Heijo & Barbara's Mobilreisen

Florenz Bozen England-Fähre

Wir können

nicht verhindern,

dass wir älter werden,

aber wir können verhindern,

dass wir uns dabei langweilen.

 (unsere Heckbeschriftung)

 

 

 2.Teil der Reise 

Geplante Reise: 2017 - Mitte März bis Mai durch Italien

Der Winter ist immer zu lang, so auch in diesem Jahr. Der Dezember war noch recht mild, aber ab 10. Januar hatten wir in Westfalen für 3 Wochen richtig Frost. Die Eisschicht auf dem Gartenteich hatte ca.10cm Stärke. Ab 6.Februar dann noch einmal 'Winter 2.0' mit Minusgraden. Es wird ja viel über die Erderwärmung gesprochen und nur wenig dagegen getan. Aber so'n bisschen mediterranes Klima wäre für mich nicht schlecht. Uns war dieser Winter gar nicht recht und jetzt stehen Schneeschaufel und Streusalz wieder im Gartenschuppen. Ich hatte im Wohnobil zur Winterpause das komplette Wasser abgelassen, auch aus dem Boiler - der gerne mal vergessen wird. Zwischenzeitlich wurde wegen der schwankenden Temperaturen  die Womo-Heizung eingeschaltet um den Innenraum mal wieder zu erwärmen und zu lüften.   Übrigens: Beim Womo-Ausrüster des Vertrauens "KFZ-Sennholz" ist am 16.02. - 18.05. - 21.09. und  23.11.2017 Womo-Stammtisch. 

Am Donnerstag, 16. März geht's endlich wieder los. Vorher den eigene Kopf gepflegt - "Haare kurz" und die medizinische Notfallration überprüft.       Auf der Karte die Stationen unserer Tour (fast Mautfrei) und als PDF-File.

Kartenausschnitte - Google Maps -   Hinweis: Ich werde keinen Link zu besuchten SP oder CP setzen, da die genannten Fakten in Zukunft nicht mehr gültig sein können .

Geplant Route für ca. 8 Wochen: Heimatort - Trier - Luxemburg - Nancy - Epinal - Besançon - Valence - Provence - Aubagne - Toulon - Côte d’Azur - Cinque Terre - Ligurien - Toscana - Rom - Neapel - - und dann soweit die Reifen tragen...  Und wenn genug Zeit ist, von Venedig nach Wien und dann wieder zum Heimatort.

                              

Donnerstag, 16. März Der Streckenabschnitt bis 'Saarburg' ist ganz normal verlaufen. Wir fahren aber lieber nicht über die Leverkusener- Brücke da wir nicht wissen, wie genau die Fahrzeug-Waagen vor der Brücke eingestellt sind und wir unser Fahrzeug-Gewicht 'genau' kennen.  Also - in Saarburg haben wir den Stellplatz an der angegebenen Adresse gesucht, aber nicht gefunden. Macht ja nichts denn es gibt ja noch einen weiteren Stellplatz. Anscheinend sind wir doof, denn den Platz haben wir auch nicht gefunden und mittlerweile dämmert es. Gut, fahren wir in der Dunkelheit auf den CP- 'Waldfrieden' und für 2,- EUR öffnet die Schranke. 

Freitag, 17. März  Die Nacht war recht kühl und am Freitagmorgen musste die Heizung erst einmal etwas laufen, bevor wir aufgestanden sind. Nach dem ausgiebigen Frühstück und 12,- EUR Gebühr geht's weiter Richtung Luxemburg, der Ort Schengen liegt ja fast auf dem Weg und somit tanken wir Diesel für 0,983 EUR.  Geplantes Ziel ist für Heute der historische Ort 'Cluny'. Die Fahrt führt durch karge Landschaften, die Natur ist noch in Winterschlaf. Wir kommen an einer Stadt mit großer Stadtmauer vorbei - 'Langres'.  Spontan beschließen wir uns den Ort doch einmal genauer anzuschauen. Vom Parkplatz aus erst einmal zur Information um einen Stadtplan zu organisieren. Hey - innerhalb der Stadtmauer gibt es einen sehr guten Stellplatz mit allem was man benötigt. Für 15,40 EUR bleiben wir die Nacht und schauen uns den mittelalterlichen Ort genauer an.       

