Heijo & Barbara's Mobilreisen

Florenz Bozen England-Fähre

Wir können

nicht verhindern,

dass wir älter werden,

aber wir können verhindern,

dass wir uns dabei langweilen.

 (unsere Heckbeschriftung)

 

 

 2.Teil der FR-ES  Reise 2016

 

Geplante Reise: Mitte März bis Pfingsten 2016

Der Winter ist immer zu lang, selbst wenn er kein Winter, bestenfalls ein unterentwickelter Frühling ist. Dieser Winter war so ein Kümmerling, der den Wintersportlern jenes Wasser in die Augen trieb, das den Acker-Bauern zeitweise auch Sorgen bereitete. Uns war dieser Winter ganz recht; es ist ja auch mal schön, Schneeschaufel und Streusalz unbenutzt wieder zurückzustellen.  In den Wintermonaten wurde bei nassem Wetter die Womo-Heizung eingeschaltet um den Innenraum mal wieder zu erwärmen und zu lüften.  Dank an Günter - KFZ-Sennholz, dass ich eine spanische Gasflasche  ausleihen darf.  Übrigens: am 19.05.2016 ist wieder Womo-Stammtisch. 

Am Montag, 14. März geht's endlich wieder los. Der eigene Kopf wurde vorher gepflegt - "Haare kurz" und die medizinische Notfallration überprüft..       Auf der Karte findest du unsere Tour (fast Mautfrei) in einem PDF-File.

Kartenausschnitte aus GOOGLE-Maps -  - -  weiterer Hinweis: ich werde in diesem Bericht keinen Link zu besuchten SP oder CP setzen.

öffnet die Übersicht als PDF-File

Es ist 14:00h und wir starten Richtung Trier. Die A1 entlang ist eigentlich unspektakulär, in der Eifel lag bei 6C in den Ecken noch Schnee. Zu 18:00h standen wir auf dem TREVIRIS-SP an der Mosel. Die Nacht war kalt und wir bezahlen am Morgen 8,- Standgebühr und 1,40 € für Strom und sind zu 10:00h wieder auf der Strecke - Luxemburg. Die Stadtbesichtigung "Trier" haben wir uns bei den Temperaturen nicht gegönnt. In Luxemburg an der "zweiten" Tankstelle für 0,88€ Diesel bunkern und weiter nach "Troyes". Die Nebenstrecken sind landschaftlich wunderschön und gut zu fahren. In Troyes hatte ich einen stadtnahen Stellplatz geplant, aber hier war an Übernachtung nicht zu denken. Die Reste des Volksfestes auf dem großen Platz wurden noch abgebaut und wir sind geflüchtet. Wir sind noch 25Km durch die Champagne gefahren und haben einen kleinen Platz bei einem Winzer "Pascal Walczak" gefunden. Strom & Wasser kostenfrei vorhanden und wir wurden auch noch zu einer kleinen Champagner-Verkostung eingeladen. Wir hatten danach eine schöne Bettschwere und lagen zu 22:00h in den Federn.  Die Nacht war mit 3C wieder sehr kalt, aber im Womo hatten wir es schön muckelig. 

Mittwoch, 16. März: Auf dem Weg nach AUXERRE sind wir begeistert von der Region und den kleinen verschlafenen Dörfern.    

Ach - übrigens - wir haben uns an der Loire auch ein kleines Schloss gekauft...  fahre mit dem Cursor über das Bild.   

Die Route führte uns auch durch den Ort "Chablis".   Alle Hügel und Täler sind mit Rebstöcken bewachsen - ein riesiges Anbaugebiet. Kurzer Aufenthalt in dem Ort "Bonny sur Loire". Grauwasser auf dem einsamen Stellplatz entsorgen (alles Andere ist noch in Winterstarre) und dann an der Loire entlang nach "Gien". Der Campingplatz liegt an der gegenüberliegenden Seite des Ortes und ist über eine alte Steinbrücke zu erreichen.

        Wir nehmen den Stellplatz Nr.77 auf dem CP in Gien  mit Blick auf den historischen Ort mit Kirche und Schloss. Nach einer kurzen Mittagspause machen wir uns auf, die Stadt zu besichtigen. Es ist verflixt windig und nicht unbedingt warm. Der Ort ist berühmt für seine Fayencen im typischen Blau. Wir besichtigen den "Werksverkauf", müssen uns aber gewaltig zusammen reißen.  Bei "Leclerc" haben wir uns mit den notwendigen Lebensmitteln versorgt und sind rauf zum Schloss gelaufen. Die Fotoausstellung zum Krieg-1945  - aus französischer Sicht-  war sehr beeindruckend und ein Eindruck der Realität.      Hinweis: wir sind im Okt.2016 wieder auf dem CP weil...

