Heijo & Barbara's Mobilreisen

Florenz Bozen England-Fähre

Wir können

nicht verhindern,

dass wir älter werden,

aber wir können verhindern,

dass wir uns dabei langweilen.

 (unsere Heckbeschriftung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geplante Reise im März 2018   

Wir haben uns für die geplanten Touren neue Reise'ver'führer und Straßenkarten gegönnt. Da wir im Herbst 2017 eigentlich noch nach Versailles und Paris wollten, haben wir diese Reisepläne in 2018 verschoben.   Nee, was war der Januar / Februar kalt. Nach dem Wetterbericht:  "...und zum Wochenende haben wir mit Temperaturen von -8°C zu rechnen..." habe ich noch einmal im Womo die Wasserleitungen durchgepustet. Nicht dass irgendwo im Leitungsbogen noch Wasser steht und der Frost die Leitung sprengt. Der Winter nahm kein Ende.  Die große Fahrzeug-Inspektion (70.000) stand auch an und jetzt sollte am Mittwoch Nachmittag alles wieder reisefertig sein.    Also - auf gehts...

Nur noch soviel: Ich hatte 3 spannende Romane dabei und deshalb habe ich meinen Blog nicht unmittelbar geschrieben. (mea Culpa)

Donnerstag, 22.März  Es sind trübe 7°C  - alles notwendige ist gepackt und verstaut - 12:15h fahren wir los. Wir wollten eigentlich gestern schon alles einpacken und heute wesentlich früher los fahren. Dann sollte bis Nancy durchgefahren werden, aber jetzt fahren wir halt bis Trier. - - - Wir sind um 16:45h auf dem SP "Treviris" an der Mosel angekommen. Unterwegs war es 2°C mit trübem Regen. Wir gehen nicht mehr raus und richten uns so ganz allmählich für die Nacht ein.

Freitag, 23.März  zu 07:45h wach geworden (über 9 Stunden geschlafen) und wir sind 09:30h Richtung Luxemburg unterwegs. Unsere Strecke führt direkt zur erstmöglichen Tankstelle. Diesel für 1,026 je L. Also bunkern wir  85 Liter inkl. Reservekanister. Wir fahren aber nicht sofort wieder auf die Autobahn sondern unsere Strecke führt gemütlich an der Mosel entlang durch's Dreiländereck..

Erst in FR hinter der Grenze geht's auf die Autobahn, die hier noch mautfrei ist. Kurz hinter Nancy wird die Bahn mautpflichtig. Wegen der vielen Ortsdurchfahrten der Nationalstraßen bleiben wir auf der Bahn. Bei der zügigen Fahrt durch die Vogesen fällt die Temperatur auf 6° / 8°C und an den Waldrändern liegt noch Schnee.  Bei der Abfahrt von der Bahn und zahlen wir 24,40 € Gebühr. Unser geplantes Ziel ist der Stellplatz in "Villefranche" an der Saone. Wir stehen um 17:30h nicht alleine auf dem großen (abgesperrten) Areal. Es ist schiet-kalt und wir müssen nicht mehr vor die Tür gehen.

Samstag, 24.März - es sind Außentemperatur 2°C und die Heizung im Fahrzeug ist die Nacht wunderbar durch gelaufen. Nach dem Frühstück geht’s weiter. Ziel ist Agde (endlich Mittelmeer). Das erste Stück fahren wir auf der A6/E15 bis hinter Lyon. Auf dem Bild die Einfahrt zum Stadttunnel der Autobahn... Der Verkehr ist zähfließend aber wir kommen ohne Stau durch Lyon - ist ja auch Samstag.  Hier ein Mautrechner-FR 2017 mit Übersichtskarte, die ich als PDF-File auf's Handy geschoben habe zur schnelleren Orientierung.

Dann wird die Straße bis Agde mautpflichtig, was wir nicht wollen. (Maut für Klasse 2 = 35,10 €)  Unser Navi ist schlau ( macht ja nur Vorschläge) und schickt uns mautfrei auf die A47 / E70 in Richtung St.Etienne. Als Barbara das auf der Straßenkarte überprüft hat, sind wir auf einem schönen Umweg. Also fahren wir bis St.Etienne und dort orientieren wir uns neu. Wir beschließen die „quer verlaufende“ 1082 zu fahren um dann wieder auf die N7 zu kommen. Uuups, es geht rauf auf 1170 Meter.

An den Waldrändern und schattigen Straßenrändern liegt noch Schnee und die Strecke ist schön kurvig.

