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Heijo & Barbara's Mobilreisen |
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Wir
können nicht
verhindern, dass
wir älter werden, aber
wir können verhindern, dass wir uns dabei langweilen. (unsere
Heckbeschriftung)
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28. März 2013 - 05:45h Tacho: 1.330 Km Bei - 4c beginnt die Fahrt nach Calais - England. Um Antwerpen haben wir zähfließenden Verkehr und damit Zeitverzögerung. Wir hatten am Abend vorher die Nachricht erhalten, dass das französische Hafenpersonal streikt. Die weitere Fahrt verläuft zügig, so dass wir 11:15h im Hafen sind und zu 12:55h auf die Fähre fahren. Vor dieser Rampenauffahrt hatte ich großen Respekt wegen des Hecküberhang an unserem Fahrzeug. Habe mich aber dadurch beruhigt, dass es für uns die erste Fährfahrt mit Reisemobil ist, für die Verlade-Mitarbeiter im Hafen ist das reine Routine. Die Auffahrt war problemlos, so dass ich (wenn es erforderlich ist) auch noch die schmale Rampe in die Erste Etage herauf fahre. In Dover wieder runter von der Fähre und wegen der eingebauten Rampen und Rillen in der Fahrbahn schön langsam durch den britischen Zoll und Passkontrolle. Auch das ist gut gelaufen und unser Navi zeigt "im Kreisverkehr links". Mache ich doch mit "links" muss aber dann entsetzt feststellen, der Kreisverkehr hat zwei Spuren und ich hätte die innere Spur nehmen müssen. Diese Spur führt nach Canterbury. Wir waren bereits aus dem Kreisverkehr heraus und ich habe Barbara gebeten "Fenster runter, Hand raus - wir wenden". Anscheinend war ich nicht der Erste und Einzige, dem dieses Missgeschick passiert ist. Also die Warnblinkanlage an - und Hand zum winken heraus. Die heranfahrenden PKW's hielten mit ausreichend Abstand auf der Straße an und wir konnten über die Gegenfahrbahn wenden. Auch hier noch einmal: Danke liebe britische Verkehrsteilnehmer für so viel Rücksicht... Die Kreisverkehre sind manchmal einspurig aber meistens zweispurig und werden von LKW's sehr kreativ durchfahren. Es ist mit einem Reisemobil empfehlenswert sehr konzentriert die Bögen komplett aus zu fahren. Linksverkehr: kein Problem, denn wir waren schon x-mal mit dem PKW hier um Verwandtschaft zu besuchen. Als Ladung hatten wir heute etliche Möbelteile meiner verstorbenen Schwiegereltern an Bord und somit auch ganz dezent überladen... Wir konnten bei Schwager und Schwägerin alle Möbel in die Häuser bringen und uns dort noch einige Tage aufhalten. Bei unseren jetzigen Reisen sind wir ja flexibel und haben Tisch, Bett und Kaffeemaschine dabei. Es muss niemand mehr ein Zimmer zur Verfügung stellen denn übernachten können wir neben dem Haus. Ich nenne das Gerne: "wir sind wie Salzsäure - wir fressen uns durch". Somit sind wir am 2.April frühzeitig wieder Richtung Dover gefahren, evtl. bekommen wir die frühere Fähre noch. Mit dem leichten Fahrzeug fährt es sich recht zügig und somit hat es gepasst, dass wir zwei Stunden eher in Dover auf die frühere Fähre auffahren. Bei der Hafeneinfahrt der Fähre in Calais habe ich mit Verweis auf den gegenüber liegenden Strand-Stellplatz zu Barbara gesagt: "Auf dem Stellplatz da hinten am Strand würde ich auch mal gerne stehen". (Es wird auch noch passieren...) Verbrauch: 10,3 Ltr. beim Preis: 1,379 (in GB liegt der Preis jetzt bei ca. 1,45 £ ) Tacho: 2.589 Km Fazit der Tour: Es wird nicht die einzige "Englandfahrt" bleiben.
14. Juli 2014 - 08:27h Alles gepackt - 180 C auf der Anzeige - wir sind auf dem Weg nach England. Um 15:00h in Calais in der "Wohnmobil-Warteschlange" angekommen. Wir konnten zu 16:30h die Fähre nehmen (gebucht war 17:30h) und waren somit bereits zu 16:30h (Ortszeit) in Dover. Aber Achtung nach der Passkontrolle: "im Kreisverkehr links" in die Innere Spur... Auf direktem Weg nach Hastings, in der Hoffnung dort einen Stellplatz zu finden. - kein Erfolg - Aber aus früheren Touren und Besuchen mit dem PKW ist bekannt, das in Hastings im "Blue Dolphin" die absolut besten Fish & Chips zu bekommen sind, natürlich mit Salt and Vineger und aus der Papiertüte. Die Chips sind handgeschnitten und nicht zu kross gebacken. Nach dem absolut köstlichen Mahl auf einer Bank vor unserem Reisemobil haben wir die Reste den Möwen überlassen. Nach einer kurzen Fahrt über Bexhill haben wir nur durch Zufall einen kleinen / feinen Platz gefunden. "Chestnut Meadows" an der Ninfield Road. Schmale Einfahrt, sehr versteckt aber wunderbar gepflegt. Für 16,- £ die Nacht war das bei sauberen Sanitären Anlagen (ohne. Strom&Wasser) und nur zu 20% Auslastung absolut Ok. 15. Juli 2014 - 09:00h Nach dem Frühstück Weiterfahrt ohne Autobahn nach Southboro', Schöne Strassen & wunderbare Aussichten. Zu 14:00h waren wir auf dem gebuchten Platz "Apple Acres".