Donnerstag, 17.März: Zu 10:00h verlassen wir den Platz bei strahlendem Sonnenschein Richtung "Orleans"  -67Km auf der 952. Es läuft zügig bis "Germigny des Pres". Eine alte Abtei aus dem 9.Jahrhundert, der Bau erinnert an den Dom zu Aachen. Es soll der gleiche Architekt gewesen sein...

          

Wir bekamen die Information, dass in der Krypta der alten Klosterkirche in "Fleury" zu 12:00h eine Messe mit gregorianischen Gesängen  sein soll. Wir haben uns einfach mal darauf eingelassen und die Messe besucht, das war schon interessant - muss aber nicht wöchentlich wiederholt werden.  Dann nach Orleans - mitten auf dem Grünstreifen einer zweispurigen Strasse war der stadtnahe Parkplatz eingerichtet.

  

    

Die Kathedrale und die Rue Jan D'Arc waren durchaus sehenswert und dann noch das Haus, in dem sie gewohnt hat. Durch die Altstadt mit seinen malerischen Gässchen und alten Häusern bekommt man einen Eindruck vom Mittelalter. Wir dürfen auf dem Stadtnahen Parkplatz übernachten. Da wir aber am Morgen nicht mit dem Hintergrundrauschen der erwachenden Stadt geweckt werden möchten, entschließen wir uns für "Meung". Unterwegs wieder ein Schloß, Abtei, Landsitz und noch ein Schlösschen. Der Stellplatz in dem Loire-Dorf ist kostenfrei und hat -außer Ruhe- nichts zu bieten.

         

Das schöne dominante Schloss im Dorf ist in Privat-Besitz und im März nicht zu besichtigen, gut, schlendern wir durch das Dorf und sehen uns um. 

Freitag, 18. März: Die Nacht war wieder kalt -Außentemperatur 3,5C - aber wir wurden von der Sonne geweckt. Unser heutiges Ziel ist das Schloss "Chambourd". Wir fahren durch eine Toreinfahrt einer endlos scheinenden Mauer auf einer Straße durch den Wald, wir dürfen 70KmH fahren und der Weg nimmt kein Ende. Da hinten kommt eine Wegbiegung und gibt den Blick auf ein gewaltiges Schloss frei.

    

Auf dem Parkplatz am Schloss stehen auch 3 Wohnmobile und wir stellen uns dazu. Die Parkgebühr 4,- € entfällt bei Schlossbesichtigung  -gut, das sollte auch drin sein. Wir machen uns auf den kurzen Weg zu dieser gewaltigen Schlossanlage und sind überwältigt. Die ehemaligen Gärten sind durch unbegrenzte Rasenflächen ersetzt. Wir nähern uns dem Schlosseingang und werden von der Security überprüft. An der Kasse dann eine freudige Überraschung - für Menschen mit GDB-Bescheinigung ist der Eintritt frei, ebenso für eine Begleitung (grins) 22,- und 4,-€ Parkgebühr gespart. Der AudioGuide in Form eines Tablet-PC  (8,- €) ist absolut zu empfehlen, da man hier beliebig lesen oder in einer Zeitreise die Räume in historischem Zustand  besichtigen kann.

        

Die berühmte, zweiläufige Wendeltreppe war eine architektonische Meisterleistung. In fast jedem Raum brannte ein mannshoher Kamin, denn es war  in dem Gemäuer einfach kalt.  Die Schlossanlage war nicht "Touristenverseucht" und schulpflichtige Lehrer mit ihrer Meute waren auch nicht anwesend, trotzdem dauert die Besichtigung gut 3 Stunden. 

Weiter geht's nach "Blois", zum Schloss. Leider war hier kein Parkplatz zu finden und der Womo-Stellplatz liegt gut 3Km vor der Stadt. Schade - also weiter nach Cheverny. Hier war der Parkraum ausreichend und wir konnten dieses Schloss-Juwel besichtigen. Auch hier ist für die GDB-Bescheinigung der Eintritt frei. Die Inneneinrichtung ist absolut gepflegt und mit kleinen "jahreszeitlichen" Dekorationen hergerichtet.