    

Wir haben eine große Schleppe an PKW’s hinter uns und ab und zu fahre ich in eine Parkbucht und lasse die PKW überholen. Nach ca. 50 Km sind wir wieder auf der geplanten Strecke und normaler Höhe.

Jetzt müssen wir aber doch erst zu einem Supermarkt mit Tankstelle. Erst getankt für 1,382 je Liter und dann in den Supermarkt. (Aktuell in unserem Ort 1,149 je Liter / Tageszeit)

 

Das Angebot im Supermarkt ist riesig und wir bunkern nicht nur ‚notwendige‘ Lebensmittel. Dann weiter bist zur Auffahrt 13 der A7/ E15 um doch die mautpflichtige Strecke zu nehmen.

Wir haben einfach zu viel Zeitverlust. Wir kommen für 35,10 € Mautgebühr bis zur Ausfahrt Agde. Die Strecke hat uns wieder durch wunderschöne Flächen von blühenden Mandelbäumen, Orte mit Klöstern und Burgen geführt.

 

Die Sonne war uns hold und die Temperatur steht auf 16°C.  Ziel ist der CP „Camping La Pepiniere“ am Fluss, kurz vorm Hafen. Hier bleiben wir für 2 Nächte. Es hat hier stark geregnet aber am Sonntag soll es schön werden.

Sonntag, 25.März,- Die Uhren werden eine Std. vorgestellt. Nach dem Frühstück geht’s zu Fuß zum Hafen. Nach 2 Tagen im Fahrzeug müssen wir uns wieder bewegen. Am Hafen ist einiges los und der Markt hat auch geöffnet. Das Meer ist noch sehr unruhig und somit schlagen große Wellen gegen die Wellenbrecher. Das sind tolle „Wasserspiele“ im Sonnenlicht. Ca. 10 – 12 Surfer wagen es, sich mit den Brettern den großen Wellen zu stellen.

        

An der Promenade beobachten wir die anderen Menschen teils in Mütze, Schal und Handschuhe und teils in kurzer Hose. Es ist alles vertreten. Auf dem kleinen Markt haben wir noch Oliven und Brot gekauft und damit machen wir uns auf den Rückweg zur Mittagspause.  Es ist schön in „Grau d’Agde“.

Montag, 26.März. Um 10:00h verlassen wir den CP. Wir müssen noch 20 Liter Diesel für 1,33€ tanken, damit es bis SP ausreicht. Ich möchte nicht mit dem letzten Tropfen über die Grenze fahren. Tagesziel ist heute Tarragona. Wir fahren mautfrei über die N-II und unser Navi kennt auch Abkürzungen die allerdings in die Zeit gehen. (Navi-Modus = schnell) Das nervt, wenn nach 500Metern wieder ein Kreisverkehr und nach 500 Metern wieder ein Kreisverkehr kommt. Kurz vor Barcelona, es ist absehbar, dass nur kleine Ortschaften an der Strecke liegen beschließen wir auf die AP-7 zu wechseln und ganz so teuer wie in Frankreich sind hier die Mautgebühren nicht. Hier mein "Mautrechner-SP" vom ADAC.  Bis zur nächsten Mautstation vor Tarragona sind dann nur 3,80 € zu zahlen. Das Meer liegt hier sehr ruhig und glitzert, nicht so unruhig wie gestern in Agde. Den Platz "Las Palmeras" finden wir schnell (4Km außerhalb) von Tarragona. Hier wollen wir 3 Nächte bleiben. Der Mann in der Rezeption gibt zu bedenken, dass es über Ostern auf „allen“ Plätzen in der Region sehr voll wird. Dann noch irgendwo einen Platz zu bekommen ist sehr unwahrscheinlich. Das kennen wir von Peniscola.  Kommentar: "Ostern ist in Spanien ein traditionell sehr hohes Fest und da möchten wir nicht irgendwo auf einem ungesicherten und stadtnahen SP = (Stellplatz) stehen müssen". Also beschließen wir bis Ostermontag zu bleiben. Eine junge Dame fährt mit dem Fahrrad voraus und zeigt uns einen Stellplatz. Den müssen wir wegen der niedrigen Äste der Platanen ablehnen. Also weiter, Platz Nr.480, lang und schmal und durch eine Pinienhecke abgeschirmt. Das ist doch prima, den nehmen wir, denn dann schaut uns niemand auf den Pudding. Das Fahrzeug vorsichtig vorwärts / rückwärts eingefahren, dass der Ast vom Baum uns keine Delle in’s Dach drückt -- passt und steht.  Der Abstand zu den Nachbarn ist weit genug.

