Heijo & Barbara's Mobilreisen

Florenz Bozen England-Fähre

Wir können

nicht verhindern,

dass wir älter werden,

aber wir können verhindern,

dass wir uns dabei langweilen.

 (unsere Heckbeschriftung)

 

2.Teil unserer Reise.

  

Dienstag, 04. April Wir haben uns für den CP "Happy Village & Camping" (ACSI = 3234) entschieden. Berechnete Fahrzeit für 95 Km ca. 1,45 Std. bei den Straßenverhältnissen. 

Von dem genannten CP ist man in ca.20 Minuten in Rom-Zentrum. Wir waren bereits vor 2 Jahren in Rom und es war ein unvergessliches Abenteuer. (Norbert / Margarethe, ihr seid wieder bei uns)  Wir möchten aber jetzt ganz andere Regionen und Punkte der Stadt kennen lernen. Mal sehen wie es wird... Unterwegs sehen wir noch sehr interessante Wohn und Geschäftshäuser...

Der CP ist von der 'SS2' sehr gut zu finden. Er liegt auf einer Anhöhe und wir fahren die schmale und dringend reparaturbedürftige Straße herauf zum CP. 

Die Dame an der Rezeption ist sehr freundlich und weist und darauf hin, das je Person / Nacht 2,- EUR 'Kurtaxe' erhoben werden.  Hää - die 'Kurtaxe' ist eine rein deutsche Erfindung zur Aufbesserung des kommunalen Budget, ist das hier auch schon bekannt.  

Mittwoch, 05. April  Am Morgen zu 10:00 Uhr bringt uns der CP-Bus kostenfrei zum Bahnhof in 'Prima Porta'. Wir kaufen 2x2 Fahrscheine und der Zug kommt in 3 Minuten. Es passt - innerhalb von 20 Minuten sind wir in 'Roma Le Flamino' nahe an der Piaza del Popolo. Heute besuchen wir keine Kirchen oder sonstige Sakralbauten. Wir haben uns mit einem Mini-Stadtplan ausgestattet ( der Romführer liegt im Regal ) und gehen zur 'spanischen Treppe'  danach ist der 'Trevi-Brunnen' zu besichtigen. Um es mit mit den Worten von Paul Imhoff zu sagen: "wir schlavanzen herum". Wir sehen etliche Punkte und Märkte auf unserer Tour, die wir bereits gesehen haben. Prada und Co lassen grüßen - Frau trägt PRADA.

   

        

Komm, lass uns doch am Fluss entlang zum Petersplatz gehen - naa gut.  Und dann: Oh nee - ne. Wir kommen zum Petersplatz und werden von allen Seiten zu einer Führung durch den Petersdom angesprochen.  Das wollen wir nicht und sehen, dass die Warteschlange vor den Kassen zum Dom bis nach links zum Vatikanpostamt herüber reicht. Ein Deutsch sprechender Scout sagt uns, dass die Wartezeit bis zur Kasse mind. zwei (2) Stunden beträgt. nee - das brauchen wir nicht. Auf dem Bild die Laterne auf der Kuppel des Petersdom. Vor Jahren bin ich die Stufen da rauf. Es sind schmale / schräge Treppen durch die Doppelschicht der Kuppel. Nichts für Leute mit Klaustrophobie aber die anschließende Aussicht über Rom ist lohnenswert.

 

Wir sehen uns die 'Engelsburg' an.  Hier beträgt die Wartezeit vor der Kasse ca. 10 Minuten und wir gekommen für 0,00 EUR unsere Eintrittskarten. Der Papst-Palast ist auch sehenswert und hat einiges zu bieten.

     

Kurz nach 5 Uhr entschließen wir uns für den Heimweg zum Bahnhof. Wir kommen zum Bahnhof und sehen, das zwei Züge in die gewünschte Richtung fahren. Wir nehmen den früheren und steigen ein. Am Bahnhof 'Prima Porta' merken wir, dass der Zug langsamer wird aber durch fährt. Unsere Gesichter gleichen dem Fragezeichen. Ein Blick auf den Streckenplan verrät uns, wir sitzen in einem 'Extra-Urbano'. Der hält nicht an jeder Haltestelle. Also müssen wir aus dem Zug und zwar so schnell als möglich. Bis zur nächsten Station vergehen 10 Minuten Fahrzeit aber wir müssen dann aus dem Zug heraus. Der Bahnhof liegt im "Nirgendwo", hat aber eine Bahnwärterin. Wir fragen auf englisch, wie wir wieder zum Bahnhof 'Prima Porta' kommen. Also, wir müssen ca. 40 Minuten warten, dann kommt der nächste Zug nach Rom. Den müssen wir nehmen bis zur nächsten Station, dort müssen wir umsteigen in den Zug "Urbano" denn der hält an jeder Haltestelle.  Was ich während der Wartezeit sehe bringt mich in meine Kindheit zurück. Auf dieser einspurigen Strecke werden die Weichen und Signale noch von Hand gestellt. 