         

Das Jagd-Schloss ist in Privatbesitz und der rechte Flügel ist vom Besitzer bewohnt.   Berühmt ist das Jagd-Schloss durch seine Hetzjagden mit über achtzig großen Jagdhunden - alles französische Bracken.An der Loire sollte man nur eine eng begrenzte Anzahl Schlösser besichtigen, sonst weiß man nachher nicht mehr was man hier und da gesehen hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter geht's nach "Chateroux", vorbei an kleinen Herrenhäusern und Schlösschen.

 

Die Kilometerlangen und schnurgeraden Straßen sind vor 400 Jahren als Kutschwege entstanden, dann hat jemand den Weg befestigt, Asphalt darauf gezogen und irgendwann eine weiße Markierung aufgetragen. Wir stehen heute Nacht in einem kleinen Dorf an einem Weiher. Strom ist vorhanden, Wasser ist noch abgestellt.

Samstag,19. März: Die Nacht war nicht ganz so kalt, wie die Vorherige. Es waren 4,5C Außentemperatur. Heutiges Ziel ist "Montauban" als Zwischenstation. Die Entfernung ca. 330Km und wir entscheiden uns für die Autobahn. Die letzten 120Km sind Gebührenpflichtig aber um das "Gegurke" durch die Dörfer zu vermeiden rollen wir stressfreien über die Bahn und die 20,-€ Autobahnmaut sind zu verschmerzen. Wir sparen ja auch ca. 50 Km Strecke und eine Stunde Fahrtzeit. Am Nachmittag erst zu Leclerc um Lebensmittel zu bunkern, ein Fläschchen Rotwein darf  auch dabei sein. Der Stellplatz liegt in einer ehemaligen heruntergekommenen Gärtnerei und wir stehen "noch" alleine. Zu 18:00h kommen weitere Wohnmobile und wir stehen zu einem Franzosen auf "Kuschelkurs", Abstand unter einem Meter. Zum Abendessen ein Glas Rotwein und dann die Augen zu und Ruhe, was soll man auch für 5,-€ erwarten.

Sonntag, 20. März: Es hat in der Nacht geregnet und nachdem wir in Ruhe gefrühstückt haben machen wir uns über Landstraßen auf in Richtung "Carcassone". Die Strecke ist gut zu fahren und auch die Platanen-Alleen sind sehenswert.  Der geplante CP in 5,7 Km Entfernung zu Carcassone ist wieder erwartet doch noch geschlossen. Es wäre auch etwas weit in den Ort und das Wetter ist nicht einladend. Also, Fahrzeug  wenden - und zum Parkplatz P3 ( für Womo's und Busse) und von dort den kurzen Fußweg in die Festungsstadt.  Der außergewöhnliche Ort mit seinen historischen Gebäuden ist beeindruckend. Auch die doppelte Festungsmauer ist mit 5 Meter Zwischenabstand für damalige Verhältnisse unüberwindbar.  Weniger schön ist der grenzenlose Kommerz, aber das ist ja hier die einzige Wirtschaftskraft. Es nieselt, es ist ungemütlich und wir lassen uns durch den Ort treiben.  Als wir meinten, alles gesehen zu haben blieb bei 'den' Parkgebühren nur die Weiterfahrt.  Hinweis für nachfolgende Besucher: Die Parkgebühren betragen 1,- € je 45 Minuten !!  

      

Wir fahren ca. 80 Km nach "Elne" in der Region St.Cyprien.  Die Rezeption des CP ist geschlossen, aber es klebt ein Hinweis zu einer Telefonnummer in der Scheibe. Wir wollen anrufen, aber welche Vorwahl hat Frankreich?  Gut, unter +33 und der genannten Telefonnummer meldet sich eine freundliche Dame und teilt uns den Zugangscode zum öffnen der Schranke mit. Alles Weitere können wir morgen regeln. Also geht für uns die Schranke auf und wir richten uns neben drei weiteren Wohnmobilen ein. Der CP öffnet regulär erst in der nächsten Woche aber Strom und Wasser ist vorhanden und das Sanitärgebäude ist absolut Ok - und vor allem warm!!  Beim Frühstück am nächsten Morgen haben wir ernsthaft überlegt, hier einen weiteren Ruhetag einzulegen. Nach Studium der Straßenkarte und stöbern im ACSI-Führer wurde beschlossen, nach "Gava" zu fahren. 