Im Bio-Laden wurden noch Brot, Butter, Wurst und weitere Kleinigkeiten für den Abend gekauft. Vor der Nacht noch ein Spaziergang entlang der mächtigen Stadtmauer und den frischen Wind um die Nase wehen lassen. Brrr - es war ein recht kalter Wind hier oben auf der Mauer.   

Samstag, 18. März Regen und Wind hatten in der Nacht zugelegt. Um 10:00Uhr waren wir wieder auf der Strecke nach Lyon. So ist das beim Reisen mit dem 'Mobil', da bleiben geplante Ziele ganz spontan liegen weil andere Orte auch interessant sind. Wir haben noch so viel Reiseplanungen und Reiseziele...  Die Fahrt führt durch einsame Landschaften und die Natur wird immer grüner.  Wir möchten in diesem Jahr nicht einfach über die Autobahn möglichst flott durch Lyon sausen sondern auch mal schauen was der Ort hat... Zu 15:30h sind wir in Lyon-Dardilly  am CP Indigo. Unseren Stellplatz können wir auf dem gesamten Gelände frei aussuchen, ist ja auch noch nichts los.  Ganz in der Nähe des CP (jenseits der A6) ist ein riesiger AUCHAN-Markt und wir mussten uns bei den Lebensmitteln mächtig zurück nehmen. Wir haben doch alles on Bord und brauchen eigentlich nur etwas Brot und Rotwein. 

Sonntag, 19. März  Nach einer sehr guten Nacht und einem guten Frühstück nehmen wir den 11:00Uhr Bus -Nr.:89 bis zur Haltestelle GARE DE VAISE. Dort umsteigen in die U-Bahn Linie-D und fahren bis VIEUX LYON. Dort umsteigen in die Kabelbahn, genannt FUNICULAIRE, in Richtung FOURVIERE.

Wenn man dann aussteigt und einige Stufen herauf steigt, steht man vor der mächtigen / prächtigen Basilika aus dem 19-Jahrhundert. Die Fassade ist einfach nur beeindrucken und das Innere verschlägt dir die Sprache. Man läuft über sagenhaft schöne Mosaikarbeiten. Die Basilika wurde zum Dank errichtet, weil Lyon vor der Pest verschont blieb.

Hinter der Basilika dann der weite endlose Blick über die Stadt mit seinen zwei Flüssen Saone und Rhone.

Dann der Abstieg von hier oben in die Stadt da unten. Erst geht es herunter durch den Rosengarten. (Das geht aber in die Waden) Dann über die Straße und noch einmal geschätzte 350 Stufen herunter.  Unten auf der Straße an der Hausnummer 27 befindet sich eine so genannte TRABOULE. Es gibt hier in der Stadt über 300 dieser 'Hausdurchgänge'. Wenn man hindurch geht, befindet sich jeweils in Sichtweite der nächste Lichtschalter, ansonsten steht man im Dunkeln und kann sich in Dunkelheit vorwärts tasten. Innerhalb der Hausdurchgänge sind auch Klingelschilder der Bewohner. Ist schon spannend.  Wir haben uns dann nur noch durch diese riesige Stadt treiben lassen und mit dem Stadtplan die (für uns in der kurzen Zeit) wichtigsten Punkte gesehen. Auf der anderen Seite der Saone war Markt, aber der löste sich zu 14:00Uhr spontan auf und die Händler packten zusammen.  Die Straßenrestaurants waren voll, denn Sonne und Sonntag das passt einfach. Für uns war vor der Kathedrale auch noch ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen in der Sonne frei. Die Beine haben heute genug gelitten und somit geht es zu 16:00Uhr mit der U-Bahn und Bus zum CP. Die U-Bahn fährt ohne Personal, das war für mich neu. Ein schöner Tag mit Sonne, Kultur und einer interessanten historisch / modernen Stadt.  Morgen geht es weiter nach 'Nyons' in der Provence. 

Montag, 20. März  Zu 10:00Uhr erst noch bei ESSO direkt am CP für 1,196 EUR /  54 Liter Diesel tanken und dann geht es auf die A6 weiter. Die nächsten 60 Kilometer Autobahn sind Mautfrei und wir kommen trotz Montagvormittag staufrei durch die Großstadt. 