An einem zentralen Punkt auf diesem sehr gepflegten Platz liegen "Auffahrbretter" bereit, denn die Plätze haben eine Schräglage von ca. 10-15cm. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, wurde meine Schwägerin angerufen und 10 Min. später war die Wiedersehensfreude groß. Bei Kaffe und Kuchen wurden die Neuigkeiten ausgetauscht. Am Folgetag sind wir mit den Fahrrädern entlang der London Road nach Southborogh gefahren. Radwege sind hier an der Straße ein Fremdwort und der Autoverkehr und rote Doppeldecker-Busse rauscht mit ca. 50/60 Km h sehr dicht an einem vorbei. Ein Besuch von Chiddingstone Castle & Gardens stand für heute auf dem Programm. Der
Platz "Apple Acres" eignet sich sehr gut zum London-Trip. Der
Fußweg (15 Min.) nach Tunbridge Wells zum Bahnhof und dort mit dem Zug
(40 Min.) nach London. Ein besonderes Ziel war für uns der große Markt:
"Food market - Borough market". Ausstieg in:
London-Bridge - kurz über die Straße und dann nur den Düften folgen... Am Sonntag zum Frühstück hörten wir Kinderstimmen und lachen, ein Geräusch das hier auf dem Platz vollkommen fremd ist. Auf dem Schild am Eingang ist zu lesen "... NO CHILDREN". Auf der Wiese vor Apple Acres ist ein großer Flohmarkt mit skurrilen Dingen, die man "nicht" unbedingt gebraucht... Der letzte Tag vor unserer Weiterfahrt wurde noch einmal gemeinsam verbracht und zum Abendessen gab es Reste vom Vortag. Montag, 21. Juli 2014 - 11:00h Nach einer ruhigen Nacht und ausgiebigem Frühstück verlassen wir den Platz und fahren "ohne Autobahn" Richtung Canterbury. Unterwegs zog uns ein Schild mit der Aufschrift "Medeaval village Lenham" magisch an. Ein typisch englisches Dorf aus dem 16.J.H. mit alten Häusern, schmalen Gassen und alter Kirche. Hier ist die Zeit scheinbar stehen geblieben - der Besuch war lohnenswert.
Zu Mittag (14:00h) sind wir in Canterbury angekommen und haben auf dem Busparkplatz auch die Stellfläche für 7 WoMo's gefunden. "Canterbury Coachpark - Kingsmead Road" GPS: N51.28529 E.1.08470 C Blöder
Preis, für 12 Std. 15,- £ und kein Wechselgeld zurück sondern Gutscheine. Somit waren 15,- £
futsch und wir sind den kurzen Weg (700m) in die Stadt gegangen um die
Kathedrale zu besichtigen. Hier war Eintritt "Adult Entry
10,50 £"
zu berappen. Im Nachhinein hat sich die Besichtigung gelohnt. Ein
beeindruckender Kirchenbau mit Klosteranlage. In der Kathedrale wurde Sir
Thomas Becket ermordet. Im "Beaney House"
(Alte Stadtbibliothek) ist die Information untergebracht, wo
entsprechendes Bild und Textmaterial (kostenfrei) zu bekommen. Nach
dem "Pflastertreten" kommen wir mit runden Füßen am Reisemobil
an und stellen fest, dass noch etliche Fahrzeuge dazu gekommen sind.
In Canterbury
war uns der CP Little
Switzerland in Folkstone
empfohlen worden, aber ohne genaue Adresse wird's schwierig.
Wir haben im Hafen auf einer großen Fläche geparkt und sind fix zur
Touristeninformation gegangen.
Fehlanzeige - das Büro gibt es hier nicht, aber eine Hinweistafel zur Ausstellung zum 1.Weltkrieg.
Man nannte uns hier die Adresse des CP und nun zurück zum
Hafen. Wir nennen das Mentalität der Straßenräuber, die nehmen 13,- £
Gebühr, egal wie lange man hier parkt. Die Zufahrt zum CP
"Little
Switzerland"
ist relativ schmal, aber es lohnt sich. Am Berghang über mehrere
Terrassen sind die einzelnen Stellplätze verteilt. Im Rücken die weißen
Felsen und die wunderschöne Sicht über das weite Wasser des Ärmelkanal.
Die Anmeldung liegt am Ende des Platzes und für 24 Stunden mussten wir
24,- £
bezahlen (incl. alles). Bei herrlichem Wetter den Rest des Tages
gefaulenzt - lecker gegessen - geduscht und ab in die Falle. Fazit:
dieser Platz eignet sich, wenn man am Nachmittag in Dover ankommt und am
nächsten Morgen weiter durch England fährt. Wir haben zu
09:30h bei Sonnenschein gefrühstückt, alles eingepackt um dann in
Dover die letzten Einkäufe der typisch britischen Waren zu erledigen. Fazit: England mit seinen historischen Städten ist schön, aber die Parkgebühren sind ab- schreckend. Achtung: wenn man auf einem PKW-Parkplatz steht, ist es wegen der Länge des Fahrzeug ratsam 2 Parktickets zu kaufen und nebeneinander gut sichtbar zu legen. Die Strafen wegen falsch parken sind drastisch und unter 70,- £ ist nichts zu bekommen. Noch eine interessante Adresse für "England-Reisende" !
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