   

Nach 30 Minuten kommt der Zug aus Rom, Die Türen der Wagen gehen auf und einige Reisende drehen sich eine Zigarette und rauchen. Die Zugführerin steigt aus und kommt zum  Bahnwärterhaus. Zieht einen kleinen Schlüssel aus der Tasche und stellt von Hand die 3 Weichen. Dann gibt es noch ein Schwätzchen zwischen den Damen und die Zeit vergeht. Einige Reisende stehen auf dem Bahnsteig und rauchen. Ohh - da kommt der Zug Richtung Rom - unser Zug. Wir winken der Bahnwärterin mit einem "tschauu" und steigen ein. Bis zur nächsten Station fahren wir mit, steigen aus und unser Zug steht auf dem gegenüber liegenden Bahnsteig. Der Zugführer steht auf dem Bahnsteig und wir vermitteln ihm, dass wir in 'Prima Porta' aussteigen müssen. Nach zwei Stationen steigen wir aus und der Zugführer schaut aus dem Fenster der Lok und ruft mit erhobenem Daumen: "tschauu ragaza". Wir gehen vom Bahnsteig die Stufen herunter und trauen unseren Augen nicht. Auf dem Brachland hinter dem Bahnhof läuft ein ausgewachsenes Wildschwein (wir haben es beide gesehen und kein Alkohol getrunken). Für heute reicht es und wir werden zu 20:00Uhr vom Camping-Bus abgeholt. Der Tag hatte seine Erlebnisse und wir sind fix und fertig.

Wir planen die Fahrt zum nächsten Tag und sehen auf dem Routenplaner, dass die Fahrt herüber zur Adriatischen Küste von hier sehr steil durch die Berge verlaufen soll.  Mhh - Somit fahren wir am Freitag ca.190 Km nach Neapel / Pompeji. Die A1 ist überwiegend Mautpflichtig und in Summe sind es schließlich 18,- EUR. Eine gute Investition, denn die Autobahn ist angenehm und materialschonend zu fahren. An der Mautstation, an der man bezahlen muss steht plötzlich hinter uns ein Rettungswagen mit Blaulicht. Wir können nicht ausweichen da wir bereits in der begrenzten Fahrspur stehen. Aber - wieso steht der Rettungswagen in der "Bar-Bezahler-Gasse"?  Hat der keine Möglichkeit, wie ein LKW ohne Standzeit hier durch zu fahren.  Nach etlichen Kilometern Strecke sind Links teilweise noch schneebedeckte Berge zu sehen und nach rechts zur Küste hin sind die Erhebungen auch recht ordentlich. Vor uns in der mittleren Spur ein Fiat-Kleinwagen. Der fährt stur 75 KmH und ich kann nicht überholen. Endlich eine Lücke und ich kann den Schleicher überholen. Nee ne - der hat sein Mob.-Phon in der Hand und palavert in aller Ruhe. Übrigens sehen wir das Telefonieren am Steuer hier wesentlich häufiger als bei uns in D.  Wie die strafrechtliche Konsequenz hier in Italien ist wissen wir nicht.  

Die mautfreie Strecke durch Neapel ist recht kribbelig aber unser Navi  zeigt frühzeitig die richtigen Abbiegespuren. Abfahrt 'Pompeji' und wir finden unmittelbar den CP "Camping Zeus". Wir sind somit direkt an den Ausgrabungsstätten und dürfen nicht links auf den PKW-Parkplatz sondern rechts zur CP-Rezeption. Der Mann in der Rezeption ist sehr professionell und ruck-zuck fahren wir mit unserem Code durch die Schranke und können uns einen Platz aussuchen. Wir stehen unter blühenden und tragenden Orangenbäumen.

Freitag, 07. April  Wir haben uns eingerichtet und gehen zu 15:00Uhr geht's zur Kasse des "Pompeji- Scarvi". Barbara kommt wieder kostenfrei hinein. Es ist schon beeindrucken, was hier in dieser Stadt um 79 v. C. geschehen ist und wie man diesen historischen Ort archäologisch freigelegt hat. Damals sind alle organischen Stoffe unter heißer / glühender Asche verbrannt und dann unter Luftabschluss konserviert. Bis heute sind noch riesige Flächen unerschlossen und bergen ihre Geheimnisse. Die Archäologen arbeiten hier bestimmt noch mehrere Generationen lang...  Hier nur einige Bilder da im Internet Hunderte Bilder zu finden sind.

   

Samstag, 08. April  Heute fahren wir mit dem Zug nach Neapel. Wir benötigen 2 x 2 Bahnkarten für 10,40 EUR und sind damit nach ca. 40 Minuten in Neapel am zentralen "Piazza Garibaldi". Wir schlendern die "Corso Umberto" entlang und biegen nach etlichen Querstraßen nach rechts in die schmaleren Wegen und Sträßchen. 

 

Hier sieht man nur noch verbeulte und schmale Autos mit fehlendem Außenspiegeln. Das eigentliche Verkehrsmittel sind hier Roller aller italienischer Marken. Fehlende Lampen und Blinker - ist doch kein Problem - man kann ihn ja hören, denn die Hupe tut's immer.         

Wir sehen auch noch einen ziemlich verschlissenen Roller, vorne steht der 3-Jährige Sohn, dann Sitzt Vater, (mit Helm) dahinter das etwa 6-Jährige Mädchen und dann Mutter. ( ja, eine 4 Personen Familie)    Wir meinen: Hier schlägt die Seele der Süditaliener, improvisiert, aber es funktioniert.  

Wir schlendern etliche Zeit durch diese Gassen und finden auch die Gasse, in der die Krippenbauer beheimatet sind.  

Nach etlichen Kilometern kommen wir zur "Piazza de Plebiscio". Es brummt und dann fahren sehr schöne zwei und drei- Räderige Dickschiffe "Honda GoldWing" im Konvoi auf den Platz. Vorher und abschließend je 3 Motorräder der Polizei mit Blaulicht und der Kreisverkehr wird gesperrt.. 

 

Wir kommen anschließend zum Hafen und tapern dann schweren Schrittes zurück zum "Piazza Garibaldi", zum Bahnhof.  