Montag, 21. März: Die Strecke ist im Navi ohne Autobahn eingestellt und durch die Randgebiete der Pyrenäen schön zu fahren. Nach der spanischen Grenze kostet der Diesel wieder 1,01€ , den Preis sind wir gewöhnt.  Der Ort "Gava" liegt kurz hinter Barcelona und der **** Platz nennt sich "3 Estellas". Für die Stadtbesichtigung sehr gut gelegen und mit Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe. (Linie 94 und 95 im 30 Min. Takt für 2,15€ ). Wir buchen 2 Übernachtungen und können uns den Stellplatz direkt am Strand aussuchen.  Mhh - das durften vor uns schon Einige, aber wir haben Glück und bekommen den äußeren Eckplatz. Nach dem alles eingerichtet ist, die Stühle -erstmalig- draußen stehen, lassen wir den heutigen Tag mit einem guten Glas und "Bütterken" in Ruhe ausklingen. Noch ein Strandspaziergang in der Sonne - "nää wat schöön" versinkt die Sonne blutrot. Morgen fahren wir mit dem Bus nach Barcelona - gutes Schuhwerk ist Pflicht - aber jetzt erst einmal Ruhe.

Dienstag, 22. März: Zu 10:00h sitzen wir im Bus nach Barcelona. Nach 30 Min. aussteigen am Placa-Espana und unmittelbar mit einem Stadtpan ausstatten. Jetzt lasse ich nur noch Bilder sprechen...

   

             

   

Zu 18:00h haben wir in der Nähe des Placa-Espana den "Bus 94" genommen,  puhh - Laufen war nach der Stadt-Tour nicht mehr möglich. Endlich am CP angekommen und nur noch die Füße hoch.

Mittwoch, 23. März: Zu 10:00h alles wieder verstaut, und weiter gehts', Richtung "Peniscola".  Unterwegs wurden noch Lebensmittel-Kleinigkeiten gekauft, Diesel tanken und die spanische Gasflasche wird gegen eine Volle getauscht. Die Gasflasche kostet 10,68 € - das ist nur die Hälfte zum Deutschen Preis...  Wir möchten nicht mehr über die Dörfer fahren und wechseln auf die AP7, nach 130 Km waren 13,- € Maut fällig.  In Peniscola hatten wir den "Stop-Go Stellplatz" geplant, aber leider war am Tor ein Schild "Wir sind voll" Mhh - wir fahren die enge Straße weiter und finden einen weiteren Stellplatz "VIZMAR".  Auf dem Weg zur Rezeption stelle ich fest, dass im anderen Teil ein ausgewachsener CP vorhanden ist. Na Hallo - da fahren wir doch mal eben rüber und rangieren gaaanz vorsichtig durch die eng stehenden Platanen. Fast hätte ich mir bei einem Ast die Sat-Schüssel abrasiert, aber - puuhh alles gut gegangen. Wir haben einen schönen Platz gefunden, angenehme Nachbarn, und beschließen über Ostern, bis Dienstag, den 29.03. zu bleiben. Unser Nachbar zur Rechten (ein älterer Herr) ging ganz flott mit einem vollen Wassereimer vorbei und nach 2 Minuten kam er schon wieder vorbrei. Wir kommen in's Gespräch und er sagt, dass er schon 91 (einundneunzig) Jahre alt ist - das ist ein jung gebliebener Senior. Er bekommt schon seit 30 Jahren Rente, ist seit 67 Jahren verheiratet und hat Europa mit seiner Frau im Wohnmobil bereist... "Kompliment".

Mal sehen was der Ort in den nächsten Tagen so her gibt... 

Der Ort mit seinem Kastell und dem historischen, verwinkelten Gassen ist durchaus sehenswert. Wir lassen und durch die Altstadt treiben und sehen einsame Gassen und direkt daneben Kommerz zum weglaufen. Natürlich wissen das auch die Spanier und somit ist am Karfreitag alles auf den Beinen oder in den Restaurants. Die lange Strandpromenade lässt sich für uns am besten mit dem Fahrrad besuchen. Die Bausünden und Hoteltürme der Sechziger / Siebziger -Jahre sind hier nicht ganz so drastisch wie in anderen Küstenstädten. Aber eine Beurteilung steht uns nicht zu. 

      

Und am Ostersonntag trauen wir unseren Augen und Ohren nicht. Auf dem CP wird um 11:00h direkt gegenüber von unserem Platz gewerkelt. Der eine Mann flext die Metallstangen auf Länge und der andere schweißt was die Elektroden hergeben. Die Männer bauen aus Metallstangen einen Pavillon und kennen in der Lautstärke kein Erbarmen...  Also - auf die Fahrräder und weg hier.