Kommentar: "In der ruhigen Zeit oder bei Reservierung steht man in der blauen Aerea in der zweiten Reihe zum Meer ganz prima".  Unser Tisch (mit Tischdecke) und Stühle kommen raus und das Gerätezelt wird aufgestellt. Innen im Gerätezelt habe ich eine Doppelsteckdose, damit die eingestellten E-Bikes über Nacht wieder geladen werden können.  Heute tun wir nichts mehr, nur noch faul ‚abhängen‘ und die Örtlichkeiten des CP erkunden. 

Dienstag, 27. März / Sonntag, 01.April . Die Nacht war gut, trotz der Züge, die am Platz vorbei rauschen. Wir nehmen den Bus Nr.12 (150 Meter vom CP) und um 12 Uhr werden wir für 1,50€ pP.  nach Tarragona gefahren. Den Stadtplan und Busfahrplan haben wir dabei. Ausstieg ist an der „Rambla – Vera" und dort müssen wir auch für den Rückweg wieder einsteigen. In der Kirche an der Bushaltestelle sieht man acht große Monstranzen auf Holzböcken stehen, die in dieser Semana Santa durch die Straßen getragen werden. Das war nur ein kurzer Blick denn wir wollen uns erst die „Cathedral de Tarragona“ anschauen.

In Tarragona haben bereits die Römer eine befestigte Stadt mit allem was dazu gehört gebaut. Wir erreichen die Kathedrale mitten in der Stadt auf einem Hügel und „Pensionistas“ zahlen nur 1,70€ Eintritt  (;-). Der gesamte Komplex mit seinem Kreuzgang, Innengärten vielen Nebengebäuden ist schon sehenswert.  Aber, wie das so ist, viel schauen macht durstig und somit steuern wir den „Placa del Forum“ an und lassen und mit Tapas und kühlen Getränken verwöhnen. Auch hier am Placa sind Reste der römischen Festungen zu sehen. Anschließend schlendern wir weiter zum römischen Amphi-Theater direkt am Meer. Ok – - heute fährt die Bahn direkt hinter den Mauern entlang.

  

Auf einmal hören wir einen Sänger, der seiner Liebsten ein Ständchen bringt „O sole mio….“ schallt es im Rund und alle Leute lauschen der Sängerstimme. Die Zeit steht still und man bekommt Gänsehaut. Natürlich gab es Schlussapplaus – einfach so.  Ach noch etwas, heute war im Theater freier Eintritt.  Wir gehen rauf zur Straße, um von dort einen gesamten Überblick über die Anlage zu erhalten. Was haben die Römer damals hier alles gebaut.  Zum Abschluss noch einen Kaffee auf der Rambla Nova und noch einen kleinen Einkauf. Dann zurück zur Bushaltestelle für die 12, und ab in den Bus nach Senzill. Auf der Rückfahrt sehen wir einen „Mercadona“ – nahe genug um den mit dem Rad zu erreichen. Das Abendessen gestaltet sich heute landestypisch, Salat, Käsequiche, Oliven, Brot und ein kühler Tropfen.

              

   

Mittwoch, 28. März. Nach einem Mittagsimbiss machen wir uns noch einmal auf – Richtung alte Stadtmauer.

  --> Pensionistas unter sich... 

Unterwegs haben wir noch die Reste einer römischen Straße und Basilika besichtigt. Auch hier an der Stadtmauer zahlen „Pensionistas“ 1,70 €. Die Mauern hier sind aus dem 2. und 3.Jahrhundert und wurden im Mittelalter zur Festung verändert. Einige Kanonen zeugen von der Wehrhaftigkeit. 

  

Später Nachmittag: Der CP wird allmählich voller. Wir bekommen von den Nachbarn einen kostenlosen Spanisch-Sprachkurs.

Donnerstag, 29. März. Nach dem Frühstück machen wir einen schönen langen Strandspaziergang um auch mal hinter die nächste Biegung zu schauen. Heute ist für uns ein Tag der Ruhe und zum Lesen.  Zum späten Nachmittag fahren wir doch noch eben die kurze Strecke zum Mercadona. Jetzt haben wir uns für die nächsten Tage eingedeckt und der CP ist jetzt zu 100% ausgelastet.

Freitag, 30. März. Heute gehen wir mal die andere Seite den Strand entlang, über die Felsen durch einen Pinienwald.

 

Die nächste Bucht hinter den Felsen ist ein FKK-Strand.

    

Wir lassen die Buxe an und wandern weiter.

 

Als wir aus dem Pinienwald heraus kommen, sehen wir die Ruine eines Wehr- oder Signal-Turm. Hier wuchs überall wilder Rosmarin wovon einige Zweige in unserer Tasche verschwanden. Wenn man hier auch Kilometerweit wandert, die Orientierung ist immer durch die Bahnlinie gewährleistet.