Wir warten 15 Minuten und sitzen dann im Zug zurück nach Pompeji. Am Fahrzeug angekommen, die Füße hoch, eine kühle Erfrischung und gut is für den Tag,  Sonntag ist nur "Ruhe, faul sein und Pause" angesagt. Ich muss ja auch mal wieder hier weiter schreiben. Zu Montag ist die Fahrt nach "Sorento" geplant.

Montag, 10. April Wir nehmen von Pompeji den Zug und sind von der Fahrt durch die Region begeistert. Die "einspurige" Strecke führt immer an der Küste entlang und durch Tunnel.    

Im Tunnel fährt der Zug recht langsam, geschätzt 30 KmH doch plötzlich nimmt er Fahrt auf und rast das letzte Stück der unbeleuchteten Strecke. Der Kopf-Bahnhof "Sorento" ist nach 20 Minuten Fahrzeit erreicht und wir nehmen Kurs in die Stadt. Schmale Gassen (typisch) und kleine Geschäfte mit allem was man nicht benötigt.

 

Allerdings ist die Aussicht über die Bucht grandios. Im Hintergrund über das tiefblaue Wasser erkennen wir Neapel und den Vesuv. 

Wir sind zu Mittag in einem Restaurant mit Blick über die Bucht.

  

Dienstag, 11. April  Wir haben gut geschlafen, gefrühstückt, alles Ver- und Entsorgt und fahren heute zur "Adriatischen" Küste herüber. Es sollten ca. 260 / 270 Km bis "Vieste" sein. Wir haben uns für die mautpflichtige Strecke entschieden um einigermaßen zügig durch die gebirgige Region zu kommen. Unterwegs kommt ein ca. 2Km langer Tunnel, Tempolimit 70KmH, wir fahren mit ca. 73 KmH in den schwach beleuchteten Tunnel ein und werden nach kurzer Zeit bei doppelter weißer Linie nacheinander von 3 PKW auf der Gegenspur überholt, puhh - das war knapp.

Wundere dich nicht - der Letzte Wagen fährt ohne Licht und ist nach ca. 200 Meter im Tunnel nicht mehr zu erkennen. 

   

Es läuft gut für uns und wir schaffen etliche Kilometer bis zur Abfahrt zur SS-665. Jetzt wissen wir auch was die Straßenbezeichnung "SS" bedeutet. Ganz schlicht und einfach: "Schlechte Straße". Die Straße nach Fogia und dann nach Manfredonia ist der reine Horror im Straßenzustand. Wir kommen von einer Kreuzung in die Abbiegespur zur nächsten Straße, die SS-89. Die bremsenden LKW haben den Asphalt aufgeschoben und somit etliche Wellen und Löcher hinterlassen. Wir sind natürlich ohne Vorwarnung dadurch gefahren und das Porzellan im Schrank und Besteck in der Lade haben abgehoben und sind klirrend gelandet. Aber ähnliche Bodenwellen kommen später noch unter die Räder, aber dann bin ich vorsichtiger in der Fahrweise.

 

Die anschließende Strecke nach Manfredonia ist recht unspektakulär, aber durch die Küstenregion des "Gargano" ist die Straße schmaler und führt an der Steilküste entlang. Die Steigungen und Kurven sind recht schmal und ich lasse einige Male PKW - LKW und auch Linien-Busse überholen. Durch Baumwurzeln haben sich muntere Beulen im Asphalt gebildet, die man ja umfahren kann - wenn man nicht zu schnell fährt . Mir macht die Strecke nichts aus denn ich konzentriere mich auf die Straße, den Fahrbahnzustand und die nächste Kurve, aber Barbara sitzt rechts und kann direkt herunter schauen und sieht das Meer und die Felsen 100 Meter tiefer.

Da vorne kommt unser Ziel immer näher und es ist geschafft. Durch den verschlafenen Ort "Vieste del Gargano" und 3 Km nach dem Ortsschild an der Küste entlang liegt der CP "Molinella Vacanze" ACSI = 3273. Auch hier können wir uns unseren Platz aussuchen und finden recht nette Nachbarn. Der CP liegt direkt in einer Bucht mit sehr sauberen Sandstrand und Sicht auf den Ort. Der Ort hat einen historischen Stadtkern mit einer Festung, die aber leider militärisch genutzt wird. Im Ort haben über die Hälfte der Straßen Treppenstufen, so dass wir uns auch mit unseren Fahrrädern den Weg suchen müssen.

          

Donnerstag, 13. April "Domani" sagte am Donnerstag der Mann am Marktstand. Ja gut, kommen wir am Karfreitag wieder um Gemüse zu kaufen. Wir schwingen uns am Freitag zu 10:00Uhr auf die Fahrräder und tatsächlich, am Karfreitag ist Markt mit allem was man über Ostern benötigt. Spinat, Oliven, Eier, Zwiebeln, Rotwein und Apfelsinen wandern in unseren Rucksack. Wir schlendern weiter in den Stadtkern zum Alimentari und kommen an einem Geschäft vorbei - Nudeln und Spagetti. Hier werden sie von Hand ganz frisch und in unserem Beisein gemacht. Der Teig wird ausgerollt, auf Länge geschnitten und dann zu Linguinis geschnitten. Etwas Mehl drüber gestreut und ab in die Tüte. Auch die Spinat/Ricotta - Ravioli werden mit Mehl bestreut und ab in die Tüte. Wir wissen, dass wir ein Festessen im Rucksack haben und freuen uns auf das Abendessen. Die Linguinis  - absolut Lecker mit einer Spinatsauce - mhh - und ein Glas Rotwein gehört dazu... Barbara kann kreativ kochen.