  

Dienstag, 29. März: Wir hatten bis heute gebucht und sind nach dem Frühstück eben zu unseren Nachbarn rüber um uns zu verabschieden. Der ältere Herr half noch, damit wir "knitterfrei" an den Ästen der Platanen vorbeikommen und dann sind wir zu 10:30h wieder unterwegs. Das Ziel "Calpe", hier gibt es zwei SP (SP = Stellplatz) die wir vom letzten Jahr kennen. Die Fahrt von 320Km ist relativ harmlos und wird nur zum Ende, kurz vor Calpe recht kurvig. Hmm - im letzten Jahr sind wir 2 Abfahrten später zum Ort herein gefahren und das war wesentlich gemütlicher.  Der geplante SP hatte das Tor geschlossen und war voll. Also auf zum Zweiten, auch hier der Hinweis "wir sind voll". Also kommt jetzt Plan-B zum Zuge - 12Km weiter nach "Altea".  Die zwei SP in Altea fahren wir erst gar nicht an, sondern direkt zum CP "Cap-Blanche". Unterwegs können wir einen Blick auf einen SP in Altea werfen - der ist voll wie eine Sardinenbüchse. Zu 16:20h stehen wir vor der Rezeption und checken ein. Die Damen sind sehr freundlich und geben mir den CP-Plan auf dem die freien Plätze markiert sind. Wir schauen und fahren schluss-endlich auf den Platz 57, der direkt vor der Tür von einer Hecke eingegrenzt wird. Alles eingerichtet - und dann Kaffee getrunken.

Um uns herum Langzeitgäste die jetzt beginnen die Zelte abzubauen um nach Hause zu fahren. Nach 6 Monaten hat sich hier natürlich auch viel angesammelt.......

Mittwoch, 30. März: Als wir die Tür aufgemacht haben war unser Staunen groß. Die Berge zur rechten Seite lagen in tiefem Nebel - und beim beobachten konnten wir sehen wie der Nebel sich langsam auflöste und die Sonne sich in den Tag drängte. Wunderschöne Eindrücke.

  

Dann.... Kindheitserinnerungen....... es hupte ein Auto. Erster Gedanke: Milchmann...... aber es war der Bäcker mit frischem Baguette und frischen Croissants! Lecker... Das Frühstück ist gerettet. Als Heijo vom Spülen zurück-kehrt berichtet er dass vor den Sanitärgebäuden ein mobiler Frisör seine Dienste anbot. Sogar Naranjas - Apfelsinen wurden uns an den Wagen gebracht .... eine große Tasche halb voll für € 6,00. Auch der Vitaminhaushalt gerettet!!  Nach dem Frühstück unsere E-Bikes heraus.... und das sorgte für etwas Aufsehen unter den Herren in der Nachbarschaft. Technische Details wurden abgefragt und die Räder bewundert. Wir machten uns auf - erst einmal rechts herum in die Stadt - wir mussten einkaufen. Ein Lidl war gefunden und dort eingekauft. Nach der Rückkehr und Entleerung unserer Taschen - links herum an der Küste entlang und Richtung Altea-Stadt. An der Küste entlang viele Bars und Restaurants..... also verhungern und verdursten braucht hier bestimmt keiner.

 

Dann links hoch zur Altstadt. Sehr steil.. aber es hat sich gelohnt. Oben ist der alte Teil der Stadt Altea - Renaissance geprägt. Wunderschöne Gassen, kleine Läden und eine tolle Atmosphäre. Von dort war der Ausblick über die ganze Bucht einfach toll. Nach dieser Anstrengung war natürlich eine kleine Erfrischung fällig!! Zurück sind wir aber zu Fuß - Räder an der Hand - wenigstens bis unten zur Promenade. 

 

Dort war es inzwischen sehr voll - es war ja Spanische Mittagszeit - 14.00 Uhr!! Ab 17.00 Uhr ist dann flanieren entlang der Promenade angesagt mit der Überlegung wo gegessen wird. Heute hat die Sonne viel gegeben - 24° zur Mittagszeit.

Also waren auch ganz mutige Menschen im Wasser. Unser Nachbar war sogar heute morgen schwimmen..... wir haben herausgehört dass er das jeden Morgen macht. Mutig!!   Es waren hier in Altea für uns glückliche Tage.

