Heijo & Barbara's Mobilreisen

Florenz Bozen England-Fähre

Wir können

nicht verhindern,

dass wir älter werden,

aber wir können verhindern,

dass wir uns dabei langweilen.

 (unsere Heckbeschriftung)

 

 

Mittwoch, 28.Sebtember 2016 Tacho: ~ 52.000 Km    -  Frankreich  -

Die Karte zu unserer FR-Tour im PDF-Format: 

                                                                  

Wir wollten eigentlich am 25.September unterwegs sein, aber es gab eine massive Störung in der Fahrzeugelektronik. Davon berichte ich, wenn alles endgültig behoben ist, also später.  Geplant ist von hier nach "Aachen / Brandhofer Weg"  GPS: N 50°45’40’’, E 06°06’11’’  aber vorher müssen wir noch beim "Lindt - Fabrikverkauf" herein schauen. Wir halten uns beim Kauf von "Hüftgold" mächtig zurück... Die erste Nacht war gut, wir haben ausgeschlafen & gefrühstückt und der Platzservice war angenehm.  So - jetzt aber weiter nach Amiens / Parking Blv Faidherbe  Boulevard du Général Faidherbe / GPS: N 49°53'40",  E 2°17'12".  Der stadtnahe SP (Mischparkplatz) entsprich absolut nicht unseren Vorstellungen zur Übernachtung, laut, voll und ungeschützt. Für die Stadtbesichtigung ist das Ok und somit sind wir zum frühen Abend nach "Picquigny" (SP im ACSI : 13628) gefahren. Liegt nur 13Km von Amiens entfernt und kostet 5,- EUR + 2,- Strom. Die Sanitär- Einrichtungen sind "nutzbar" aber mehr auch nicht. Eine Busverbindung nach Amiens ist vorhanden.    

Samstag, 01.Okt. 2016  Also weiter nach ROUEN.  Der CP ist leicht zu finden, hat aber schon bessere Zeiten gesehen. Der Platzwart ist sehr hilfreich und wir beschließen 2 Tage hier zu bleiben. Es gibt in dieser historischen Stadt sehr viel zu entdecken. Wer sich für Antiqui- täten begeistert ist hier absolut richtig, ein Geschäft neben den anderen.

 

Auch die Fachwerk / Giebelhäuser sind sehenswert. Wir lassen uns durch die Gassen und Plätze treiben und sind von der Kathedrale begeistert. Der Ort verkörpert für mich "Frankreich" !!!  Die Busverbindung ist gut, mit der Linie-20  "Stadtzentrum / CP" fährt man halbstündlich für 1,60EUR.

      Kathedrale  Der Justizpakast

Sonntag, 2.Okt. 2016  Zu 11:00h verlassen wir den Platz, ich habe für 2 Nächte 29,- EUR gezahlt. Das ist für den Zustand 'dieses' Platzes ein stolzer Preis aber die Nähe zur historischen Stadt ist auch zu bewerten. Unser heutiges Ziel ist der "Mont Saint Michel". Wir entscheiden uns für den CP in Beauvoir (ACSI : 1304)  Der Platz hat für 17,- EUR alles, ist nahe am Mont Saint Michael und für uns absolut zweckmäßig. Es gibt im Ort auch noch einen SP für 12,50 EUR und man muss für alle Sanitärleistungen extra bezahlen. (Das kann jeder für sich ausrechnen...) Somit erreichen wir ein Ziel in unserer Tourenplanung. Wir wollten bereits im Frühjahr hier hin, aber es war einfach noch zu kühl und der Ort lag zu weit aus unserer Route. Jetzt, im Oktober sind weinig Touristen hier aber der Mont Saint Michael  ist für unsere Verhältnisse gut besucht. Ich werde 'nie und niemals' in der Ferienzeit hier her kommen.          Übrigens: Ab dem 01.10. kann man mit dem Fahrrad rüber fahren, somit ist man unabhängig vom überfüllten Shuttlebus.

   

Ja wo sind die Menschen und Besuchergruppen?  Mhh - wir waren direkt hinter einer Asiatischen Besuchergruppe die im "Schnelldurchlauf" alles erklärt bekam. Sehr angenehm...