   

Die Felsenbuchten zwischen den Strandabschnitten sind recht interessant. Ein einheimischer Fischer, der seine Netze kontrolliert weist uns darauf hin, dass hier auch wilder Spargel wächst. Auch wir finden etliche Stängel, einige essen und knabbern wir sofort und einige kommen heute zu Abend in den Salat - auch lecker.   

Und wenn man über die Felsenbuchten wandert sieht man plötzlich etwas über den Boden "huschen". Jetzt ist Geduld und Ruhe beim Fotografieren angesagt - und es hat sich gelohnt. Die Tiere sind 20 - 25cm lang.

    

Bei der nächsten Wanderung über Stein und Felsen stellen wir fest, dass vor "Urzeiten" hier Baumaterial abgebaut und dann auf dem Wasserweg abtransportiert wurde. Die glatten Wände der Abbaustellen reichen alle herunter bis auf den Wasserspiegel. 

Samstag, 15.April  Zu 10:00 Uhr sind wir soweit, dass wir uns von unseren netten Nachbarn verabschieden können. Den Tipp mit dem CP gegenüber von Venedig haben wir notiert. Die geplante Fahrt heute, bis "Cupra Maritima" ca. 60Km unterhalb ANCONA. Die ersten 70/80Km der Strecke sind gut zu fahren und verlaufen durch das Naturschutzgebiet "Gargano". Eine wunderschöne hügelige Region mit unterschiedlicher Vegetation. Hier lohnt es sich, langsam und ohne Hektik durch die Kurven zu fahren. Nach jeder Biegung oder Hügel folgt eine neue Überraschung. Auch freilaufende Kühe am Straßenrand sind ganz normal. Sollten wir noch einmal hier her kommen, investieren wir einige Tage zur Erkundung dieser bezaubernden Halbinsel. 

        

Danach geht's für ca.200Km auf die mautpflichtige A-14. Die Fahrt verläuft unspektakulär und nach einem zwischenzeitlichen Einkauf bei LIDL erreichen wir an der adriatischen Küste zu 16:00Uhr den CP "Cupra Maritima" / ACSI = 3217. Wir bleiben bis Ostermontag an diesem meilenweiten Sandstrand ... Wir erhalten einen Platz direkt am Meer, müssen aber durch den Bahntunnel mit eine lichten Höhe 3,00 Meter, das passt für unser Fahrzeug.

Sonntag, 16. April (Ostern)  Wir schwingen uns zu 10:15Uhr auf die Fahrräder, fahren in die Stadt und wollen in der Stadtkirche die Ostermesse besuchen. Es ist 10:35Uhr und vor den drei offenen Kirchentüren stehen Gläubige in andächtigem Schweigen. Die 9:30Uhr Messe ist beim Schlusssegen und kurz darauf beendet. Die Kirche war "über"-voll. Wir besuchen die 11:00Uhr Messe und haben in einer Bankreihe unseren Platz gefunden. In allen Gängen stehen die Gläubigen und auch diese Messe ist voll.  Die Dame neben mir (in meinem Alter) erklärt mir etwas in italienisch. Ich gebe ihr zu verstehen: "Scusi, no palare Italiano". Sie fragt: "Ingles"?   Ich: "No Alemania".  Sie: "Ah Switzerland".  Ich: "No Germany". Sie schaut mich immer noch fragend an. Mhh - - ich sage zu ihr: "Angela Merkel".   Sie: " Ahh Alemaniee - Siee siee - vabene".  Na also, geht doch.  Hätte das mit "Martin Schulz" auch funktioniert?

Montag, 17. April In der Nacht hat es mächtig gestürmt, geregnet und ich meine auch Gewitter gehört zu haben. Das Wasser war am frühen Morgen aufgewühlt und schwappte über die vorgelagerten Wellenbrecher. Zu 10:00 Uhr sind wir abfahrbereit, rückwärts fahre ich aus dem Stellplatzweg und dann wieder durch den schmalen, 3 Meter hohen Tunnel. 

 

Wir werden heute 140 Kilometer 'mautfrei' nach Riccione fahren.  Ziel ist der CP  "Campingadria" ACSI = 3146. Den Anfang der Strecke fahren wir über die SS-soundso und kommen von einer Stadt in die Nächste. Einige Autofahrer schleichen wie die Geister und wissen anscheinend nicht, dass sie im Auto sitzen. In der Ferne das Kloster ???? 

In der Nächsten Stadt ist eine Vollsperrung wegen eines Radrennen und so weiter und so weiter. Nee - für die restliche Strecke fahren wir doch lieber die A-14 und die ist hier sehr gut ausgebaut. Mautkosten 6,60 EUR. Unterwegs erkennen wir die Burg "Albereto" auf einer Hügelkette. Die Grundzüge der Wehrburg stammt aus der Mitte des 12.Jahrhundert.  

   Ostermontag sind die Strandpromenade und angrenzende Straßen und Plätze voll Menschen. Am Dienstag reisen sehr viele Wohnmobile und Wohnwagen ab und wir fahren mit den Rädern in den Ort. Es gibt auch hier einen historischen Stadtkern. Aufgrund des Windes und der dunklen Wolken entschließen wir uns zu 13:00Uhr zur Rückfahrt zum CP. Das war gut, denn ab 13:30Uhr beginnt es zu regnen, stürmen und die See ist aufgewühlt. Es ist einfach nur "Schietwetter" und für den restlichen Tag und die Kommenden sind die Wetteraussichten nicht gut. In der Nacht hat es mächtig geregnet und man konnte hören, wie die Hagelkörner auf dem Dach zerplatzten. Das Unwetter zog in Wellen über uns hinweg und zu 04:00 - 06:00Uhr beruhigte es sich wieder. Es hatte am Morgen abgekühlt auf frische 8C.  Wir setzen uns am Mittag auf die Räder und fahren 10 Km nach Rimini, immer an der Promenade entlang. 

