Heijo & Barbara's Mobilreisen

Florenz Bozen England-Fähre

Wir können

nicht verhindern,

dass wir älter werden,

aber wir können verhindern,

dass wir uns dabei langweilen.

 (unsere Heckbeschriftung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2.Teil   - Frankreich - Spanien  -                                                                           --> letztes Update: Montag, 20. April 2015

Teil - 2 der Tour in der Übersicht...

 

Donnerstag, 26.März  Heute hat Klaus Geburtstag. Zu 10:30h die Fähre nach Cadiz genommen. Auch hier wieder erst der Weg zum Touristenbüro.  Cadiz ist eine alte Stadt, die in der Vergangenheit ihren Reichtum im "Amerika-Handel" gemacht hat. Die Partnerstadt von Cadiz ist Havana / Cuba und dessen Lebensstiel ist auch hier erkennbar. Entsprechend sind die historischen Gebäude ausgestattet. Der Ort liegt auf einer Landzunge und somit war der Weg von Küste zur Küste sehr kurz. Die Fläche der Stadt ist 1,5 x 1,8 Km.  Beim Eintritt in die Kathedrale, haben wir erstmalig Seniorenrabatt bekommen HiHii..  Wir sahen auf dem Hof eines Kindergarten, dass die Kleinsten auch üben, um hier am Karfreitag an der Prozession teil zu nehmen.

hier sind die Tauben grün    und die Bäume riesig.    Hier lässt es sich aushalten und wer es genau wissen will, sollte mal nach Cadiz  reisen.

Freitag, 27.März Heute war putzen angesagt, denn die Sonne bringt doch einiges zum Vorschein. Gegen Mittag sind wir noch einmal mit dem Rad in die Stadt und zu OSBORNE gefahren. Unser Sherry-Vorrat musste unbedingt aufgefüllt werden. Zu 17:00h sind wir dann auch mal in die andere Richtung (Sherry-Hafen) gefahren um den Teil auch zu sehen. Etliche Tapas-Bar's lockten mit kühlen Erfrischungen - so dass auch wir eine Getränkepause eingelegt haben - mhh lecker.

Samstag, 28.März  Einkaufen in der Stadt bei MERCADONA.  LIDL und ALDI sind auch am Ort, aber wir möchten auch mal ein anderes Angebot kennen lernen. Die Altstadt wurde noch einmal quer erkundet und schon wieder finden wir unbekannte Ecken und Gebäude. Auch das alte Markgebäude machte gerade Pforten zu. An einigen Straßenecken wurden bereits Altäre für die Prozession in der Semana Santa (heilige Woche) aufgebaut, so dass bei dem Verkehrschaos nur noch das Fahrrad ein vernünftiges Verkehrsmittel darstellt. Am Nachmittag war dann Restkuchen mit Rest-Eis angesagt. Der Abend klang aus mit Sherry und Oliven - wie auch sonst ?? Schmeckt hier - seltsamerweise - immer gut. 

 

 

Sonntag, 29. März    - Sommerzeit !!

Wir haben beschlossen nach Sevilla zu fahren. Gegen 10.30 Uhr alles erledigt und ab auf die N-4. Vorbei an Jerez (Schade, aber bestimmt nächstes Mal). Die Temperatur lag schon bei 20°!! Spanien ist ein Agrarland - das konnte man auf dem Weg erkennen. Aber auch riesige Flächen mit Solarpaneelen!! 

Und sehr auffällig - die Farbe der Erde - Rot!!

In Sevilla einige Probleme den Platz zu finden - etwas blöd beschildert,  aber.. doch gefunden! Es ist ein privater Stellplatz am Hafen. Koordinaten: 37°21’43’’N, 05°59’38’’W  Wir haben seitlich zum Wasser hin einen Platz gefunden und uns Eingerichtet - und ab in die Stadt. 31°C !! Wir haben den Bus L41 genommen - und sahen unterwegs schon Menschenmassen die unterwegs waren. Der Bus konnte seine komplette Fahrt nicht machen - setzte uns ab mit der Info von da könnten wir auch zurück fahren. Bewaffnet mit einem kleinen provisorischen Stadtplan haben wir den Versuch gemacht durch die Massen zu kommen in Richtung Kathedrale - zum Touristenbüro. Es war absolut nicht möglich. Schieben, Schubsen, Drängeln .......mittendrin die Gaststätten die voll waren mit Menschen die einfach nur was getrunken haben, oder mit der ganzen Familie gegessen. und auf der Strasse eine Prozession! Mehr dazu zeigen die folgenden Bilder. Nach einer halben Stunde haben wir es aufgegeben - zurück zur Bushaltestelle und zum Platz.  Im Reisemobil war es mittlerweile 41°C,  also alle Luken und Fenster auf zum lüften.