Übrigens: Beim Bau des Museum wurden das geplante Budget und die Bauzeit maßlos und um das Vielfache überschritten. Das passiert nicht nur am BER oder in Hamburg. Bei der Budget-Planung hat man sogar die Gründungen direkt am Ufer der Rhone schlicht vergessen... Du glaubst das nicht? - Tja Frau Google kann die das bestätigen.

Bevor die Mautstrecke beginnt haben wir die Autobahn verlassen und sind genüsslich durch die Regionen gefahren. Uns jagt doch niemand und 18,00 EUR Maut für die kommende Strecke muss man nicht ausgeben. Somit sehen wir ganze Plantagen blühender Mandelbäume und verträumter Orte mit riesigen Befestigungsmauern. 

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Wir erreichen die Provence mit den blühenden Obstbäumen - Zierkirschen - Magnolien und zwischendurch immer wieder wilde Primeln am Straßenrand. Die Strecke führt durch eine bergige Region mit wunderschönen Aussichten über weite Täler und Hügelketten. Endlich auch die typischen weiten Lavendelfelder, natürlich abgeerntet.  Kurz vor Nyons erreichen wir unser Tagesziel, die 'Domain Rochville'. Ein kleiner und sicherer Stellplatz für 8,- EUR beim Winzer.

Zu 15:00Uhr machen wir uns auf den Weg in den verträumten Ort.  Uups - vor drei Jahren war das Einkaufszentrum 'Super-U' noch nicht hier. An der ach so berühmten Brücke aus dem 12.-Jahrhundert noch einige Kleinigkeiten eingekauft und dann lassen wir es uns gut gehen. Die Sonne scheint und die Temperatur vor dem Straßenrestaurant ist sehr angenehm. Alte Herren sitzen beim Aperitif und genießen alles zu beobachten - ältere Damen beim Kaffee und kleinen Brioche. Das Leben ist schön und für uns eine große Wundertüte...  

Als wir wieder zurück zum Platz kommen, steht dort auch ein VW CP-Bus aus Eckernförde. Angenehme Leute auf dem Rückweg aus Spanien. Es wird ein längeres Schwätzchen.  Das war ein schöner Tag auf alten Spuren. 

Dientag, 21. März  Es war etwas schwierig, ein Ziel an der südlichen Küste zu finden. Die meisten Plätze öffnen erst zum 01. oder 10. April. Wir entscheiden uns für den Ort 'Cavalaire' an der Cote d'Azur. Zu 10:30Uhr kommen wir endlich los und es geht wieder durch verschlafene Orte und schmale Straßen. 

                                  

Uns kommt ein ganz schmaler Weinbau-Traktor entgegen, der aber ein sehr großes Gestänge zum Spritzen hinten montiert hat. Durch seine Fahrweise schaukelt das Gefährt und wir haben bei der Begegnung zu unserem Fahrzeug mal gerade 10cm platz. Puh - das war eng.  Nach ca. 40 Kilometer Strecke erreichen wir den mautpflichtigen Teil der A7. Nach 90 Kilometer sind 12,40 EUR fällig - leid Geld. Die weitere Strecke ist dann mautfrei durch flotte Überlandstraßen. Auch hier geht es mal wieder durch schmale, kurvige Gebirgs-Strecken rauf und wieder runter. Ein quengeliger Autofahrer zuckelt hinter uns her und gestikuliert wild hupend, als er uns endlich überholen kann.  Ist - das - mein - Problem?  Schlussendlich erreichen wir das Meer und den Ort 'Cavalaire'. Hier auf dem CP 'La Baie' bleiben wir für drei Tage - bis Freitag.

Donnerstag, 23. März  Der Ort ist noch verschlafen und relativ überschaubar, wir sind ausgiebig auf Entdeckungstour gegangen. An Lebensmittelgeschäften und Bäckereien mangelt es nicht. Der Hafen ist Liegeplatz für 'mittelprächtige' Boote, die für den Hafen von Monaco zu kurz sind.

 

Wir beobachten am Strand einen Jet-ski, der eine art Feuerwehrschlauch (C-Rohr) dabei hat und dann herausfährt. Uii - das hab wir noch nicht eher gesehen. Der hat den Druckschlauch an der Austrittsdüse des Jet-ski angeschlossen und steht auf dem Jet-Strahl. Das Fahrzeug bewegt sich nicht und wird irgendwie von dem Mann in der Leistung gesteuert. Er steigt langsam auf dem Strahl in die Höhe und steht dann in ca. 4Meter Höhe.