    Wir schlängeln uns durch Rimini und in der Innenstadt ist Markt. Naja - wir benötigen nichts und somit kommen wir zügig durch bis zum zentralen Marktplatz im historischen Zentrum mit seinem Stadttor aus dem Jahre 79 nC.

 

Das 'mondäne' Rimini mit seinem Strandleben ist in die Jahre gekommen und die Altersspuren sind deutlich sichtbar.

Donnerstag, 20. April Zu 10:00 Uhr habe ich bezahlt und mächtig Rabatt bekommen, weil - in der CP-Beschreibung steht, dass ACSI-Karteninhaber freies WiFi haben. Ich habe alles versucht, mit Notebook und Mob-Telefon, ich komme nicht an den Access-Point und IP-Adresse. Diesen Mangel habe ich gemeldet und den Fehler genau beschrieben und daraufhin den 30% Rabatt ausgehandelt (grins ).  Aber jetzt geht's los durch wunderschöne Kreisverkehre zur A-14.

Nach 41 Kilometer sind 5,60 EUR Maut fällig. Ich fahre zum bezahlen nur noch in die Spur mit der 'Hand' denn dort sitzt ein Mensch, bei den Automaten hatten wir häufiger Probleme mit den 5-EUR Scheinen.

Nach der A-14 geht es für ca. 130 Km über verschiedene SS - Straßen (immer an der Küste entlang) Richtung Venedig.

Zwischendurch halten wir wir noch bei OBI und famila. Eine Leselampe und ein 'fester' Handfeger fehlen noch und einige Lebensmittel müssen auch noch ersetzt werden. Zu 15:15 Uhr kommen wir an den CP "Camping Fusina" und wir können unseren Platz frei wählen. Dieser CP wurde uns von einem netten Nachbarn in "Molinella Vacanze" empfohlen. Und wir können nur bestätigen, dass dieser Platz sehr gepflegt ist und die Sanitärräume sauber, geheizt und gepflegt sind. Das Gebäude der Rezeption ist aus einem Architekturwettbewerb aus dem Jahre 1959 der Siegerentwurf - sehenswert. Die Information befindet sich in einem original London-Doppeldecker-Bus. Der CP ist für den Besuch der unmittelbaren Städte bestens geeignet.  Natürlich ist direkt an der Wasserkante für uns kein Platz frei aber aus der zweiten Reihe hat man immer noch direkte Sicht (durch die Womo-Fenster) über die Bucht auf die Silhouette von Venedig. Zwischendurch fahren auch schon mal große Containerschiffe und Schlepper direkt an uns vorbei in den Petrol-Hafen. 

 

In Planung ist: Zu Freitag wollen wir mit dem Wasserbus rüber nach Venedig und Samstag mit Bus / Bahn nach Padua, mal sehen was es wird...

Freitag, 21. April Mit dem Wasserbus (Anlegestelle 150Meter von der Rezeption) fahren wir zu 10:00Uhr nach Venedig rüber. Fahrpreis Rückfahrt 13,- EUR. und die Rückfahrt ist zu 17:00Uhr geplant. Mit dem Linien-Bus ist es wesentlich preiswerter, dauert aber auch wesentlich länger.

     

Eine Reparaturwerkstatt für Venezianische Gondeln.

Samstag, 22. April  Wir werden mit lauten "TuuuuUUuuuut" geweckt. Der Frachterkapitän hat anscheinend zu Ostern ein neues Spielzeug bekommen. Zu 10:30 Uhr gehen wir zum Linien-Bus und fahren nach Mestre und von dort für 15,60 EUR mit dem Zug nach Padua. Eine 3.000 Jahre alte Stadt mit historischen Wurzeln und jungen Menschen. In Padua befindet sich eine der ältesten Universitäten. In der gesamten Altstadt findet man als Straßenbelag nur kleine / runde Steine.

     

Seit über 800 Jahren ist hier Freitag, Samstag und Montag Markt. Wir versorgen uns mit Gemüse.

         

Ich wollte mit dem Wagen aus Rom hier eigentlich weg fahren, aber leider fehlte mir "nur" der Schlüssel...

In Padua schlendern wir ein wenig auf alten Erinnerungen. Wir waren vor ca. 27 oder 28 Jahren schon mal hier. Da waren unsere Kinder klein - und wir hatten weder die Zeit noch die Muße diese schönen Häuser oder Haustüren in Ruhe anzusehen, von der St. Antonius Basilika ganz zu schwiegen. Daher genießen wir es hier uns einfach treiben zu lassen - uns an den schönen Fassaden zu erfreuen und die Masken über den großen Türen zu entdecken. Die Basilika weist von innen wunderbare Wandgemälde und schöne Madonnengemälde auf - und hat auch zwei schöne Innenhöfe, Ruhe mitten in dieser geschäftigen Stadt. 

Nachsatz zu Venedig: Heute, Sonntag liegen 5 Kreuzfahrt Schiffe vor Venedig. Vier Schiffe direkt im Hafen und einer im Petrol-Hafen links neben uns. 