 

Montag, 30. März 

2. Versuch Sevilla. Dem Rat unseres Platznachbarn entsprochen und die Sache zu Fuß angegangen. Wir hatten einen vernünftigen Stadtplan von Sevilla. Über die Brücke Pte. de las Delicias und links durch eine Straße waren wir fast an dem Parque Maria Louisa.             Da stehen alte Palazzi, die heute als Museum dienen, in wunderbaren Gärten verschiedener Art. Ob alte Bäume, Rosen, frischen Blumen, Wasserspiele, Wasserbecken und dazwischen geflieste Sitzbänke zum Ausruhen. Durch den Park zum Plaza de Espana - und da nur noch gestaunt (siehe Bilder). Wenn man bedenkt dass dieses Gebäude ein Teil der Expo war im Jahre 1929!!! Hochachtung vor den Planern damals. Von Vandalismus absolut keine Spur.

Zu Fuß weiter in die Stadt in Richtung Kathedrale. Leider war hier die Schlange sehr lang - Wartezeit ca 1 Stunde in der prallen Sonne (30°) nee das müssen wir nicht haben. Aber vor dem Alcazar-Palast war keine Schlange - also € 9,50 pro Person Eintritt bezahlt und uns hier treiben lassen. Eindrücke - siehe Bilder. (es sind wesentlich mehr Bilder entstanden)

        Eine ruhige Oase in mitten einer geschäftigen Stadt. 

Gegen 16.00 Uhr hörten wir wieder Trommeln im Gleichtakt. Wieder eine Prozession. Diese haben wir uns angesehen - in Ruhe, ohne Schubsen und Schieben, direkt vor der Basilika - und waren sehr beeindruckt von dieser Tradition. In der Prozession liefen Männer in Gewändern, mit Schuhen, in weißen Socken oder gar barfuss. Die Tragemonstranzen aus Silber mit einem Gewicht von mehr als einer Tonne (1.000 Kg) wurde getragen - aber von entsprechend kräftigen Männern mit Gewichtheber-Gürteln! Eine ähnliche Monstranz haben wir in Cadiz in der Kathedrale gesehen, die Dimension: 3m x 4m und ca. 5m Hoch, aus Silber getrieben. Direkt vor uns wurde das Gewicht abgesetzt, die Schabracken hoch geschlagen und die Männer untendrunter wurden mit Wasserbechern versorgt. Am 1.April war auch ein entspr. Bericht im "Auslands-Journal".

   

Ein sehr ereignisreicher und beeindruckender Tag. 

 

Dienstag, 31. März 

Früh aufgestanden - 7.15 Uhr weil wir bis Mittag am nächsten Zielort sein wollen und nicht in der Hitze fahren. Ziel ist Caceres. Am Rande der Stadt ein Carrefour - also erst einmal den Einkauf getätigt. Dann zum Platz - gegen 12 Uhr dort. Stellplatz außerhalb der Stadt, terrassenförmig angelegt - und jeder Platz hat sein eigenes Dusch-/Sanitär-Haus, wofür man selber verantwortlich ist. Eine sehr schöne Einrichtung. Platz Nr. 112 ist jetzt unser Standort. Temperatur 31° - also bis 17:00 Uhr Siesta. Dann den Versuch gewagt mit dem Rad in die Stadt. Nach einem sehr großen Umweg haben wir den Stadtkern gefunden - Radfahren ist hier ein Abenteuer. Am Plaza de Major einen Eindruck von der Welt vor 100 Jahren bekommen. Angrenzend die "Alte Stadt" - unser Ziel für den nächsten Tag. Außentemperatur um 19.30 Uhr - 29°!!