Morgen brechen wir auch auf in Richtung "Mar Menor/La Manga". Erinnerungen????

Donnerstag, 31. März: Die Fahrt weiter zum Süden auf der N-340 lief hinter Benidorm her. Wie schon im letzten Jahr haben wir die Bausünden in Form der Hochhäuser als schlimm empfunden. Es hat etwas wie die Sky-Line von Frankfurt, nur mit anderem Klima. Unterwegs wurde wieder Diesel für 1,02€ gebunkert, so dass wir jetzt wieder gut gefüllt fahren können. Ich sollte beim Bezahlen auch zwei Magnum-Eis mitbringen. Ok - der Preis war etwas erhöht für unsere Verhältnisse, aber was tut man nicht alles. Beim Auspacken des Eis sehen wir, dass die Ware entweder schon sehr lange in der Kühltruhe lag oder zwischenzeitlich aufgetaut ist. Nee - das wollen wir nicht essen, denn die Urlaubstage müssen wir nicht auf dem P...hhh verbringen. Die Tankstelle liegt bereits einige Kilometer hinter uns, also die Verpackung ganz entfernen - Fenster auf - raus mit dem Eis. An der Straße wächst demnächst ein 'Eisbaum'.  Unterwegs hatten wir sehr oft den wunderbaren Duft der blühenden Orangenbäume in der Nase - Plantagen mit weißem Blütenschleier, so weit man sehen kann. 

       

Die berglose / flache Region vor "La Manga" ist eine riesige Salzpfanne. Das Meerwasser verdunstet in den flachen, hektargroßen Seen und zurück bleibt das Salz.

    

Wir verlassen zu 13:30h die Straße nach "La Manga" bei Ausfahrt-11 und müssen kurz über die Brücke und dann 500 Meter die Parallel-Straße zurück. Es erwartet uns ein riesiger CP mit über 1.200 Plätzen. Wir erhalten den Platz-77 im Sektor-Q. Wir werden von der Platzaufsicht zu unserem Platz begleitet, denn das hätten wir so ohne Weiteres nicht flott gefunden. Der Platz-77 ist recht nahe am Strand des Mar-Menor (dem Binnensee) und zum Sanitärgebäude ist es auch nicht weit. In jedem Sektor gibt es ein vollständig eingerichtetes und absolut sauberes / geräumiges Sanitärgebäude.

      

Nach der Einrichtung und einem obligatorischem Glas Sherry-Fino schauen wir, wie es am Strand aussieht. Am Mar-Menor kann man wirklich von Strand reden und durchaus einhundert Meter ins Wasser gehen (nicht mit blauer Hose). Hier sind die Surfer nicht unbedingt junge Burschen, sondern absolut fitte Senioren und die lassen es richtig krachen ! !  Danach sitzen wir auf den Fahrrädern und fahren auf die Landzunge von "La Manga". Wir waren vor ca. 15 Jahren mit den Kindern hier und konnten sehr oft zum Strand auf der Rechten oder Linken Seite schauen oder laufen. Die Haupt-Straße war manchmal mit Sandwehen überzogen -DAMALS-.   HEUTE: Die Straße ist 4-Spurig und die Sicht ist durch Apartment-Häuser und Hotels verbaut - wir erkennen nichts wieder. Man nähert sich durch die massenhaften Hotelbauten der Sky-Line von Benidorm.

Der Freitag  (01.April) beginnt etwas windiger aber nicht kalt, also fahren wir mit Rückenwind zum Leuchtturm in "Cabo de Palos". Das ist so ziemlich die süd-östliche Ecke von Spanien. Das tiefe Blau des Himmels ist nicht zu beschreiben, es macht einfach nur gute Laune und ein positives Lebensgefühl.

 

Der Blick vom Leuchtturm "Cabo de Palos" auf die Landzunge von "La Manga".

Samstag, 02.April: Heute heißt es Geburtstag "vierendsechzisch bisse jez", na gut, ist ja nur eine neue Zahl von Vielen...  Nach dem Frühstück gibt es "chefgepressten" Orangensaft. Die runden "Bollermänner" aus Altea sind groß wie Pampelmusen.

     

Anschließend "Auf die Räder - fertig - los"  wir fahren noch einmal auf La Manga bis zum Abschnitt KM-5 und schauen, wie wir zum Strand kommen. Anschließend noch einen weiteren Bogen durch die Region und wir beobachten die Surfer auf dem Mar-Menor vor'm Wind.