 

Sonntag, 23. April Wir sind zu 10:30Uhr fertig und abfahrbereit. An der Rezeption wird bezahlt und dann geht's mautfrei Richtung "Gardasee". Mit Maut ist die Strecke 141 Km in 1,45 Std. zu schaffen, ohne Maut sind es 181 Km in 2,55 Std.  Da wir aber noch tanken müssen und unsere Lebensmittel aufgefüllt werden müssen, fahren wir mautfrei. Wir finden nach einigen Kilometern eine Tankstelle mit 1,32 EUR für Diesel. Wir haben Zeit und fahren in Ruhe weiter und sehen kurz vor Padua erstmals die wolkenverhangenen Vorläufer der Alpen.    

Wir sind ja nicht erstmals auf dieser Strecke und wissen, dass hier an der Straße ein sehr großes "Centro Commerzial" ist. Wir finden AUCHAN und sind flott mit dem Einkaufswagen im Laden. Uns macht es einfach Spaß, in diesem Geschäft zu stöbern und zu kaufen.   Danach sind es nur noch einige Kilometer über die A4 bis zum SP 'Agriturismo LA VIGNA' in "Cola / Lazise". Wir sind hier 3 Kilometer vom Gardasee und 100 Meter vom Thermalbad 'Villa dei Cedri' entfernt. Der SP hat Platz für 12 Fahrzeuge und ist sauber, die Einzelflächen sind groß und es ist ruhig hier. Auch die unmittelbaren Nachbarn sind angenehm und man hat Zeit zum reden und erzählen. Wenn man mit dem Reisemobil unterwegs ist, hat man sehr viel zu erzählen.  Am Montag sind wir dann zu 15:00Uhr in der Therme und genießen das 37° / 39°C warme Wasser unter freiem Himmel. Der Boden ist mit feinem Kies ausgefüllt und an machen Stellen spürt man das wärmere Wasser und sieht auch kleine Bläschen aufsteigen. Ich habe keine Bilder in der Therme gemacht, daher schau auf den obigen Link.

Dienstag: Ganz in der Nähe gibt es einen Gärtner, den wir auch nicht erstmals besuchen. Wir sind mit dem Rad hin gefahren, daher ist die "Ausbeute" begrenzt.

Am Dienstag sind wir mit dem Rad nach "Busolengo" gefahren, denn in unserer Straßenkarte der Region war ein handschriftlicher Vermerk zu einer weiteren Gärtnerei. Also - wir haben sie gefunden und sind begeistert von "Flover SRL" an der Via Pastrengo. Die Fläche und das Angebot sind kaum zu überschauen und wir entschließen uns, auf der Rückfahrt noch einmal mit dem Fahrzeug hier her zu kommen. Wir haben da so eine Idee - - -. Auf dem Rückweg fahren wir nach Lazise, zum Gardasee und genießen die Zeit an der Uferpromenade. Heute ist in Italien ein Feiertag und der Ort ist einfach nur voll Menschen. Wir kaufen eine neue Tischdecke für den "Außen"-Tisch und bei der Rückkehr am SP wird sie sofort aufgelegt. Mh - sieht gut aus und passt auch in den Maßen.

Mittwoch, 26. April Es regnet 'Bindfäden' und wir haben beschlossen, nach Bardolino direkt an den See zu wechseln. 11:00 Uhr haben wir bezahlt und fahren auf indirektem Weg nach Lazise und dann am Ufer weiter. Das Wetter soll kurzfristig nicht besser werden und somit haben wir am See doch etwas mehr Möglichkeiten.  Mal sehen was wird...   Wir sind im Regen am CP "Serenella" in Bardolino angekommen, buchen für 3 Nächte und fahren an unserem zugewiesenen Platz erst die Markise komplett aus. Somit haben wenigstens eine regenfreie Fläche vor der Tür. Wir haben Zeit zum lesen denn es regnet, regnet und regnet.  

Donnerstag, 27. April Es regnet nicht mehr und somit haben wir am Vormittag den Wochenmarkt in Bardolino auf dem Plan. An der gesamten Uferpromenade stehen die Marktstände (zweireihig) und wir benötigen 2 Std. um einmal komplett durch zu kommen. Zu 16:00Uhr beginnt es wieder zu regnen aber wir ziehen uns wetterfest an und gehen zum Ort 'Garda'. Auch ein netter Ort, den ich aber im Sommer niemals besuchen würde.    Übrigens: Schon jetzt sind hier die CP recht voll ( > 80% ) und wer im Sommer nicht reserviert, übernachtet irgendwo auf der Straße... Wer also leichtsinnig (nicht informiert) ist und sich im Sommer ein Wohnmobil leiht um mit Familie am Gardasee seinen kostbaren Urlaub zu verbringen. Mhh - das wird  einfach nur ein Reinfall.

Soo - mal sehen wie das Wetter am Freitag ist... 

Freitag, 28. April  In 'Garda' ist Wochenmarkt und wir gehen dem frischen Wind entgegen. Es sind nicht nur Textilien, Kleidung und sonstige "Rumstehchen" im Angebot sondern auch Lebensmittel. Wir geben nicht zu viel Geld aus und nach Mittag beginnt es leicht zu regnen. Auf dem Rückweg werden wir doch noch nass und wir legen einen Schritt zu. Am CP angekommen gibt es Wein, Brot, Käse, Oliven und sonstige Kleinigkeiten vom Markt, die eigentlich nur hier schmecken. Der Regen lässt allmählich nach und wir fahren mit den Rädern nach Bardolino. Zum Abend wurde alles verpackt, damit wir am Samstag hier zügig weg kommen.