             Übrigens, mit dem Laufrad als Antrieb wurden Mittels eines hölzernen Schlitten große Lasten vom Wasser bis zum Kloster hoch gezogen. Aber nicht Mönche waren im Laufrad sondern Sträflinge, denn die Gebäude dienten lange Zeit auch als Gefängnis. 

Mit den Fahrrädern sind wir so mobil, dass wir im 6Km entfernten Pontorson einkaufen können. Übrigens: der CP ist himmlisch ruhig, wir haben bis 09:15 geschlafen...

Dienstag, 4. Okt. 2016 Heute wollen wir weiter nach "Rennes". Es ist nur ein kurzes Stück Fahrsctrecke und die Stadt soll auch ganz interessant sein. Aber in dem Ort gibt es keinen SP und der nächste SP ist für uns zu weit außerhalb - hier bleiben wir nicht. Also weiter nach Nantes. Der CP ist schnell ausgesucht (es gibt nur einen in Stadtnähe) und mit den GPS-Koordinaten leicht zu finden. Aber Hallo - die Zufahrt liegt in einem Kreisverkehr und das sagt das Navi nicht. Also müssen wir im nächsten Kreisverkehr wenden, zurück das ganze und dann schaffen wir es, die Einfahrt zu treffen. Der CP ist sehr angenehm, Mann spricht deutsch und macht uns mit der Stadt vertraut. Also das Fahrzeug auf den Platz 17 abstellen, einrichten, Sanitär 'besichtigen' und wir fahren mit dem 24Std.-Ticket direkt vorm CP in die Stadt. Man nehme die Straßenbahn Linie-2. Wir sind angenehm überrascht, es ist eine alte Stadt mit jungen Studenten. Die Stadt ist mit je 3 farbigen Linien im Straßenpflaster markiert. Folgst du der "grünen" Linie, siehst du alle historischen Gebäude und Plätze in einem kompletten Rundgang. Folgst du der "blauen" Linie im Straßenpflaster, siehst du in ca. 2 Stunden alle Sehenswürdigkeiten der Stadt. So eine "farbige" Stadtführung hatten wir noch nicht gesehen... 

 

Und wenn du mal nach Nantes kommst, gehe in die alten Werfthallen. Du findest sie an der "blauen" Linie. Hier am Loireufer ist in die alten Werfthallen mit riesigen Maschinenhallen neues Leben eingezogen, Freiflächen, Spielflächen für Kinder und Erwachsene. Einfach nur KLASSE gemacht. Die Spinnen und sonstige Flugtiere sind an dem alten Portalkran aufgehängt und dadurch im Schwebezustand auch noch voll beweglich.   

Ein Ritt auf dem riesigen Elefanten oder einer Spinne gefällig - bitte schön...  wir haben es gewagt und waren begeistert.    Also, man baut hier in den alten Werfthallen riesige "Fahrzeuge" als Tiere und das nicht nur für Europa sondern auch Übersee. Die Konstruktionen bestehen aus Stahl und gefrästem Holz. Die Dimensionen des Elefanten: Höhe:18 m,  Breite: 8m,  Länge: 22m,  Gewicht: 48,5 T. und 2.000 Liter Hydrauliköl für 62 Hydraulik-Zylinder unterschiedlicher Dimension. Während der Fahrt laufen die Beine parallel mit. Es sieht verdammt echt aus...   und wenn es interessiert: "Les Maschines - Nantes

Donnerstag, 6. Okt. 2016 Heute geht die Tour weiter nach 'Asserac', einem kleinen Ort an der Atlantikküste. Unterwegs kommen wir durch "Calvaire du Pont Chateau". Man hat hier einen kompletten Calvarien-Berg hergestellt mit allem was dazu gehört. Die 14 Stationen der Leidens- geschichte in menschlicher Größe und oben auf dem Berg die Kreuzigungs-Szene.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .       . . . . . . . . . . . . . . . . . Aber das ist alles bereits im Jahre 1709/1710 gebaut und dann ca. 100 Jahre später nach einer Zerstörung alles neu aufgebaut worden. Die riesigen Bäume im Umfeld haben mindestens 200 Lebensjahre.  Also weiter nach Asserac.  Der CP "Le Moulin de L'eclis" ACSI: 1450  liegt direkt am Meer und ist zu dieser Jahreszeit absolut ruhig und einsam. Genau das haben wir für 3 Tage gesucht. Das Sanitärhaus hat nach unserer Meinung  * * * * *  verdient...  Alles vom Besten und Feinsten dazu absolut sauber. Das  ganze für 17,- EUR   Ach - noch etwas: Nachts wird es an der Küste schon ganz schön frisch (scheisskalt...).

