.   Der CP ist absolut Ok und die Sanitäranlagen sind sauber und reichlich vorhanden. Am anderen Morgen die Region mit dem Fahrrad erkundet und im Hafen die Fährzeiten und Preise nach Venedig ermittelt. Die sichere Fahrrad- abstellmöglichkeit ist hier im Hafen nicht gegeben, also müssen wir 20 Min. zu Fuß vom CP zum Hafen gehen. Am Abend wurde der Himmel dunkel und es zog ein ordentliches Gewitter auf.  Donnerstag, 1.Mai Nach dem Frühstück zu Fuß zum Hafen und 2 Fahrkarten zu 28,- EUR zum Markusplatz.  Hier alles zu erzählen, was wir in Venedig erlebt haben - - Fahrt doch selber hin.   Wir hatten optimales Wetter.  Auf jeden Fall hatten wir am Abend, als wir wieder im Reisemobil waren "runde" Füße.   Am Freitag hat es nur einmal geregnet, nämlich von 08:00h bis 18:00h - also wurde der Tag mit Lesen und Faulenzen verbracht. Der Samstag begann sonnig, aber im Westen zog es sich schon wieder zu.  Spontaner Entschluss - wir ziehen weiter und zwar nach Modena.    

Samstag, 03.Mai  um 11:00h waren wir auf der Via Fausto, unterwegs noch Lebensmittel bunkern und ab auf die Autostrada nach Modena. Der zuerst angesteuerte SP aus dem ACSI-Führer war ein gammeliger Parkplatz an einer Pizzeria. Nee, das geht gar nicht. Also weiter zum "Camper Club Mutina" , sieht aus wie ein ehemaliges Militärgelände mitten im Nirgendwo, was jetzt von einem Camper-Club genutzt wird. Hier bleiben wir denn es ist sauber, ordentlich und wir wurden an der Rezeption von zwei freundlichen älteren Herren mit einem kräftigen: "Guten Tag..." begrüßt. Die Zufahrt schützt ein schweres Metalltor, also sicher und ruhig. Am späten Abend (23:ooh) wurde unter Flutlicht ein Wohnmobil mit "Hochdruck" gewaschen - ist halt ein Camping -Club - und nicht weiter störend.                 

Sonntag, 04.Mai  Einer der älteren Herren hatte uns bei der Anmeldung gesagt, das man Platzgäste auch gegen kleines Entgeld nach Modena in die Stadt bringt. Gesagt, getan und so waren wir zu 11:00h im historischen Modena.  Die Besichtigung der Stadt sollte man (in den historischen Mauern) des Touristenbüro beginnen. Und dann kreuz und quer nach Stadtplan treiben lassen.  Man sollte sich nicht scheuen, auch mal in einen Innen- hof zu gehen um Überraschungen zu erleben.    Nach 15:30h war der Dom wieder geöffnet - Romanik pur - und sehr schön, so eine Fülle und Pracht hatten wir noch nicht gesehen. Der absolute Kontrast war das Ferrari-Museum in einem futuristischem Gebäude. Fahrzeuge und Technik pur zu einem unverschämten Eintritts- preis.  Wie vereinbart holte uns der Shuttle Bus am vereinbarten Treffpunkt wieder ab, nur die vereinbarte Zeit (17:00h ) war um mehr als eine Stunde überschritten. Was soll es - Italien eben.  Am Abend dann die Überlegung - und wo geht's morgen hin ?  Verona wird das Ziel und dann Cola und weiter Richtung Norden...           

Montag, 05. Mai   wir sind zu 10:30h wieder auf der Autostrada, Richtung Verona. Sonnenschein bei 19°C und wir SP in Veronarollen gut über die Bahn.  Zu 12:30h sind wir am SP "Agricampeggio Corte Finiletto"  Es ist ein kleiner sauberer Stellplatz unmittelbar an der Strada Bresciana. Die Straße ist viel befahren aber des Nachts ist es ruhig. Der Platzinhaber verkauft in seiner Rezeption auch Fahrscheine für den Linienbus nach Verona und die Haltestelle ist 100 m entfernt. Ergo ein optimaler Platz zum Verona-Besuch.  In der Stadt haben wir uns an der Touristinformation mit den notwendigen Plänen eingedeckt und sind dann mit der "CitySightSeeing" als  HopOn - HopOff  erst die Tour A  und dann die Tour B  gefahren.  Ist nicht ganz billig, lohnt aber...

Natürlich sollte man auch mal hinter die Türen der Palazi schauen und ist überwältigt von der Schönheit. Auch der Folgetag wurde mit Besichtigungen der Arena und wichtigen Baudenkmälern durchgeführt, wir hatten heute aber spezielle Ziele.  

Auf dem Rückweg mit dem Linienbus unterwegs fix ausgestiegen - Wein / Käse etc. gekauft - und mit dem nächsten Bus weiter zum SP.  Verona - wir kommen bestimmt noch einmal wieder, wir bleiben neugierig.