Samstag, 29. April  Wir fahren einige Kilometer zurück zur Gärtnerei 'FLOVER.IT' in Bursolengo.  

Großpflanzen passen nicht mehr in unser Fahrzeug und somit beschränken wir uns auf drei Kleinpflanzen. Dann geht's erst zur Tankstelle, für 1,32 EUR wird der Dieseltank nachgefüllt, und dann auf die Strecke Richtung "Brenner". Da wir eine sehr schlechte Internetverbindung hatten, wurden wir telefonisch von unserem Sohn über den Straßenzustand informiert. Alles gut und schneefrei auf der Straße. Auf der Strecke kurz hinter Bozen mussten wir uns an einer Baustelle vorbei quälen aber in Richtung Süden hatte es zwei mal richtig gekracht.       

Es ging nichts mehr und dieser Stau war wesentlich länger. Auf der A22 zahlen wir 15,70 EUR Maut auf italienischer Seite.  Dann noch einmal 9,80 EUR für das österreichische 10 Tage-'Pickerl' Ab 800 Meter Höhe hatten wir neben der Strecke schöne Schneefelder auf den Wiesen. Ab 1.200 Meter lag der geräumte Schnee am Autobahnrand und das salzige Schmelzwasser lief diagonal über die Fahrbahn. Wir erfahren im Nachhinein, dass in der vergangenen Woche die Brenner-Autobahn an einigen Tagen für etliche Stunden gesperrt wurde.

     

Nach der Mautstation für die Europa-Brücke stieg die Außentemperatur von 6°C allmählich wieder an und wir hatten 9,00 EUR Brückenmaut an die ASFINAG gezahlt. Vor der scharfen Kehre zur Brücke haben wir uns ganz demütig in die LKW-Kette eingereiht und die Brücke passiert. Innsbruck kommt in Sicht und es läuft zügig. Die deutsche Maut wird kommen, ich habe auch nichts dagegen dass dann die Österreicher bei uns für die Passage zahlen dürfen. Wir haben 18,80 EUR für gut 2 Stunden Durchfahrt bezahlt.

   

Unser Tagesziel war aus der Historie entstanden. Vor über 40 Jahren waren wir mit meinen Eltern in Miesbach und im 'Winkelstüberl' bei dem Ort Fischbachau. Somit war zu 16:30 Uhr ein typisch großes Stück Torte und Kaffee angesagt. Anschließend zeigt unser Navi einen Stellplatz in Fischbachau an einem Restaurant. Der Platz ist gut, mit Stromversorgung und recht preiswert. In den Wiesenecken und Waldrändern liegt noch Schnee und somit wird es in dieser Nacht 'knackig' kalt werden. 

 

Am Sonntagmorgen um 07:00Uhr hatten wir Raureif auf dem Fahrzeug und Eis auf der Wasserpfütze nebenan. Die Womo-Heizung tat ihren Dienst und wir konnten später in angenehmer Wärme frühstücken. Die Dorfkirche schlägt jede Viertel-Stunde die Zeit mit entspr. Glockenschlägen, man gewöhnt sich schnell daran.

Sonntag, 30. April  Ich habe mich beim Wirt des Restaurant verabschiedet und wir fahren nach Bad Aibling. An der Therme ist ein Stellplatz, den wir anfahren. Es sind noch zwei Plätze frei und wir richten uns ein. Das Stromkabel stecke ich an der Stromsäule ein ohne es am Fahrzeug an zu schließen. Die Sonne liefert Strom. Nachdem wir die Orthofer's angerufen haben, fahren wir mit den Rädern die genannten 15 Km nach Westerham. Es geht erst an der Bahnlinie entlang und dann an der Mangfall weiter. Bei Peter und Petra gab es ein großes Hallo auf der sonnigen Terrasse. Der Blick auf die schneebedeckten Berge war für uns schon was Besonderes.

  

Am Abend werden wir von Lisa mit dem Auto zurück zum Stellplatz gefahren, so dass wir am Montag, 1.Mai mit dem Wohnmobil zu Orthofer's fahren. Die Einfahrt zum Hof ist breit genug, so dass wir dort heute Nacht stehen können. Wir hatten uns zu ca. 10:00Uhr verabredet um dann gemeinsam nach Feldolling zum "Maibaum aufstellen" zu gehen. Bei schönem, sonnigem Wetter genießen wir die Atmosphäre und das für uns neue Erlebnis.  

Der Nachmittag und Abend verging mit reden und lachen. Mal ernst, mal lustig und immer kurzweilig. Am Abend gab es selbstgemachte Bärlauchknödel mit grünem Spargel, so dass wir zu späterer Stunde schnell "zuhause" im eigenen Bett waren.  

Dienstag, 2.Mai Barbara und Petra stellten beim gemeinsamen Frühstück fest, dass sie beide nicht gut geschlafen hatten (zuviel Kopfsalat). Gut gestärkt machten wir uns dann auf nach Kolbermoor zur "Camping-Berger Filiale". Etwas Geld haben wir da gelassen, aber es hielt sich in Grenzen. Bei Edeka noch einige Lebensmittel erstanden und dann die ca. 80 Km Autobahnstrecke nach Erding.

Peter hatte uns die Therme in Erding empfohlen und er sollte Recht behalten.  Wir haben uns im Navi diesen "Wohnmobilpark Erding" ausgesucht um die Weltweit größte Therme zu besuchen.