 

Samstag, 8. Okt. 2016  Wir haben 35,- EUR bezahlt, alles eingeräumt und verstaut, es geht Richtung "Angers". Unterwegs kostet 'Gazol' bei Super-U  1,109 EUR. In Angers gibt es keinen (für uns vernünftigen) SP & CP der jetzt noch geöffnet hat, also entscheiden wir uns für den SP in "Bouchemaine" / ACSI : 1489.    Lt. ACSI soll die SP-Nacht 13,50 EUR kosten und er ist sehr gut ausgestattet. Als wir gegen 16:00h ankommen, sehen wir dass das Sanitärgebäude entkernt ist um es komplett zu renovieren.  Ich nehme an, vor Frühjahr 2017 ist der Neubau nicht fertig.  Die Kosten von 8,- EUR sind an der Einfahrt-Schranke (via EC-Karte) zu entrichten. Stromsäulen sind ausreichend vorhanden und direkt an der Maine besteht freie Platzwahl. Wasser gibt's auf dem SP nicht. 

  Den "Super"-Fahrradständer haben wir vor einem Restaurant gesehen !

Wir entscheiden uns, noch mit dem Rad nach Angers zu fahren. Immer an der Maine entlang sind es bis zum Zentrum-Angers genau 8,1 Km mit dem Rad. Wir flitzen noch fix zur TouristInfo (schließt 17:30) und versorgen uns mit einem Stadtplan. Mit dem Rad geht es noch kreuz und quer durch die alte Stadt mit wunderschönen & schiefen Fachwerkhäusern.

    Um 18:40h machen wir uns auf den Heimweg, denn zu 19:30h ist Sonnen- untergang und dann wollen wir wieder am SP sein. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Sonntag, 9. Okt. 2016  geht's zu 11:00h wieder nach Angers zur Burgbesichtigung. Es ist eine sehr dominantes Gemäuer oberhalb der Loire. Der Eintritt 6,50EUR wird uns erlassen. Barbara hat einen GdB-Ausweis und ich bin Begleitperson, also steht auf dem Ticket 0,00 EUR.                               Es ist angenehm warm in der Sonne und wir lassen uns durch die Burg und über die breiten Mauern treiben. In Angers war die Seidenweberei im 17.ten Jahrhundert ein wichtiger Erwerbszweig aber das sollte nicht immer so bleiben. Im 20.ten Jahrhundert blühte die Stadt wieder auf und entwickelt sich sei dem recht ordentlich. Ein Besuch ist durchaus lohnenswert. 

Zu 15:00h verlassen wir den SP und fahren Richtung "Tours". Die Strecke läuft recht zügig durch das Hinterland und von der Loire sehen wir nichts.  22Km immer gerade aus, keine LKW aber Hausfrauen mit ihrem langsamen / alten Töfftöff und du kannst nicht überholen... snief. Für die Zeit in Tours entscheiden wir uns für den CP in "St.Avartin"  ACSI : 1870.  Heute spielt sich nichts mehr ab und Morgen geht's in die Stadt.

Montag, 10. Okt. 2016 Wir haben bis 10 vor 10 Uhr (09:50h) prächtig geschlafen. Zu 07:00h hatte ich die Heizung auf 2 gestellt und somit ist es zum Aufstehen und Frühstück schön mukkelig warm. Um 11:30h fährt uns der Bus in die Stadt vor der Nase weg, aber was soll es der nächste fährt zu 11:44h.  Man nehme die Linie 3a oder 3b  für 1,60 EUR  an der Haltestelle ca. 500m vom Platz entfernt. Übrigens: An der sehr freundlichen CP-Rezeption bekommt man alle erforderlichen Informationen und Stadtpläne !!    So - schau die Bilder, denn die Stadt kann man nicht in Worte fassen oder beschreiben...