 

Zum Nachmittag haben wir uns noch zwei Stück Zitronen-Tarte gekauft, den Kaffee gibt es am Womo.  Das Wetter ist heute Nachmittag bewölkt und man kann eine leichte Jacke tragen.

Freitag, 24. März  10:30 Uhr und wir wollen weiter. In der Nacht hat es wieder stark geregnet und auch der Wind lebt auf. Es ist kühl.  Es geht sofort auf die A8 denn das 'gegurke' durch die schmalen Straßen tun wir uns auf dieser Strecke nicht an.

 

        

Wir müssen etliche Mautstellen passieren (3,60 - 2,30 - 3,50 - 11,50 - 19,30 EUR) bis Savona. Ich hatte mit ADAC-Maps gesehen, dass Mautfrei ca. 280Km in 8,45 Std benötigt werden und mit Maut ca.270Km in 3,45 Std. benötigt werden. Das war eine klare Entscheidung, auch wenn es finanziell schmerzt. Die Strecke ist gut zu fahren, ein Tunnel wechselt mit Viadukt und Tunnel wechselt mit Viadukt und Tunnel wechselt mit Viadukt und ... Wir haben nicht gezählt, aber es waren mindestens 3 Dutzend.  

Von der Seeseite kommt noch Seitenwind hinzu, so dass wir langsam und vorsichtig unterwegs sind. In Savona haben wir die Autostrada verlassen um die letzten 20Km auf der Landsraße zu fahren. Die scharfen Kurven und Kehren sind gewöhnungsbedürftig und wenn andere Verkehrsteilnehmer warten müssen ist das nicht unser Problem.

 

Arenzano ist eine schöne Stadt und wir bekommen auf dem CP  2 Km Richtung Genua einen ordentlichen Platz zum übernachten. Wir haben uns eingerichtet und laufen die 2 Km zurück in den Ort. Typisch italienisch mit schönen alten Häusern, einem märchenhaften Park mit Pfauen, Enten und Schildkröten auf und im Wasserteich. Das Rathaus (in diesem Park) ist ein ehemaliges Palazzo und sehr gepflegt.  Der Supermarkt - in einer ehemaligen Tiefgarage - geht doch. 

Samstag, 25. März  Um 10:41 Uhr geht's mit dem Bus nach Genua. Ok - der Bus nach "Voltare" hat nur 10 Minuten Verspätung aber zum Umsteigen in die Linie-1 in Voltare sind wir pünktlich. Der Bus fährt von dieser Endstation bis zur Endstation: "Genua-Aquarium" mit gefühlten 50 Stop's  in einer Stunde. Wir hatten am CP einen kleinen Stadtführer-Genua  bekommen und der ist jetzt sehr hilfreich. Die Stadt ist nicht nur eine Hafenstadt sondern hat noch viel mehr...

  

 

Wir lassen uns durch die Straßen und Gassen treiben und besuchen die für uns wichtigen Sehenswürdigkeiten auf unserer Route. Die 'Via Garibaldi' ist absolut sehenswert, denn hier stehen die größten und wichtigsten Palazzo.

      

Eines größer und prunkvoller als das Andere. Die komplette Straße steht unter UNESCO-Kulturerbe. Zu 17:00Uhr sind wir wieder am Hafen beim Aquarium und fahren eine Stunde mit der Linie-1 zurück nach Voltare.

      

Uups - der nächste Bus von Voltare zum CP fähert erst in 40 Minuten und es hat zu regnen begonnen. Also in einem kleinen Bistro einen Espresso im stehen, Leuten nachschauen und den Tag Revue passieren lassen. So vergeht die Wartezeit. Am CP angekommen, wir waren gerade wieder im Womo, da beginnt es richtig heftig zu regnen.