   Für vier Stunden genießen wir die Wärme in dieser riesigen Anlage. Thermalwasser aus 1.300 Meter Tiefe mit Düsen, Strudel, Solebecken, Schwefelbecken (42ºC) , Jungbrunnen, Vitalbecken und dann für jeden eine Liege zum entspannen. Es sind 26 Saunen, 26 Rutschen und auch ein Wellenbad im Angebot.  In der Nacht haben wir sehr gut geschlafen.  Am Mittwoch, 3.Mai nach dem Frühstück mit frischen Brötchen aus der Thermen-Bäckerei fahren wir zeitig mit dem Linienbus in den Ort. Schöne Stadt-Häuser mit gemalten Fassaden wechseln mit Giebelhäusern ab. Im "Gewandhaus" geben wir dann doch etwas mehr Geld aus. Zu 15:00 Uhr sind wir dann wieder auf dem SP um in der Sonne die Pause zu genießen. Zu 16:00Uhr geht es noch einmal in die Therme. Es sind 26 Saunen mit unterschiedlicher Temperaturen in Betrieb. Ich habe in der zur Verfügung stehenden Zeit vier Saunen besucht. Ohne Orientierungsplan verläuft man sich auf den zwei Etagen. Aber das Beste war die 110°C (Einhundertzehn Grad) Sauna und dann in den riesigen Wasserfall mit daumendicken Wasserstrahlen - brrr - einfach Klasse. Barbara war in der Zeit in der Therme und hat hier ihr Wohlsein gefunden. Nach dem Abendessen und Glas Wein haben wir geschlafen wie ein Stein.   

Donnerstag, 4.Mai Wir fahren heute weiter nach "Bad Königshofen" in Franken um wieder an einer Therme einen SP zu finden.

Die FrankenTherme ist, in Relation zu Erding, einfach nur winzig aber überschaubar. Der SP kostet 11,00 EUR und ist sehr gut angelegt. Das Sanitärgebäude ist das Beste, was wir bisher gesehen haben. Es ist alles notwendige vorhanden incl. Waschmaschine und Trockner. Jedes Wohnmobil bekommt einen Schlüssel und kann sich auf die absolute Sauberkeit der Einrichtung verlassen. Hier bleiben wir bis Sonntag und dann fahren wir zurück in unseren Heimatort.    

Freitag, 5.Mai Die Nacht war angenehm und wir haben gut geschlafen bis - ja bis der Bäcker mit seinem Lieferwagen laut hupt. Wie angekündigt kommt der Bäcker täglich ( auch Sonntags) mit Glockenschlag  Acht Uhr. Somit stand einem gemütlichen Frühstück nichts mehr im Wege.  In der Broschüre zur Therme finden wir auch eine interessante Adresse zum Thema: "Sitzfelle nach Maß für Wohnmobile" von  H.Dittrich in Kleineibstadt. Ich hatte diese Adresse bereits vor einigen Monaten im Internet gesehen, aber jetzt konnten wir mit dem Fahrrad die 8 Km zur Werkstatt fahren. Ein lohnenswerter Weg an der schönen "Fränkischen Saale" entlang. In diesem Bach darf der Biber noch kräftig arbeiten und hinterlässt deutliche Spuren an den Bäumen.  Zu 15:00Uhr war noch einmal Therme angesagt. Zwei stunden sind ausreichend und dann mit den Fahrrädern in die Stadt. Ich finde einen Laden "Eisenwaren & Baubeschläge" und muss da unbedingt herein. Das Warenangebot kann nicht mit jedem Baumarkt mithalten, aber die Preise sind unschlagbar. Stabiles Gartengerät und Spezialzange wechseln den Besitzer.

Samstag, 6.Mai Heute ist 'gammeln' angesagt. Wir finden im Ort den EDEKA-Markt und decken uns mit einigen Lebensmitteln ein. Danach in der Sonne sitzen und lesen. Zu 16;00Uhr hatte sich Herr Dittrich an unserem SP angesagt um mit einigen Lammfell-Farbmustern unseren Kaufentscheid zu bestärken. Ja - das machen wir - und die maßgefertigten Sitzbezüge werden noch im Mai geliefert. Wir sitzen noch einige Zeit draußen und genießen die Sonnenstrahlen, doch dann wird es Zeit alles für den letzten Teil der Strecke zu verpacken.  

Somit sind wir am Sonntag, 7. Mai  zu 16:00Uhr "knitterfrei für Mensch und Maschine" wieder zuhause. Unsere beiden Katzen schauen nur kurz und sind verschwunden: "wer ist das, was wollen die fremden Menschen hier in unserer Behausung"?? 

Fazit der Reise:  Wir haben sehr viel gesehen, sind voll positiver Eindrücke und Erlebnisse. Haben auch die Fahrweise mancher italienischen Verkehrsteilnehmer kennen gelernt (hupen geht immer). Wir haben aber auch für uns festgestellt, Italien ist etwas für eine ausgiebige Herbst-Tour denn etliche Plätze für Wohnmobile öffnen erst sehr spät in der Vorsaison.

Fahrstrecke: 5.210 Kilometer, dafür wurden 85,3 Stunden Fahrzeit benötigt, mit einem Durchschnittsverbrauch von 9,4 Liter Diesel. (;-)

Dieselpreis in Italien: 1,304  bis 1,395

Die Reifen der Vorderräder haben (vor dem Gesetz) noch genug Profiltiefe aber bei >60.000Km ist ein Wechsel bei "KFZ-Sennholz" fällig. No risk ...

 

 

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Version: 09.05.2017  20:15h

  Teil-1 der Reise