      

Dienstag, 11. Okt. 2016 Wir fahren um 11:00h vom CP. Die Kosten von 17,- je Tag ist Ok denn alles ist absolut sauber und ordentlich. Somit fahren wir ganz genüsslich an der Loire über Amboise - Blois - Meung  (unser NAVI möchte zwar einen anderen Weg, wir nicht) - Sully s.-Loire - Gien.

Die Schlossbesichtigung in AMBOISE verkneifen wir uns, denn 2x 11,- EUR für einen "Schnell"-Besuch sind uns doch zu viel Geld. Auf dem Rückweg zum Parkplatz direkt an der Loire noch fix ein Baguette gekauft und in die Tasche damit. Übrigens, wenn man nicht unbedingt in der Nähe des Schloss sondern etwas weiter an der "Quai de General de Gaule" parkt, steht man kostenfrei und wenn es (wie in unserem Fall) sein muss auch über 3 PKW-Plätze. Der CP "Camping de L'lie d Or" liegt auf der Loire-Insel im Fluss und ist von der Brücke aus zu erreichen.  Also - wir fahren weiter an wunderschönen Chateaus, Herrenhäusern und durch kleinen idyllische Dörfer nach Gien.

       Der Fluss führt jetzt im Herbst wenig Wasser und dadurch bilden sich diese enormen Inseln als Kies-Sand Schüttungen.

Zwischendurch kleine Dörfer und Straßen wie wir sie lieben...

In Gien müssen wir erst zum AUCHAN - einkaufen und dann nebenan zum Porzellan-Werksverkauf. Hier im Laden spricht man nicht von Porzellan sondern von "Fayencen"...  Oh-ha, das könnte teuer werden...  Zu 17:30h fahren wir zum SP am Hallenbad, für eine Nacht sollte das ausreichend sein. Die VE-Säulen bieten kostenlos Wasser und Strom zu 2,10 EUR, Jetons gibt es an der Hallenbad-Kasse zu kaufen. Dort bekomme ich die Information, dass der Strom nicht nach Menge sondern nach 15 Min. Takt abgerechnet wird. (Die Dame an der Kasse hat es mir aufgeschrieben, da ich es nicht glauben wollte)  Das sind 8,40 EUR je Std.      Häää - Hallo - Neee - das wollen wir nicht bezahlen und zusätzlich stehen die großen Bäume störend zum Satellitenempfang. Wir entscheiden uns für den uns bekannten CP in Gien  mit Blick auf die Loire und wesentlich sicherer als der genannte SP. Die geforderten 19,- EUR je Nacht sind plötzlich nicht mehr so schmerzhaft wenn man die Kosten des SP ohne Sanitär und relativer Unsicherheit berücksichtigt. Die Nacht war kalt und am Morgen waren es draußen 2,o C. Auf dem PKW-Dach lag Raureif und die Loire war im dichten Nebel nicht zu sehen.  Die Sonne kommt durch und innerhalb von 2 Min. war der Nebel weg und es wurde angenehm warm. Für Barbara war die Nacht sehr unruhig, sie hatte wegen des recht hochpreisigen Porzellan heftigen "Kopfsalat". Um ca. 12:00h haben wir bei AUCHAN für 1,115 EUR getankt und sind ohne neuem Service weiter gefahren. 

Unsere Fahrt führt uns durch die Ardennen mit seinen riesigen Ackerflächen bis zum Horizont.   Ein Hinweisschild "La Motte-Tilly" zieht uns an und ganz spontan stehen wir schwup die wupp gegenüber auf dem Parkplatz.

               Hier geht's zum Chateau -->

Wir entdecken ein wunderschönes Sommer-Palais mitten im "Nirgendwo". Durch eine große Toreinfahrt gelangen wir über den Kiesweg an dieses dreiflügelige Schlösschen.

Im blauen Salon ist der Tisch bereits gedeckt, aber unseren Namen mit Bild entdecken wir nicht - mhh - das ist aber blöd.

Auch das Ankleidezimmer von Madame entspricht nicht ganz unseren Vorstellungen. Die Fürstin ist 1972 ohne Erben verstorben und hat den gesamten Besitz der französischen Gesellschaft zur Erhaltung der Schlösser vermacht. 