Sonntag, 26. März  Das war eine kurze Nacht denn die Uhren wurden umgestellt. Heute möchten wir über Genua nach 'Sestri-Levante' in die Region "Cinque-Terre". Die Strecke bis Genua kennen wir ja von der Busfahrt und unser Navi kannte noch einige Abkürzungen. In Genua dann ein Fahrfehler. Ich sollte mich links halten was ich aber zu spät gemerkt habe und somit fahre ich auf eine Straße mit gefühlten (3 x 4 = 12) Verbotsregeln. Auch ist diese Straße nur für Fahrzeuge bis 2,5 T zugelassen. Au schiete - das ist die einspurige Hochstraße auf Stelzen am Hafen vorbei. Hoffentlich kommt jetzt keine Höhenbegrenzung. Wir fahren möglichst neutral mit dem Verkehrsstrom und kommen unbehelligt an der Endkreuzung an. Keiner hat's gesehen - die Polizei hat's nicht bemerkt, alles gut gegangen (ist ja auch Sonntag). Somit sind wir flott durch Genua und die Hafenregion gekommen.  Hinter Genua geht's dann auf die SS1 der Küste entlang.

  

Auf der Straße kommen rechts Jogger von vorne,  geparkte Autos in der zweiten Reihe,  Radrennfahrer musst du überholen, aber auch nur wenn dir kein "wilder" Fiat-500 entgegen kommt. 

Hier mit dem Womo zu fahren, ist schon spannend. Ich habe die Straße einfach nur "Via Adrenalini" genannt. Am CP in Sestri-Levante war alles noch im Winterschlaf und somit war das Ziel "Deivia-Marina".

Jetzt schlängelt sich die Straße entlang der Cinque-Terre und führt uns rasant und kurvenreich auf 650Meter Höhe, ebenso runter auf 370Meter und dann wieder um den Berg herum auf ca. 500 Meter.  Den CP "La-Vesima" in einer Talsenke an der 'Via Aurelia' vor Deivia-Marina finden wir problemlos. Wir besuchen auf einem guten Fußmarsch den Ort, der eigentlich nichts besonderes hat. 

Montag, 27. März  Die Nacht war kühl hier oben, es sind am Morgen 6C und unsere Womo-Heizung tut Ihren Dienst. Für Heute haben wir uns für Lucca entschieden. Wir müssen einige Kilometer durch enge Kurven wieder herauf um dann auf der A-11 (Mautpflichtig) zu fahren.  Die Region ist wunderschön und absolut sehenswert. Wir haben uns aber für die A-11 entschieden, weil wir nicht wieder um die Berge und Täler kurven möchten. Wir hatten verschiedene Zwischenziele in der "nördlichen Toskana" erwogen, uns dann aber doch für den direkten Weg entschieden.  

Die Sonne scheint, es läuft gut und somit sind wir sind zu 12:50Uhe am SP "Il Sergio" in Lucca. Wir waren schon einmal hier und die gute Infrastruktur ist uns bekannt. Zu 15:00Uhr konnten wir auf den SP und unseren Einstellplatz aussuchen. Mhh - da stehen wir doch fein in der Sonne und nebenan stehen Tisch und Stühle. Ist ja Platz genug. Wir haben uns eingerichtet und fahren mit den Rädern in die Stadt. Einmal wieder über die gesamte Stadtmauer die Stadt in ihrer Schönheit bestaunen. Am Dienstag sind wir nach dem Lebensmitteleinkauf wieder in die Stadt und haben uns einfach nur durch die Gassen treiben lassen. Leider gab es die schönen Schuhe nur bis Größe 42.

 

 

Der Blütenduft ist unwahrscheinlich...

 

Mittwoch, 29 März  Nach dem Frühstück auf die Fahrräder und dann dem Fluss entlag, erst in die eine Richtung, dann in die Andere.

Wir sehen die schmale Stelle, an der unser Navi uns als Abkürzung schicken wollte, nee - das ist ein Radweg mit schmaler Brücke, das hätte nicht funktioniert.  Am Schluss sind wir beim 'Coop' vorbei (herein) gekommen.  Was da in der Kühlung liegt, ist nichts für uns. Ostereier in "Riesenformat. für 99,-- EUR.

 

Zum Mittag gab es lecker: Käse, Oliven, Salat, Fladenbrot und eine kühle Erfrischung.  Zu 14:00 Uhr - Siesta ( ünnerst), so ist das Leben lebenswert...  Zu 16:30Uhr sind wir noch einmal auf die Räder und haben noch einmal die Stadt gesehen - genossen - geschlendert. Als wir zurück zum Platz kommen, sehen wir eine deutliche Zunahme der Womo-Gäste. Wir packen zusammen, denn morgen geht es weiter. Ziel: San Gimignano und Cole die Val d'Elsa     

Donnerstag, 30. März  Die Fahrt nach San Gimignano führt wieder durch eine wunderschöne toskanische Landschaft vorbei an alten Dörfern, Burgen und Städten.