 

Samstag, 31. März. Wir wagen uns heute noch einmal mit dem Bus in die Stadt... Es gibt einfach sehr viel zu entdecken in dieser historischen Stadt. Es ist arg windig und als wir am Abend wieder zum Platz zurück kommen, sehen wir dass einige Camper mal Vorzeltbesitzer waren.  Der Wind hat ordentlich hingelangt und ungesicherte Vorzelte über die Wohnwagen geklappt. Ich hatte vorsorglich unser Gerätezelt "sturmsicher" abgespannt und die Sat-Schüssel eingefahren - nix passiert..

Es brennt...      

ach nee - -  vier Mann am Grill und es wird gebrutzelt, was die Kohle her gibt - - Zu Ostern treffen sich große Familien ( es sind locker 20 - 30 Personen) und stellen 4 / 5 Tische zusammen. Es wird gemeinsam gegessen, getrunken, gelacht und die Kinder haben freien Auslauf - den ganzen Tag.

Am Sonntag müssen wir aber auch noch mit den Rädern nach Tamarit, landen aber in La Mora. Uii, hier sind die Straßen so steil, dass wir die E-Bikes bei der Abfahrt schieben müssen. Auf dem Rückweg kommen wir wieder an einem römischen Relikt vorbei: Der Turm nennt sich "Torre dels Escipions". Ein Urnenturm für römische Urnenbegräbnisse.

  

Montag, 02. April  Heute fahren wir noch weiter südlich nach "Benicasim" denn wir haben einen handschriftlichen Eintrag in der Straßenkarte zu dem Ort  " <-- Empfehlung "  aber wir wissen nicht mehr warum / von wem.

Wir benötigen für die Strecke nach Benicasim über die AP-7 zwei Stunden und sind gegen Mittag auf dem Platz "Bonterra Park".  Es ist hier sehr voll, weil die Abreisezeit erst zu 17:00h ist, daher staut es sich an der Einfahrt. Wir bekommen zwei freie Plätze zur Auswahl und entscheiden uns unmittelbar für den  B7 / Platz 5. Um uns herum Rentner aus England, Holland und Spanien. Nach dem wir für 4 Tage eingerichtet sind erkunden wir den Ort und die Strandpromenade. Die zahlreichen historischen Villen aus der Jahrhundertwende 18 /  19Jh an der Promenade sind schon sehenswert. Kaufen kann man sie nicht - nur erben.

Dienstag, 03.April.  Vormittag - auf die Räder und erst einmal zur Tourist-Info. Stadtpläne und sonstige Info's besorgen. Man sagt uns, bis Castellon sind es auf dem Radweg ca.12 Km und der beginnt direkt hier in der Stadt. Also - auf nach Castellon. Der Radweg ist eine ehemalige Bahnlinie und sehr schön ausgebaut.

 

Der Besuch dieser Stadt ist durchaus lohnenswert und wer den Markt liebt ist bestens aufgehoben.

 

Ein dutzend Orangen für 0,90 € je Kilo wandern in den Rucksack.

Kultur-Historische Gebäude sieht man nur vereinzelt...  Für den Rückweg nehmen wir die Strecke zum Hafen und dann den Radweg an der Promenade nach Benicasim. Die Akku's der Räder verabschieden sich, da sie nicht ausreichend aufgeladen waren. Wir müssen kräftig in die Pedale treten. Der Tag war ganz gut, aber es sollte noch besser werden. Auch das Wetter spielt mit, so dass ich mit kurzen "Knien" laufe.

Mittwoch, 04.April. Barbara war am frühen Morgen (nach dem Frühstück) alleine zum benachbarten Gärtner und hat "nur" vier kleine mediterrane Pflanzen mitgebracht. So, jetzt noch eben zum Mercadona, die Straße gegenüber. Der Bestand an Brot, Käse und Wein muss wieder aufgefüllt werden und Reis für eine Paella muss auch noch beschafft werden. Zu 15:30h sind die E-Bikes wieder aufgeladen und wir machen uns auf den Weg. Ein Ehepaar hatte uns empfohlen: "fahrt mal die andere Strecke nach Oropesa / Orpesa, das ist sehenswert". Also fahren wir über die ehemalige Bahnlinie in die andere Richtung. Steht ja alles auf dem ausführlichen Stadtplan.