Nach dieser zufällige schönen Pause geht's weiter nach "Chalons-en-Champagne". Wieder überraschen uns kleine Orte und Dörfer mit ihren schönen Chateau's, Kirchen und sehr gut erhaltenen Herrenhäusern. Das ist wieder eine genüssliche Fahrt über Land...

 

Der CP Camping de Châlons en Champagne  liegt am Rande der Stadt und ist in kommunaler Verwaltung. Es ist ruhig hier, es übernachten nur einige Womo's oder Wohnwagen. Da wir nur auf der Durchreise sind und eine Nacht bleiben, belassen wir es bei einem abendlichen Spaziergang ohne Stadtbesichtigung. Unterwegs entdecken wir einen Garten mit hohen Tomatenpflanzen. Als wir staunend über die seltsame Tomatenform reden, kommt die Gartenbesitzerin und schenkt uns bei einem kurzen Gespräch zwei Tomaten - schön.  Sollten wir noch einmal hier her kommen, lassen wir uns mehr Zeit. 

Donnerstag, 13. Okt. 2016  Zu 10:30h verlassen wir den Platz, die anderen Fahrzeuge sind teilweise schon seit 7:00h wieder unterwegs. Wir sind fast die Letzten...  Unser Ziel ist heute Mettlach. Der Weg führt uns auch durch Verdun. Wir haben bereits in der Normandie etliche Soldatenfriedhöfe unterschiedlicher Nationalitäten gesehen aber hier bleibt uns das Wort im Halse stecken. Für mich bekommt der Begriff "Militärpfarrer" eine ganz neue Bedeutung bei diesem unsinnigen Sterben von etlichen Hunderttausenden Soldaten unterschiedlicher Nationen.

 

Da wir die Strecke über Luxemburg fahren wird der Dieseltank für 0,985 EUR / Ltr. randvoll getankt. In Mettlach finden wir den SP am "Abtei Bräu / Brauhaus". Von hier sind es einige hundert Meter zum Villeroy&Boch - Werksverkauf.  Gut - hier haben wir Porzellan gekauft. Der Gesamtpreis lag bei einem Viertel gegenüber dem Preis in Gien. Hier im Ort haben sich etliche Outlet-Läden angesiedelt, so dass die Reisebusse einen eigenen Parkbereich haben. Da wir die sieben schweren Porzellan-Karton nicht zum SP tragen können, hole ich das Womo bis an die Fußgängerzone zum beladen. Zusätzlich sehen wir einen kleinen Laden, der mit gebrauchtem Porzellan handelt. Der Inhaber kann sich vorstellen, große Teile unseres Wildrose-Service zu kaufen. 

Da hier im Ort der SP nicht unseren Vorstellungen entspricht, entscheiden wir uns für Trier. Wir sind zu 16:00h am SP am Weingut und müssen feststellen, dass die Fahrzeuge auf "Kuschelkurs" stehen. Teilweise mit einem Meter Abstand.  Es ist nichts mehr frei, also fahren wir runter zum SP Treviris am Moselufer . Es ist hier ebenfalls voll, aber wir bekommen noch einen einigermaßen vernünftigen Platz. Es sind halt Herbstferien und wir sind nicht alleine unterwegs. 

Freitag, 14. Okt. 2016 Schon sehr früh hört man Türen, Motoren und typische Abreisegeräusche. Beim Frühstück in aller ruhe (wir bleiben ja zwei Nächte) kann ich ein schwedisches Fahrzeug bei der VE-Station beobachten und mir verschlägt's die Sprache.  Der Fahrer entleert seinen Toilettentank, holt seinen Wasserschlauch aus der Fahrzeuggarage und reinigt die Toilettenkassette mit Trinkwasser. Dann steckt er den gleichen Schlauch in den Wassertank und bunkert Frischwasser. Das Fickelschwein holt sich somit die feinsten "Kackebakterien" in sein Trinkwasser.  Einige Schweden sind halt sehr robust und es war ja sein eigener Wasserschlauch....  Da jetzt wieder etliche Fahrzeuge weiter gefahren sind, kann ich unser Womo umsetzen auf einen besseren Platz (ohne Sicht auf die VE-Station)  Dann geht's über die alte Römerbrücke in die Stadt zur Besichtigung.