   

Der Ort San Gimignano mit seinen Türmen ragt weit in's Land hinein.

    

Wir stellen unser Womo auf einen Parkplatz ca. 1,5Km außerhalb der Stadt und hoffen auf eine gute Busverbindung - schiete - der Bus ist seit einigen Minuten weg und der Nächste kommt in 40 Minuten. Pah - das gehen wir zu Fuß. Die Stadt ist eine große Festung mit Mauerring und schönen alten Gassen, Wegen und Gebäuden. Am Eingang zur Piazza dela Cisterna ist eine Eisdiele, das Joghurteis ist extrem lecker und der Becher genauso teuer wie bei uns.

   

Zu 16:30Uhr verlassen wir die Stadt und sind nicht nur von der Stadt begeistert, wir gehen zum Parkplatz - einsteigen und weiter geht's. Wir fahren weiter nach 'Calle di Val D'Elsa' und das Abenteuer beginnt...   Kurz vor dem Ort schickt uns unser Navi nach links in eine Straße mit Schotterweg. Vergleichbar mit dem Hindenburgdamm im Venn, aber wesentlich schmaler.  Mhh - nach der Wegbeschreibung des CP kann das passen, denn dort steht "schmaler Schotterweg 600 Meter zum Winzer, im Dorf Durchfahrtsbreite 2.5 Meter."  Wir fahren den Weg und es wird tatsächlich schmaler und der Weg wird schlechter - noch schlechter, an einer Betonwand am Bauernhof vorbei und es geht weiter bis - ja bis nichts mehr geht. Vor uns liegt ein zerfallenes Gebäude und der weitere Weg ist nur noch mit Allrad zu bewältigen.  Nee das wird so nichts - wir müssen ein kurzes Stück zurück setzen. Ich nehme ganz dreist aus dem Bauzaun rechts ein weiteres Element heraus und der Betonfuß muss auch weg. Jetzt haben wir auf der befahrbaren / trockenen Wiese die Möglichkeit zum Wenden. Die Vorderräder rutschen auf dem Gras-Schotter-Weg aber wir schaffen es mit sehr viel Gefühl, da wieder heraus zu kommen. Dann geht's den gleichen Weg wieder zurück. Hoffentlich fegt uns der tief hängende Ast nicht die Sat-Schüssel oder die Solar-Anlage vom Dach, immer schön den Fahrweg und die Lichte Höhe beachten. Tja - unser Navi macht ja nur "Vorschläge" denen man nicht folgen muss. Wir fahren weiter und finden den richtigen Weg zum Weingut. Auch hier Anspannung denn es geht recht ordentlich im 2.Gang die Straße herauf. Bei der Durchfahrt des Dorfes, sind zwischen Außenspiegel und Hauswand jeweils 5 cm Platz. Die Spiegel einklappen nützt nichts denn dann kannst du das ausschwenkende Fahrzeugheck nicht mehr kontrollieren. Vor Ort dann die nächste Pleite. Ein sehr unfreundlicher Mann macht uns unmissverständlich auf italienisch klar: "geschlossen". Das kann man auch anders sagen, aber vielleicht hat er es nie gelernt oder erfahren. Somit wird unser ACSI-Bordbuch wieder zu Rate gezogen und das weitere Ziel ausgesucht. Wir fahren nach Siena. (Norbert / Margarethe, wir denken oft an Euch).  Die GPS-Daten des Platzes "Camping Colleverde" hatten wir von einem britischen Womo-Ehepaar in Luca erfahren.  Der Weg ist nicht mehr weit und der CP ist gut ausgeschildert und zu finden. Wir dürfen auf der terrassierten Anlage unseren Platz aussuchen. Das Sanitär ist absolut sauber und gepflegt - empfehlenswert.  Der Tag mit seinen speziellen Abenteuern hat uns beide geschafft und wir liegen zu 21:00Uhr in den Federn.

Freitag, 31. März  Nach dem Frühstück und "Hausarbeit" (Barbara kocht lecker und ich spüle lecker) kaufen wir die Busfahrscheine zu 1,20 EUR und fahren nach Siena. 