 

Mittwoch, 1. April 

Heute mit dem Bus in die Stadt - für 1,-EUR kein Thema. An der großen Post raus und dann zu Fuß weiter. An der Kirche San Juan haben wir einen Blick hinein geworfen und gesehen dass dort zwei Tragemonstranzen mit Blumen geschmückt wurden.  Erfahren, dass an dem Abend um 20.30 Uhr die Prozession dieser Gemeinde statt findet. Eine Tragemonstranz wiegt etwas mehr als eine Tonne, ein silberner Kerzenleuchter hat 20-25 Kg Gewicht - abends gesehen es waren ca. 40 Tragende "Damen" und Herren.  Dann in die alte Stadt. 

Ziel erst einmal das Touristenbüro - in der alten Stadt am Pza Sta Maria. Dort einen Stadtplan der alten Stadt und der gesamten Stadt erhalten. Ein Heft über die alte Stadt hatte ich unterwegs schon gekauft. Dann haben wir am Pza de San Jorge einen Kaffee getrunken und das alles erst einmal auf uns wirken lassen. Durch die Stadt treiben lassen - gestaunt, entdeckt, bewundert - es war einfach ein Rückversetzen um mindestens 200 - 300 Jahre.

Wenn uns jetzt ein Mann in Rüstung auf einem Pferd entgegen gekommen wäre - wir hätten uns nicht gewundert. 

 

Abends um 20 Uhr zurück an der Kirche San Juan, haben wir uns diese Prozession angesehen. Pünktlich um 20.30 Uhr klingelte eine helle Glocke und die Prozession begann. Männer mit Ketten an den Füßen, schwere Kreuze tragend... Das war Buße pur. (wofür die wohl büßen mussten??) Frauen in schwarz mit hoher Mantilla .... eine Tragemonstranz mit dem gekreuzigten Jesus. Um Punkt 21:00 Uhr trug man die "Maria Esperanza" mit über 50 brennenden Kerzen und silbernen Leuchtern aus der Kirche und die Kirchenglocken begannen zu läuten.  

Donnerstag, 2. April 

Ruhetag ..... Haushalt ... und die Domain weiter schreiben, mit dem Rad noch etwas einkaufen bevor die 4 "heiligen Tage" beginnen.  (Einkaufen - Fehlanzeige, Heute ist in Spanien auch schon Feiertag)

      Prost zum dreiundsechzigsten und der Bart muss mal wieder gestutzt werden...

Karfreitag, 3. April  Wir haben eine Radtour zum Kloster, oberhalb des Ortes unternommen. Unterwegs kamen wir an der Kirche "Saint Francis" vorbei. Auf den zwei Türmen und größeren Mauervorsprüngen haben wir 14 (Vierzehn) Storchennester gezählt und wir haben nicht alle gesehen.    

Der Weg zu dem Kloster ist nur 3km weit aber steil und beschwerlich.  Der Klosterberg ist 600 m hoch und der Blick von hier oben in die Extremadura ist phantastisch. Man sieht in der Ferne die schneebedeckten Bergketten und die Störche kreisen "unter" einem.

Samstag, 4. April  Wir haben uns die Karsamstags-Prozession hier im Ort angesehen. Sie findet in dieser Dimension nur alle fünf Jahre statt. Es sind unterschiedliche Bruderschaften, die diese Prozession durchführen. Bemerkung am Rande: Die Straßenreinigung war bis unmittelbar vorher mit einem "Wischwagen" in der Fußgängerzone unterwegs, so einen Stellenwert hat diese Veranstaltung. Auch sämtliche Aussengastronomie musste Tische, Stühle und Sonnenschirme einräumen. Die Bilder sind in der Zeit 17:00 - 20:00 Uhr entstanden. Die Träger mit ihren Stöcken mit Metallspitzen geben den Takt für den langsamen Marsch. Klonk - klak - Klonk - klak - - -

                

Wenn dann die Träger die gesamte Tragekonstruktion auf Armeslänge "hoch wuchten" und damit für ca. 3 - 4 Minuten schwingen und tanzen, gibt es allgemeinen Szenenapplaus. Die Sauberkeit in der Stadt (nicht nur in dieser) hat uns absolut beeindruckt. Nicht nur, dass vor der Veranstaltung die Straßen und Plätze gewischt wurden - auch unmittelbar nach der Prozession war die Stadtreinigung mit dem Besenwagen wieder in Aktion - Kompliment.