   

Mittags gibt es in einem kleinen Restaurant Linsensuppe mit Wurst - lecker. Dann geht's weiter durch die Stadt und Dom und Kirche und Barbara-Therme und und und ...  Zu guter letzt kaufen wir in einer Bäckerei noch zwei stück Kuchen und Brötchen und dann tippeln wir mit runden Füßen wieder zum SP und unserem Womo.  In der Nacht war es sehr unruhig auf dem SP und wir kommen am Samstag recht früh wieder auf die Straße. Wir wollen noch eben zum Romika-Outlet.  Nee - das lohnt für uns nicht und die Auswahl ist auch recht mager. Nach dieser kleinen Enttäuschung geht's über die B53 an der Mosel entlang nach Piesport. Wir stehen auf dem SP "Piesporter-Goldtröpfchen" mit Sicht auf die Mosel und genießen die wunderbare Aussicht. Gegen 17:00h blinzelt die Sonne durch die Wolken und ein Vikinger-Schiff fährt die Mosel rauf.  

 

Schon Nero sagte: "Gib dem Ruderer das Ruder und er rudert nicht mehr"... 

Unser Nachbar hat ein Haustier der besonderen Art und wenn der dann faul im offenen Fenster liegt, die Vorderpfote lässig nach draußen hängend, bleiben die Leute stehen.

   

Am späten Nachmittag liegt die Mosel "Spiegelblank".

Der freundliche Platzwart kommt gegen Abend und kassiert die Platzgebühr: 8,- EUR  + 3,- EUR für Strom. Als wir zu 19:30h versuchen, in einem Restaurant noch zu Essen stellen wir fest, dass die Bordsteine im Ort hoch geklappt sind. Es ist bis auf eine Straußwirtschaft alles dicht und duster.

Sonntag, 16. Okt. 2016 Die Mosel ist wegen dichtem Nebel nicht sichtbar.  Es lichtet sich zwar langsam aber es wird einfach nicht richtig hell. Heute soll ( lt. Wetterbericht)  aber doch die Sonne scheinen !! ?? Wir fahren frühzeitig weiter die B53 an der Mosel entlang nach "Ernst". Unterwegs hat es wunderschön aufgeklart und wir fahren bei Wärme und Sonnenschein. Da zur Zeit Herbstferien sind, sind sehr viele Womo's unterwegs und wir beschließen, vor Mittag einen neuen SP zu erreichen sonst bleiben wir außen vor. In dem Ort "Ernst" (5Km vor Cochem) sind im ACSI zwei SP aufgeführt.  Unsere letzte Station war der SP   Im Weinberg | Weingartenstrasse 106 | 56814 Ernst  ACSI :  14663    Wir haben Glück, denn  es fährt ein Womo weiter und macht uns Platz. Somit ergattern wir den Vorletzten Platz und richten uns ein. Wir können bei schönstem Sonnenschein noch einmal kurzärmelig draußen sitzen und unseren letzten sonnigen Tag genießen.

 

Beim Spaziergang im Ort sehen wir, dass auf dem anderen SP die Fahrzeuge sehr eng (kuschelig) stehen und zwischen den Fahrzeugen kaum Platz ist. Wir schlendern durch den Ort und im Restaurant wird noch einmal Zwiebelkuchen mit Federweißer bestellt und dann geht's zurück zum Womo. 

Montag, 17. Okt. 2016 Frühzeitig starten wir Richtung Heimat und rutschen mit zäh fließendem Verkehr und Stau über Köln nach Hause.

Fazit: 

Es war wieder eine sehr schöne / erlebnisreiche Tour. In Frankreich haben nur mautfreie Straßen benutzt.                                                           Wir durften viel erleben, erfahren, andere Kulturen, Lebensweisen, andere Menschen, neue Regionen und haben nette Leute getroffen.                Und warum reisen wir gerne durch Europa?  Eben aus dem Grund...  wir bleiben neugierig.          

Es war wieder "knitterfrei für Mensch und Maschine" und wir haben immer noch mehr Planungen als Erinnerungen.                                              Übrigens: Vorerst trinke ich keinen Federweißen mehr, die Wirkung ist durchschlagend und sch...e.

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Tachostand: 55.130 Km mit einem Verbrauch von 9,9L / 100Km

Die Planung für 2017: Durch FR - Provence / Côte d’Azur / Italien ...  für 8 Wochen.