   

Wir haben noch einmal den Dom und die Krypta besichtigt (ist für uns ja kostenfrei). Der Dom mit seinem Boden aus Marmormosaik ist sehenswert.

  

Wir lassen uns mit einem Stadtplan in der Tasche mal wieder durch die Gassen treiben. Bei "Nannini" können wir aber nicht vorbei gehen ohne eine leckere Kleinigkeit zu kaufen.

     

 

Wo kommen nur die ganzen Schulklassen her?  Den Bus der Linie-8 zu 17:00 Uhr haben wir bekommen und somit ist am Womo nur noch Kaffee kochen, Stühle raus, Füße hoch legen und RUHE angesagt. Die Kleinigkeiten von 'Nannini' sind absolut Sünde und Lecker.

Samstag, 01. April  Die Entscheidung, wohin wir weiter fahren ist nicht einfach, denn je weiter man südlich fährt desto später machen die Plätze auf. Einige am 01.April oder 14.April oder 01.Mai - wir entscheiden uns für "Marina-Grossetto", der hat am 01.April geöffnet. Als wir endlich vor dem Eingangstor stehen finden wir einen Zettel "Geöffnet ab 14.April".  Na Danke - und jetzt.  Wir fahren zum SP-Marina (Hafen) denn dort ist ein Womo-Stellplatz ganzjährig geöffnet.

Naja - viel Vertrauen haben wir nicht in die Situation. Das hier ist ein PKW-Parkplatz auf Sandboden, auf dem auch Wohnmobile geduldet sind. Wir vertreten uns die Beine am Strand und kommen nach ca. 1,5 Stunden wieder zum Womo. Ein Blick in den ACSI-Stellplatzführer und wir wissen, das wir auf der SS1 weiter fahren zum CP- "Maritima di Montalto di Castro"  ACSI = 3231. Der hat wirklich ab 01. April geöffnet und wir sind die Nr.: 1 für dieses Jahr.  Die Maremma (südliche Toskana) hat Ihren ganz eigenen Charme. Pinien und Akazien im Wechsel als Alleebäume und dahinter die sanften Hügel mit kleinen Dörfern oben auf. Auch das Sonnenlicht hat hier eine andere Farbe.

  

Ein Nachsatz zu den Straßenverhältnissen: Der Fahrbahnbelag (auch die SS1 - Via Aurelia) erinnert sehr stark an eine Asphalt-Decke mit Kopfstein-Charakter. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass sind noch Frostschäden vom Vorjahr. Du kannst nur sehr vorsichtig - vorrausschauend fahren und versuchen den Schadstellen auszuweichen. 

Wir haben uns heute entschieden: Wir fahren bis zur Region 'Rom / Latio', wechseln dann zur Ostküste und "eiern" dann wieder gen Norden. 

Sonntag, 02. April  Wir haben einen schönen Platz erhalten und stehen teilweise unter hohen Pinien. Die Südseite ist offen, so dass wir auch Sonne bekommen. Die italienischen Parzellen-Besitzer wuseln jetzt auch in ihren Wohnwagen und Vorzelten und bringen alles wieder auf Sommerfrische. Die Nacht war angenehm und am Mittag beginnt es zu regnen und der Wetterbericht hat keine sonnigen Aussichten mehr für heute. Es ist ein entspannter Tag mit laufen, lesen, planen und entspannen. 

Montag, 03. April Heute ist das Wetter besser und somit laufen wir mal durch das gesamte Dorf, kaufen noch Brot und zu 13:00Uhr sitzen wir am einsamen Sandstrand. Dazu taugen unsere klappbaren, leichten Besucherstühle und mit einem guten Buch lässt es sich lange aushalten. Es ist teilweise Sonnig, meist bedecktaber angenehm warm.           Wir haben bereits in Spanien und nun auch hier einen Vogel gehört, der auch Nachts ruft wie eine Auto-Alarmanlage.  Jeweils nach 3-5 Sekunden zwei kurze Pfeiftöne. Gesehen haben wir den Vogel nicht. Heute war eine Sendung auf WDR: "Der Süden Spaniens - Wildes Andalusien" und da haben wir den Vogel gehört und gesehen, es ist ein Widehopf. Da wären wir nie drauf gekommen.

 

Den weiteren Verlauf der Reise unter dem Link   [FR-IT 2017 Teil-2]

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Version:  05.07.2018 16:33

  oder zum Teil-2 der Reise