 

Das war ein sehr guter Vorschlag. Der Radweg führt an der Felsenküste entlang, durch Bergschluchten und durch einen 400Meter (beleuchteten) Tunnel. Die Strecke ist eben und sehr gut zu fahren. Ein Erlebnis.   Still und verschlafen liegt dann der Zielort vor uns. Am Strand sind schon ganz mutige im Wasser.  Ein Schild "Torre del Rei" erweckt unsere Aufmerksamkeit und wir fahren zum Turm herauf. Die Belohnung ist eine phantastische Aussicht vom wehrhaften Turm aus dem 15.JH.

Beim Rückweg mit den Fahrrädern nach Benicassim hatten wir schönen Gegenwind. Jetzt kennen wir die lohnenswerte  " <-- Empfehlung " von Herrn / Frau ??   wir wissen es nicht mehr.

Donnerstag, 05.April. Wir fahren wieder mit den Rädern in den Ort und entdecken: Es ist Markttag ...  Wir genießen nur noch einen typischen spanischen Markt. Schlendern von Stand zu Stand an dem auch einheimische Bauern ihre Produkte anbieten.  Große schwarze und grüne Oliven, nicht zu salzig - Bananen von den Kanaren - ein Paar blaue Schuhe für kleines Geld - und ich bekomme 3 neue Unnerbuxen. Die Satteltasche am Fahrrad ist voll.

Freitag, 06.April. Heute fährt unser Womo wieder Richtung Norden. Zu 11:00h sind wir wieder auf dem Weg und das Ziel heißt "Mataro", 40 Km nördlich von Barcelona. Wir fahren nicht über die AP7 sondern die N-340. Die Straße verläuft parallel, ist sehr gut ausgebaut, keine Ortsdurchfahrten und zügig zu fahren. Unterwegs ändern wir das Tagesziel, wir fahren nach "Canet de Mar". Ankunft hier zu 14:30h, ein kleiner Platz "Globo Rojo", sehr gepflegt und nichts los. Ist ja auch Ferienende.

 

Der Ort "Canet de Mar" ist ein verschlafenes Nest an der Ctra. N-II.  Schmale Gassen, alles nur Einbahnstraßen und kleine feine Häuser. In einem Gemüseladen entdecken wir neben Weinfässern zum aufüllen auch Mandeln - mit harter Schale. Also werden 250Gr.  gekauft und auf einer Bank am Strand werden Mandelschalen geknackt.  Der Tag endete mit "faul sein", lesen und Wein aus dem genannten Gemüseladen.

Samstag. 07 April. Am Vormittag geht es noch einmal in den Ort, neue Orangen und Mandeln kaufen. In dem genannten Laden zaubere ich eine leere Wasserflasche aus meinem Rucksack. Barbara schaut verdutzt - ja den Rotwein aus dem Holzfass kann ich mir doch nicht entgehen lassen. Auf der Straße tutet es laut,  ein Scherenschleifer bietet seine Dienste an. Er hat auf seinem Vespa-Roller einen Motor gesetzt, der die Schleifmaschine antreibt. Der Mann fährt von Ort zu Ort und kennt anscheinend alle Bewohner. Ihm geht's gut.

Sonntag, 08.April. Tanken am Tankautomat für 1,149€ und dann zur AP-7 Richtung Narbonne / FR.

Wir haben uns für die Mautstrecke AP-7 entschieden, weil die N-II durch Dörfer führt und demzufolge ein Kreisverkehr nach dem Nächsten kommt.

 

Das Wetter wird üsselig, Regen bei 13°C und je höher wir fahren desto dichter die Wolken. Die Sonne ? das war einmal. Kurz vor der SP / FR - Grenze zahlen wir bei der Abfahrt von der AP-7 die Maut und quälen uns durch den dichten Grenzverkehr. Hier im Grenzort ist Sonntags "Axt und Hölle" in Bewegung und wir kriechen im ersten Gang durch den Ort.  Das passiert uns in diesem Grenzort nicht noch einmal...  Auf französischer Seite haben wir wieder freie Fahrt aber jetzt Regen. 

Den Stellplatz in Narbonne finden wir schnell. Und wenn du bei diesem Wetter vor'm Zahlautomaten stehst, tropft die das Regenwasser in den Kragen - brrr.  Es stehen hier bereits etliche Fahrzeuge und wir reihen uns ein. Eigentlich wollten wir diese alte Universitätsstadt besichtigen - aber bei dem Regen - nee das wird verschoben auf 20??. Der Regen wird immer heftiger und wir verbringen den restlichen Tag im Womo mit Lesen und Klönen.