Sonntag, 5. April (Ostern)  Wir fahren noch einmal mit dem Rad in den Ort und stellen fest, dass zu 13:00h noch eine Prozession durchgeführt wird. Heute sind die Farben der Teilnehmer hell, die getragene Figur ist in einem weißen Mantel gehüllt und die Musik ist irgendwie fröhlicher.  Den Rest des Nachmittag genießen wir am Plaza Mayor ohne Stress und Hektik. zu 16:00h fahren wir zurück und stellen fest, es wird hier am Platz ruhiger, da sehr viele spanische Gäste abgereist sind.

Montag, 6. April  In der Nacht gab es heftigen Regen und länger andauernde Gewitter, trotzdem schlafen wir recht gut.  Am Morgen haben auch wir alles verpackt und fahren frühzeitig in Richtung Burgos. Die Strecke führt uns vorbei an Salamanca, Valadolid und "leider" Madrid. (Wir wollen ja auch noch weiterhin Ziele haben).

  Die Landschaft unterwegs lässt uns wirklich staunen und der Regen hat uns nur eine kurze Weile begleitet. Gegen 15:00h waren wir auf dem CP "Fuentes Blancas" in Burgos. In der ACSI-Platzbeschreibung steht, dass man in Burgos nicht nach Navi fahren soll, sondern nach der sehr guten Beschilderung. Dem Ratschlag sollte man unbedingt folgen. Den Stadtplan gab es an der sehr freundlichen CP-Rezeption und somit konnten wir mit den Rädern in die Stadt fahren. Der Grüngürtel am Fluss entlang verleitet dazu, hier zu radeln, laufen oder einfach nur die Natur genießen.  Der erste Eindruck in Burgos war überwältigend. Die Kunst ist sehr schön in diese historische Stadt integriert. Die Platanen- "Promenade El Paseo Del ESPOLON" mit seinen ineinander verbundenen Bäumen ist sehenswert und das alte Karussell (Krinoline) dreht sich zu typischer Kirmesmusik. Auf dem Rathausplatz im Restaurant gab es Kaffee und für mich ein Bier. Der Kellner bringt mir doch tatsächlich ein Warsteiner (ist zwar ungewohnt aber gut gekühlt).  Danach ging's zum CP zurück. 

 

 

 

Dienstag, 7. April  Wir müssen uns wieder an nordische Temperaturen gewöhnen, in der Nacht war es nur 4°C und die Heizung wurde am Morgen wieder eingeschaltet. Wir hatten geplant, zu 10:30h den Bus vom CP in die Stadt zu nehmen. Fehlanzeige, der Bus fährt nur vier mal am Tag und der nächste erst um 12:45h.

 

Da wir ja gestern die Strecke mit dem Rad gefahren sind, machten wir uns auf den Weg. Nach 40 Min. Fußweg hatten wir den "Santa-Maria Bogen" erreicht. Natürlich war das eigentliche Ziel die Kathedrale. Sie steht unter UNESCO-Weltkulturerbe und ist einfach nur überwältigend. Wir haben für die Besichtigung fast 2 Std. benötigt und können an dieser Stelle nur empfehlen: "hin fahren - anschauen". Aber bitte die dicke Jacke oder Pullover anziehen, denn innerhalb der Kirche ist es lausig kalt. 

      In den Straßen waren natürlich auch Pilger mit der Muschel unterwegs.  Übrigens: Der Fernan-Gonzales Bogen würde durchaus bei uns in den Vorgarten passen, aber dann wäre unser Haus etwas überladen... Somit wurde die Stadt mit den entspr. Straßenplänen erkundet so dass wir zu 18:00h den Bus für die Heimfahrt erreichten.

Teil - 3 der Tour in der Übersicht...

           

Mittwoch,8. April  Wir möchten in einer Woche wieder im heimischen Stall sein, also - - Weiterfahrt nach Frankreich / St.-Jean-De-Luz zum CP "ATLANTICA"  direkt an der Atlantik-Küste. Das Wetter ist optimal und die Fahrt führt durch eine bergige Region verläuft sehr gut.

Da das Wetter gut ist - geht es zum Strand. Fußweg ca. 10 Minuten - aber der Strand ist schön. Steine und feiner Sand. Allerdings liegen am Strand wirklich große Steine herum - und auch viel Treibholz. Wohl Relikte von den Stürmen in den letzten Wochen. 