Sonntag, 03.April: Die Fahrt geht heute nur ca.160 Km weiter Richtung -Süden, Ziel ist der CP "Camping El Quinto" in Mojacar (ca. 70 Km vor Almeria). Wir entscheiden uns für die mautpflichtige AP7, da diese Strecke ca. 50Km kürzer und schneller ist. Die Mautgebühr 13,50€ werten die Streckenersparnis und stressfreies Fahren durchaus auf. Streckenweise sehen wir heute am Sonntag keinerlei Bewegung auf und neben der Strecke, wir sind alleine auf der Welt.   HALLLLOO - ist da noch jemand...

Der "Camping El Quinto" in Mojacar liegt 4-5Km vom Strand entfernt hinter den Bergen und in den Ort führt die Straße steil bergauf. Kurze Überlegung -was machen wir?- und wir entscheiden uns für den SP "Oasis al Mar" bei der Stadt Vera. Die Entscheidung war gut und richtig, denn die Infrastruktur ist hier wesentlich besser.  Auf dem SP stehen überwiegend "Dickschiffe" teilweise auf MAN-Wechsellader oder mit ACTROS- Fahrgestell.  Ein "Schweizer" bewegt einen 22Tonner "VARIO-Mobil" -in der Preisklasse von zwei Mehrfamilienhäusern-...  Wir bleiben bis Mittwoch 06.04. hier.

 

Das Wetter war noch sonnig & angenehm, aber warum der Mann einen Hut auf hat bleibt uns ein Rätsel... der sah aus wie ein Pavian.

 

Dienstag: 05.04. - in der Nacht hat es ordentlich gestürmt, der Ostfriese würde sagen "das war eine steife Briese". In der Dunkelheit wurden noch flott die Stühle und der Tisch gesichert und die Fahrräder -wegen der Standsicherheit- zusammen gebunden. Da wir gestern die strandnahen Gebäude (touristische Wohnanlagen an der Playa de Vera) und die nähere Region erkundet haben, geht's heute in den Ort Vera - ca. 4Km Entfernung. Es lohnt aber, eine Jacke anzuziehen. Der Ort ist ganz nett und auf dem Platz vor der Kirche stehen alte Bäume, die immer wieder im Laub kreisrund geschnitten wurden. Darunter lässt sich herrlich auf den Bänken sitzen und träumen (wenn die Sonne scheint).

 

Das heutige Wetter nutzen wir für: "Orangensaft - Hausputz - Fahrräder putzen - Lesen - Website schreiben - usw.".   Morgen ist das Ziel: "Ein CP, westlich von Almerimar". 

Mittwoch: 06.04.   Auf der Strecke über die A7 hat uns der Schweizer mit seinem 22Tonner "VARIO-Mobil" überholt - der war recht zackig unterwegs... Ich hatte am Vortag im Gespräch erfahren, dass der Innenausbau individuell in Eiche und die Wände in Kuhfell gefertigt wurde. "Wahnsinn", aber -  wer es hat, warum nicht ....

Wir hatten uns für den CP in Balerma entschieden, "mar azul" (wwws.campingbalerma.com).   Das Preis / Leistungs-Verhältnis passt ! Der Platz ist 2014 entstanden und wird durch eine Beschattung auch im Sommer lohnenswert sein. Nur einige Schritte über die Straße und schon ist man am Sandstrand, gut - es gibt saubere & weißere Strände, aber es ist im Rahmen der Möglichkeiten. Die zwei Sanitärgebäude sind sauber, groß genug und bieten alles was benötigt wird. Die Kosten liegen (jetzt) bei 15,- EUR incl. Strom und WiFi.  Zu 15:00h schwingen wir uns auf die Räder und fahren in das Dorf "Balerma" um noch Kleinigkeiten zu kaufen. Am Abend ist es nicht mehr unbedingt warm draußen und somit haben wir drinnen einen gemütlichen Abend. 

 

Am Donnerstag zum Frühstück liegen die schneebedeckten Berge der Sierra im wunderbarem Sonnenlicht. 

     

Wir wollen heute mit den Rädern 10Km am Strand entlang nach Almerimar. Für uns hat dieser Ort nichts besonderes, es sei denn man schwärmt für Golf ( 18 Loch Platz) und der eigenen Segeljacht im Hafen.