Montag, 09.April. Die Nacht war immer noch nass aber der Regen hat nachgelassen. Noch fix zum Carrefour das Nötige und Unnötige einkaufen und dann als Etappenziel den Ort "St.Flour" eingetragen - mautfrei. Wir fahren die 609 in Richtung Beziers und dann auf die A-75. Die Strecke ist gut zu fahren und die Straße steigt so ganz allmählich an.

 

Wir fahren durch Nebel, verursacht durch tief hängende Wolken. Am Straßenrand stehen Schilder mit der Höhenangabe. Die Steigung beträgt teilweise über 8% und somit schleichen wir im 4.Gang hinter einem Autotransporter her.

   

Die Strecke führt bis zu einer Höhe von 1120 Meter üNN. Zwischendurch Bergdörfer, kleine Flecken mit einer Burg oder einem kleinen Schloss. Teilweise in den Wolken - verschwommen.

Immer wieder rauf und wieder hoch, es macht irgendwie Spass, diese Straße zu fahren. Kurz vor dem Ort Millau sehen wir das Schild: "Garabit-Viadukt" eine Eisenbahn / Stahl-Gitter-Brücke von Ferdinand Eiffel. Typische Stahl-Konstruktion und rot gestrichen.

 

Einige Kilometer weiter müssen wir doch 8,30 € Brücken-Maut bezahlen. Wir fahren über die "Viaduc de Millau". Was für eine Brücke...

Kurz vorm Tagesziel runter von der A-75 und wir sind auch sofort auf dem CP. Die Rezeption ist geschlossen und wir suchen uns einen Platz. Bei der späteren Anmeldung spricht die freundliche Dame perfekt deutsch. Sie erklärt mir: "Sie wollen den Ort besichtigen? Erst geht es an der Straße permanent runter bis zum Fluss und dann aber steil die Treppen zum historischen Ort herauf. Die Strecke ist ca. 3,5 Km lang. Wollen sie das wirklich?".  Ok, wir haben uns in den letzten Tagen nicht sehr viel bewegt, also bewegen wir uns.   Es geht der Straße nach, permanent herunter, über die Pont Vieux aus dem 13.Jh. und dann die Stufen herauf in die Altstadt. Wir haben die Stufen nicht gezählt, aber der Kirchturm in der Unterstadt war aus unserer Sicht hier oben klein.

Die Stadt ist grau, alt und viele Geschäfte und Häuser stehen leer. Die jungen Leute sind weg gezogen und die Alten... Die Stufen wieder runter ist ebenso anstrengend, aber solche Märsche mit den Höhendifferenzen brauchen wir nicht täglich. Die Nacht war angenehm und die Bordheizung stand auf Stufe = 2.  Der Ort liegt auf ca. 850 Meter Höhe und am frühen Morgen waren draußen am Womo 4,5°C.  Über den Hügelketten segelten die (Krummschnäbel) Raubvögel und an der schlanken Form erkennbar überwiegend "Weihen".

Dienstag, 10.April.  Nach dem Frühstück geht's weiter Richtung Treigny  bzw. Guadelon. Die Strecke ist gut zu fahren, aber die letzten 30 Km ziehen sich auf der Landstraße durch Orte und Kreisverkehr - Kreisverkehr...  Zu 15:00h stehen wir auf dem Parkplatz von Guadelon. Hier sind Massen von Reisebussen, PKW und einige Wohnmobile. Was ist "Guadelon"?  Hier wird seit 1997 eine Burg mit historischen Mitteln und Baumaterialien wie im 15.JH gebaut und das wollten wir schon seit zwei Jahren besichtigen. Eintritt 14,- € pro Nase und uns begegnen Massen von Schulkindern und deren Begleiter. Bei der Besichtigung der Anlage denken wir an einen lieben, viel zu früh gestorbenen Menschen. Alles zu erklären würde den Rahmen überschreiten, also schau in den Link und die Bilder.

Das ist nur die Verwaltung mit Imfocenter (in der Scheune) und Kasse.

Erst danach wird's interessant...

     

Übrigens, der Kran vorm Torhaus kann heben und schwenken, alles mit Muskelkraft und Technik.

 

Nach der ausführlichen und spannenden Besichtigung mit bleibenden Eindrücken fahren wir nicht zum SP in Treigny. Bei der Menge an Wohnmobilen rechnen wir damit, dass der Platz mit seiner geringen Kapazität voll ist. Also 50 Km weiter nach "Gien" an der Loire. .

 

In Gien können wir uns auf den uns bekannten Platz für eine Nacht einen Platz aussuchen. Wir stellen uns quer und haben einen wunderbaren Blick auf den sehr breiten Fluss.