Donnerstag,9. April  Heute waren es ca.350Km für die Strecke bis La Rochelle.  

       Wir sind gemütlich gefahren, so dass wir zu 16:30h am CP "Le Beaulieu" in Puilboreau waren. Das erste Stück von St.-Jean-De-Luz bis Bayonne war zäh, ein Kreisverkehr und wieder einer und ....  Danach wurde es besser und zügiger. Plötzlich war ein übler Geruch im Fahrzeug, Barbara fragte verschmitzt: "Hast du die Hose auf"?  Nee - der Grund fuhr vor uns. Ein landwirtschaftliches Zugfahrzeug mit einem großen Anhänger und das Zugfahrzeug sah aus, als wenn es noch nie von Mist und Gülle gereinigt wurde.  Ab  Bordeaux über die N10 mit recht moderaten Gebühren (2x 5,30 EUR). Die Fahrt verlief gut und schnell. Dann ab Bordeaux über die D137 die wohl ein Teil der Bordeaux-Route ist. Unterwegs viele Rebenfelder - Weingüter und natürlich dazu gehörige Chateaux. Viele Weingüter bieten auch Übernachtung für Wohnmobile an - natürlich auch Degustation und Weinverkauf. 

Der CP liegt am Rande eines Centre Commercial (Einkaufsgebiet). Also sind wir abends noch etwas bummeln gegangen. 

Freitag, 10. April Gegen 11:00h auf das Rad und in die Stadt gefahren. Manchmal etwas abenteuerlich da der Radweg genau an der Straße ist. Am Place de Verdun und der Kathedrale in der Stadt angekommen. Schon da zeigte sich das Flair der Stadt. Die wunderschönen alten Häuser, die Straßen eng - also Einbahn und Rad. Unser Ziel das Tourismusbüro liegt an dem Quai Georges Simenon. Die Gegend dort lässt einen ahnen dass die Stadt vor 200 Jahren sehr maritim war. 

In dem Hafenbassin lag ein alter 3-Master der viel Aufsehen erregte. in einigen Tagen wird er den Hafen als Segelschulschiff verlassen. Junge Leute klettern gesichert durch die Takelage, dass einem nur vom Zuschauen schwindelig wird.     

Das Gebiet um "Vieux Port"  mit den alten Türmen war sehr beeindruckend. Hier gab es viele Restaurants - und natürlich Fisch und Meersfrüchte fangfrisch, relativ preiswert und ohne Ende.

            

In diesem Stadtteil konnten wir schlendern - einen Wein trinken - bewundern und staunen. Am Place du Marché war der Fischmarkt um 15:15h schon vorbei - aber draußen vor den Hallen gab es noch Obst und Gemüse. Am Place de Verdun fanden wir ein Café - eine schöne alte Front mit Holz und Glas.   Innen aber staunten wir .... es hätte genauso gut in Wien sein können.            Kaffee und Kuchen lecker - Kellner aufmerksam und witzig. Die Kathedrale - aus dem 18. J.H. war schlicht und trotzdem schön. 

Leider begann es zu regnen - erst leicht aber dann..... also machten wir uns mit den Fahrrädern auf den Weg zurück. Ein heißer Tee hält hoffentlich eine Erkältung auf. Es war wieder ein sehr schöner Tag ..... am Meer ist es doch sehr schön :-) 

 

Samstag, 11. April  

Geplant wollen wir südlich von Paris die Nacht verbringen. Wir sind nicht nur Autobahn gefahren und haben es bis Chartres geschafft.  

Der CP "Les Bords de l'Eure"  liegt 3 km außerhalb der Stadt und war höchstens 30% ausgelastet. Aber für die Stadtbesichtigung genau passend. Zu Fuß zur Kathedrale ca. 25 Minuten - durch enge Gassen - ansteigend.

     Aber wir kamen passend zur 18 Uhr Abendmesse - ein Erlebnis. Wir haben uns darauf eingelassen und uns einfach dazu gesetzt und die Messe mitgefeiert, so gut es ging. Bei den Kirchenliedern - von einer Kantorin dirigiert - konnten wir nicht mitsingen, aber die liturgischen Gebete sitzen ja im Gedächtnis.  Der Priester, Lektor und die beiden rüstigen Messdiener hatten zusammen mindestens 300 Lebensjahre.  Die Kathedrale ist wirklich sehenswert - und die Altstadt nicht minder.