 

Wir finden eine gemütliche Tapas-Bar am Hafen und nehmen eine kühle Erfrischung zu uns. Noch eben zu Mercadona, ein Fläschchen Wein und 6L Wasser kaufen und dann geht's in gemütlicher Fahrt die 10Km wieder zurück. Wir -flätzen- uns in die Sonne, schlürfen frisch gepressten Orangensaft und genießen den Tag. Frei nach dem Motto: "Kinder ist das Leben schön - so könnt's noch Wochen weitergehen". 

Freitag: 08.04.  Wir sind auf der Tour - Richtung Malaga / Gibraltar. Durch die Fallwinde, aus den Bergen der Siera braucht man zusätzlich zum Führerschein auch einen Segelschein. Der Wind pfeift durch die Täler und über die Brücken, so dass es ratsam ist die Geschwindigkeit auf 70 - 80  Km H zu reduzieren. Lass doch die LKW überholen, die haben auch mehr Gewicht. 

 

Eigentlich wollten wir nach "Alcaidesa Marina" in Gibraltar (220Km), aber unterwegs, 300 Meter vor der Abfahrt nach "Torre del Mar" haben wir uns entschieden auf dem CP "Laguna Playa" das Wochenende zu bleiben. Der Platz ist uns vom letzten Jahr bekannt und wir wissen, was uns erwartet.

Wir haben auf unserem zugewiesenem Platz genügend Raum, so dass wir uns gemütlich einrichten können. Erst einmal durch den Ort schlendern, um zu schauen was sich verändert hat. Der Bäcker mit den guten Kuchen ist noch da und der Obst&Gemüse-Händler hat auch geöffnet. Die verkehrsberuhigte Innenstadt hat sich zum Vorteil verändert und ist wunderschön bepflanzt. Auch die "Villa Mercedes" ist frei geschnitten und besser zu erkennen...

Am Samstag kommen neue Nachbarn aus ganz Europa. Uns gegenüber steht ein Fahrzeug aus GB mit einer schwarzen Alarmanlage: 36 Zähnen - selbst schärfend - 75 Kg Gewicht und heißt Blue (aber treudoof).  Ich habe so einen großen Hund noch nicht eher gesehen

  

Wenn der Hund alleine im Fahrzeug sitzt und ein Einbrecher hat sich auch eingeschlichen - - der Mensch steht mit dem Rücken zur Wand und macht sich vor Schreck in die Hose....

Bei unserer Radtour an der See-Promenade höre ich kräftige Stimmen meinen Namen singen ???  Der Wind treibt Wortfetzen herüber und dann haben wir des Rätsels Lösung. Die Deutsche Einwohnergruppe hat einen Shanty-Chor gegründet und singt was die Stimme hergibt.   

Unterwegs besuchen wir eine Tapas-Bar in der Innenstadt. Wir sitzen gemütlich bei "Kleinigkeiten" und genießen die Getränke. Auf dem Boden liegen  viele Quittungsbelege, leere Zuckertütchen und sonstige Papierschnipsel. Hää - wie sieht das denn aus - warum fegt denn hier nicht jemand mal eben durch, das sieht ja schlimm und unsauber aus.  INSIDER-TIPP: Beste Visitenkarte einer Kneipe ist übrigens ein verschmutzter Fußboden, auf dem sich Papierservietten, Zahnstocher oder Olivenkerne verteilen und bezeugen: Hier waren Unmengen an Einheimischen vor mir, hier muss es gut sein, hier muss ich trotz drangvoller Enge ein Häppchen probieren!

Heute - Sonntag fahren wir mit den Rädern Richtung Osten bis zum Leuchtturm. Und Montag geht die Fahrt weiter nach Gibraltar...

 

Als wir wieder zu unserem Platz zurück kommen, trauen wir unseren Augen nicht. Unsere neuen Nachbarn (Ulla & Hermann) kennen wir vom CP in Balerma. Wir hatten uns dort von Ulla & Hermann mit den Worten verabschiedet: "Man trifft sich immer zwei mal - also gute Reise". 

Eigentlich wollten wir am Montag weiter fahren -Richtung Westen- aber jetzt verlängern wir bis Mittwoch. Somit haben wir Gelegenheit, am Dienstag mit dem Bus nach Malaga zur Stadtbesichtigung zu fahren. Wir quatschen noch mit Ulla & Hermann denn sie fahren am Dienstag weiter nach - - mal sehen ...

Wir sind jetzt 4 Wochen unterwegs - HALBZEIT - also schreibe ich im Teil-2 unserer Reise weiter...

 

Update:  26.04.2016 - 19:37 

  oder zum Teil-2 der Reise