Mittwoch. 11.April Am Morgen noch fix zum Carrefour und zum Werksverkauf von Gien-Porzellan. Hier im Werksverkauf kann man sehr schön die Kredit-Karte zum "glühen" bringen.

Unser heutiges Tagesziel ist "Versailles" und die Straßen sind bis zum Horizont wie an der Schnur gezogen.

Unterwegs kommen wir durch Zufall auch durch die Partnerstadt von Greven, Montargis.  (Greven 770 Km)

Danach macht unser Navi seltsame Vorschläge - also Ton aus - wir fahren nach Karte.

Kurz vor 16:00Uhr sind wir am Platz "Huttopia" wo uns für zwei Nächte der Stellplatz 84 zugewiesen wird. Wir richten uns ein und machen Brotzeit. Die SatSchüssel bekommt wegen der "noch" lichten Bäume sofort den Satelliten. Danach geht's zu Fuß in die Stadt.

Wir entdecken eine sehr schöne City mit ihrer Geschäftstrasse, dem Marktplatz und das Antiquitäten-Viertel. Sehr schön - - teuer.

Wir waren 2,5 Std. unterwegs. Es war schön, sich einfach mit dem Stadtplan in der Hand treiben zu lassen und rechts und links zu schauen. In der Konditorei sind die Kuchenpreise der blanke Wahnsinn. Für ein Obsttörtchen 11,- €,  zwei mal reinbeißen und das Ding ist weg, zu klein zum teilen. In den Wäldern blühen die Buschwindröschen, am Straßenrand die Schlüsselblumen - es wird eindeutig Frühling.

Donnerstag, 12.April  Draußen ist es trüb und wir machen uns auf, dass Schloss Versailles von innen zu sehen. Wir fahren mit den Rädern zum Ticketoffice und werden dort informiert dass Barbara wegen Ihres GdB freien Eintritt erhält. Die Begleitperson auch (;-). Also 2x 18,- EUR nicht ausgegeben. Wir fahren mit den E-Bikes weiter zum Schloss und schließen sie sehr gut an einem Gitter an.  Jaa - nee nicht an dem auf dem Bild.

Jetzt dürfen wir direkt an der langen Warteschlange vorbei zum Eingang gehen. Dort wird der gültige GdB-Ausweis noch einmal geprüft, alles klar - Taschenkontrolle, alles klar - wir sind drin.  ( GdB = Grad der Behinderung) Wir sind uns selbst überlassen und treiben durch die weiten Flure.

  

Wir sind fasziniert von den Skulpturen, Tapeten, Einrichtungen, Tischen mit Marmorintarsien und Gemälden. Der blanke Wahnsinn dass zu sehen. Dabei geht mir durch den Kopf: " was hat das hier damals gestunken". Es waren permanent über 400 Bedienstete im Schloss und es gab auch Küchen, aber wo waren die Toiletten, Waschgelegenheiten? Wir wandern andächtig im Strom tausender Touristen und kommen auch durch den Spiegelsaal ( 70 m lang) , beeindruckend. Barbara meint nur: "was sind die Spiegel matt, die dürften alle mal geputzt werden".

  

Am Ende unserer Wanderung durch "wie haben Königs gewohnt?" sind wir doch geschafft.

Wir holen unsere Räder. Der nächste Besuch gilt den Stallungs-Gebäuden gegenüber des Schloss. Eintritt:  FREI   Hier sind alte Sänften, Kaleschen, Pferdeschlitten, mehrspännige Kutschen und die Staatskarossen ausgestellt. Auch hier nur andächtiges Staunen.

 

mal der Blick von unten in die Staatskarosse

Das ist die Kutsche, mit der Ludwig XIV seine letzte Fahrt hatte.

    

Das war sehenswert, bleibt aber leider von vielen unentdeckt. 

Wir sind "fertig" und fahren mit den Rädern in die Stadt. Finden in einem kleinen Hinterhof ein noch kleineres Cafe, fünf Tische, zehn Plätze. Der Kaffee ist gut und ein kleines Stück Kirschkuchen (selbstgemacht) schmeckt auch. Draußen nieselt es leicht, wir schwingen uns auf die Räder und fahren so ganz allmählich wieder Richtung "Huttopia". es beginnt leicht zu regnen und an einer Bushaltestelle stehen wir unter Dach. Jetzt klatschen die Tropfen auf die Straße und bilden Blasen wie Ochsenaugen, es schüttet. Nach einer halben Stunde sind wir es leid, es regnet nur noch und wir sausen das letzte Stück zurück zum Platz. Wir werden auf dem letzten Stück klatsch nass. Es regnet weiter, mal mehr mal weniger. Den restlichen Tag verbringen wir lesend in unserem "Schneckenhaus".