  Spärlich beleuchtet kann man fast nachempfinden wie es früher war. Der Weg zum CP um 21:00 Uhr war dann etwas abenteuerlich - Stadtplan lesen war fast unmöglich bei der Beleuchtung. Aber wir haben einige Eckpunkte erkannt - und somit kurz nach 21.30 Uhr wieder den Platz erreicht. 

Sonntag, 12. April Versailles ist das Ziel...

             Brötchen am Platz (Vorabend bestellt) und dann auf nach Versailles. Der Platz ist gut zu finden - aber sehr enge Straßen. CP "Hutopia Versailles" liegt in einem kleinen Wald und bietet neben Stellplätzen auch Häuser, Bahnwaggons und Zelte zum übernachten an. Zu Fuß zur Avenue de Paris ca. 10 Minuten - aber dann die ganze Avenue entlang bis zum Schloss...... gute Marschgeschwindigkeit ca. 30 Minuten. Das Tourismusbüro liegt kurz vor dem Schloss. Dort können Eintrittskarten gekauft werden - wie auch Literatur. Wir haben pro Person € 9,90 investiert in eine Karte für die Gärten. Ab 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr gab es Wasserspiele zu Musik an allen Brunnen.... und um 17.20 Uhr den Abschluss am Neptunbrunnen.  

   

Es war wunderschön - aber man darf nicht daran denken wann das alles - und vor allem wie - entstanden ist. König's in Frankreich haben schon gewusst wie man gut lebt und sich vergnügt. :-) Das Wetter war uns gut gesonnen - angenehme Temperaturen und Sonnenschein. Zu 18 Uhr werden die Gärten geschlossen - somit strömte alles in Richtung Ausgang und löste sich auf dem Platz vor dem Schloss auf.    

Montag, 13. April  Die letzte Nacht verbringen wir auf dem SP in Aachen. Ein schöner Platz mit allem erforderlichen Einrichtungen und Topp gepflegt. Von hier ist man relativ schnell in der Stadt mit seinen Sehenswürdigkeiten. Am Dienstag wurden wir durch ganz dezentes Klopfen an der Tür geweckt, der freundliche Platzwart kassierte die Stellgebühr 15,- EUR.  Also auch noch bei Lindt im Werksverkauf den Schokoladen- proviant aufgefüllt und dann Richtung Heimat. 

Dienstag, 14. April 

Fazit:  Die Besichtigung der Gärten von Versailles war wie ein "Schlussakkord" der gesamten Tour.  Manch einer wird natürlich sagen: Da wäre ich aber nicht hingefahren...  - Dort hätte ich aber angehalten und besichtigt...  - Warum seid ihr nicht in jenem Ort gewesen ??? ...   Wir sind "satt" und haben für uns eine sehr schöne Tour verlebt. Haben Land und Leute gefunden und werden (wenn man uns lässt) das ganze noch einmal machen, aber dann 8 Wochen und etwas später (Mitte März bis Pfingsten) fahren. 

Wir sind insgesamt 6.640 Km gefahren mit einem Dieselverbrauch von 9,9 L/100 und haben jetzt eine kleine Beule am Heck. :-(    Der Liter Diesel kostete überall zwischen 1,08 / 1,19 EUR 

Eins aber noch..... es gibt überall Menschen die ihre Finger nicht bei sich behalten können und meinen sie dürfen sich am Eigentum anderer Menschen bedienen. Wenn man als Frau eine Handtasche umhängen hat mit drei Reißverschlussfächern und plötzlich feststellt, dass eins davon offen ist -und Frau hat es nicht bemerkt-  dann ist das ein verdammt unangenehmes Gefühl. Es ist nichts passiert und es hat nichts gefehlt, aber zu wissen dass es Menschen gibt mit der Fähigkeit einem so nah zu kommen, ist schon beängstigend. 

Nachsatz: Jetzt habe ich eine körpernahe Dokumententasche, die am Gürtel unter der Hose getragen wird.

 

 

 

 

 

alle Link's ohne Gewähr und aus unterschiedlichen Quellen - alle Bilder sind Privat - Kartenübersichten aus GOOGLE-Maps