Unser Fahrzeug ist ein Reise mobil und nicht Wohn mobil, denn der primär Zweck ist das Reisen, nicht Wohnen. 

Am Mittwoch, 07.Mai waren wir zu 10:30h auf der Strada Bresciana mit dem Ziel Cola und haben bei Auchan im "Nudel / Pasta -Paradies" mächtig gebunkert. In Cola dann die eine negative Überraschung - der Platz war voll - keine Change.  Feststellung für uns: "wir erzählen nichts mehr von diesem schönen SP".  Kurz im ACSI-Führer gesucht und dann zum Platz in "Fossalta". Er liegt ja etwas weit von Lazise entfernt, aber dafür absolut ruhig, 30% Auslastung um diese Zeit und direkter Zugang zum Gardasee. Also die Räder raus und ab nach Peschiera. Wir haben den Eindruck, die Orte sehen alle irgendwie gleich aus.

Am Abend hatten wir von unserem Platz eine gute Sicht über den See und einen wunderschönen Sonnenuntergang.       

Am anderen Morgen draußen Frühstücken und die Spatzen holen sich auch ihren Anteil - purer Luxus.

Bei 24°C und Sonnenschein noch einmal auf die Fahrräder und zur anderen Seite, Richtung Bardolino / Lazise. Jetzt fällt das Faulenzen nicht schwer... 

Freitag, 09. Mai gegen 10:00h alles verstaut, entsorgt und dann noch zur Gärtnerei in Lazise etwas größere Zitruspflanzen kaufen. Der Gärtner will ja auch leben (aber nicht nur von uns). Dann auf die Autostrada Richtung Brenner. Ib Bozen runter von der A22 und auf die alte Brennerstraße abgebogen. Das erste Stück Parallel zur Autostrada an der Etsch entlang. Von unten erkennt man die Kunst der Bauingenieure und die Menge verbauten Beton. Ich hatte vorher die notwendige Menge Diesel bis Österreich grob überschlagen - ja wir sollten das mit dem Diesel-Vorrat schaffen. Bei den Steigungen der Straße näherte sich die Tankanzeige gefährlich der "Null" und wir hatten noch ein ordentliches Stück zu fahren. Also zwischendurch auch den Inhalt des Reservekanister in den Tank und nach einigen Kilometern Liegt die Nadel der Tankanzeige wieder satt auf "Null". Jetzt wird's aber eng - Puuh die Österreichische Grenze ist erreicht. Höhe 1.370m - - Die erste Tankstelle in Österreich haben wir auf der letzten Rille ereicht und mit ganz dezentem Grinsen für 1,41 EUR getankt. Gegenüber dem Italienischen Preis von 1,68 EUR war das ein ordentlicher Preis. Aber die nächste Tankstelle hatte 1,38 EUR und die nächste 1,33 EUR und somit war mein Grinsen eingefroren.

Die Brenner-Brücke ist ein imposantes Bauwerk mit seinen 190 Metern Höhe...  Hier der Blick von der Brennerbundesstraße. Ab hier nur noch bremsen und im kleinsten Gang runter fahren. Wupps - die Speicherkarte der Kamera ist voll...  Unser Tagesziel ist der Walchensee.  Erst nach Kochel am See, frisches Brot/Brötchen kaufen, dann zum CP "Renken".  Ein idyllischer Platz an wirklich sauberem Seewasser zum kleinen Preis, incl. Sanitäreinrichtungen.  Am nächsten Morgen (Samstag, 10.Mai)  ist es trocken und die Temperatur liegt bei 13°C "brrrr das sind wir nicht gewöhnt".  User Tagesziel ist heute Fulda, der SP liegt an der Weimarer Straße   Wir wollten immer schon einmal nach Fulda um die historische Bischofstadt zu besichtigen. Vom SP ist man in 5 Gehminuten am Dom. Viele Kirchen - von prunkvoll bis schlicht. Samstags-Nachmittags ist in dieser Stadt nicht mehr all zu viel los, daher haben wir uns am frühen Abend zur Brauerei an der "Wiesenmühlenstraße" begeben. Sehr lecker gegessen aber es war in den Räumlichkeiten einfach zu laut. Um 22:30h lagen wir in den Federn, denn es hatte wieder zu Regnen begonnen.

Am Sonntag,11.Mai noch einmal zur Michaeliskirche und dann 5 Km zum "Schloss Fasanerie" fahren. Eine Schloss-Besichtigung gab einen Eindruck, wie man hier vor über 100 Jahren "fürstlich" gelebt hat. Jetzt war es aber an der Zeit, endgültig im Navi die Heimadresse zu wählen.

Fazit: Es war wieder eine Reise mit sehr vielen Eindrücken und Erlebnissen und schönen Zitruspflanzen in der Dusche...  Wir haben keine negativen Erfahrungen oder Erlebnisse gehabt.