Freitag, 13.April  Der Regen hat nachgelassen, so dass ich alles trocken aber schmutzig einpacken kann und unsere Räder sehen aus... "Putzlappen wo bist du ". trotzdem machen wir uns auf, Richtung Aachen  zum SP- Brandhoferweg.

 

Die Ringstraße um Paris ist wieder ein Abenteuer und man sollte exakt in seiner Spur fahren. Freitags - alles will flott nach Hause - und die 2-räderigen Fahrzeuge überholen dich rechts und links. Sogar Honda-Dickschiffe flitzen auf Zentimeter Distanz am Außenspiegel vorbei. Nach der Mautstelle auf der A-1 wird es ruhiger und bequem, es rollt gut. Dann wechsel auf die A-2 und dann müssen wir kurz vor Belgien wieder bezahlen. Dabei trauen wir unseren Augen nicht. Auch der Krankenwagen mit Blaulicht drängelt sich vor - - und muss bezahlen. Der hat keine Maut-Box wie die LKW.

Es ist jetzt nur noch 16°C und bedeckt, teilweise sonnig. 

Ok, wir haben unterwegs den Eiffelturm gesehen und versprochen, bei nächster Gelegenheit fahren wir nach PARIS !!

Bis Aachen sind wir flott unterwegs und richten uns zu 18:00h auf dem "SP Brandhofer Weg 11 ein. Morgen, Samstag 15.April  geht's noch zum Lindt-Werksverkauf - dann tanken für 1,189 € - und dann noch für zwei Tage nach Köln. Der gewohnte Stellplatz in Köln ist voll und hier ist auch in den nächsten Stunden keine Bewegung. Also fahren wir zum CP in "Rodenkirchen" und stehen hier in der Wasserseite - Blick auf den Rhein. Der Dreck an den Fahrrädern war getrocknet und somit konnte ich mit einem Handbesen und Lappen die Räder putzen. Von hier aus können wir auch sehr gut mit den Rädern am Rhein entlang nach Köln fahren. Wir treffen uns mit den Kindern und haben eine gute gemeinsame Zeit.

Montag 17.April - Heimfahrt über die A-3 und dann die A-1 entlang.

Dienstag 18.April - Die Lebensmittel sind ausgeräumt und der Kühlschrank ist aus geschaltet. Die Kleidung vom Kleiderbügel wieder im Kleiderschrank und die faltbare Wäsche ist auch wieder eingeräumt. Bettwäsche ist abgezogen und die Waschmaschine dreht die nächste Ehrenrunde. Uns ist irgendwie wehmütig. Alle Matten müssen raus und dann wird geputzt. Das Bad, die Dusche, die Küche und der Kühlschrank. Die Klappen überm Tisch werden aussortiert, was drin bleibt und was raus muss. Die Schokolade und Mandelsplitter von Lindt muss raus. Die Räder und alles Andere wird aus der Heckgarage ausgeräumt damit ich dort auch sauber machen kann. Dann wird von außen erst einmal mit dem Hochdruckreiniger vorbehandelt. Es sind auffallend wenig Fliegen auf dem Frontbereich!! Einerseits ist man froh darüber, andererseits gibt das zu denken. Dann wird mit dem Schwamm nachgewaschen (ohne Reinigungsmittel) und der Dreck kommt runter. Im Dometic-Werksverkauf hatte ich sinnvolle Reinigungsmittel gekauft, die jetzt auf den Fenstern zum Einsatz kommen. Das Schmutzwasser und den Fäkalientank hatten wir in Rodenkirchen geleert und somit läuft nur noch Frischwasser ab. Diese Arbeiten dauern den gesamten Tag, aber dann ist alles wieder "schüssig". Die geputzten Räder und das ordentliche Gerätezelt kommen wieder rein, restliches Küchengeschirr ist gespült, Toilettenpapier und Küchenpapier ist wieder drin und eigentlich könnten wir schon wieder...  Aber unser Reisemobil kommt rückwärts ins Carport. Tanken muss ich, wenn der Preis günstig ist.

Farzit dieser Reise:

Wir haben wieder viel gesehen und erlebt.

Haben spontan neue Ziele und Orte angefahren. (auch wenn wir sie nicht immer besichtigen konnten)  Haben auf den Straßen "Höhen" erlebt, die wir vorher nicht kannten.   Nette Menschen getroffen und wertvolle Tipps erhalten.    Wir planen schon wieder...  auch Spanien / Portugal wäre für acht Wochen interessant.

 

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Version: 25.04.2018 - 21:17